Dumm gelaufen: Saure Äpfel und ewige Flüche - DER SPIEGEL
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Dumm gelaufen Saure Äpfel und ewige Flüche

Eine Abwehr aus Pappkameraden, Befreiungsschläge aus dem Unterholz und ein Fan, der alles versaut hat. Auch in der vergangenen Woche lief es für manchen Athleten nicht so wie gewünscht. SPIEGEL ONLINE zeigt in einer Fotostrecke Sportlerinnen und Sportler, denen es übel erging, die dennoch nicht verzagten.
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Kein Baseball-Team der USA leidet unter dem Fluch der Erfolglosigkeit wie die Truppe der Chicago Cubs. Im Jahre 1908 feierten die Cubs das letzte Mal den Gewinn einer World Series. Dabei klopfen die Cubs regelmäßig an die Pforte des sportlichen Olymps. So auch in diesem Jahr, als sie im Kampf um die Krone in der National League die Florida Marlins an den Rand der Niederlage brachten. Doch im sechsten Spiel und einer scheinbar sicheren 3:0-Führung im achten Inning kam die berüchtigte Verwünschung früherer Tage erneut über das Traditionsteam aus Chicago. Ein Flyball ins Aus versuchte Outfielder Moises Alou in der Nähe der Zuschauer zu abzufangen, doch bevor der Ball sicher in seinem Handschuh landete, pflückte ihn ein Zuschauer aus der Luft. Statt des sicheren Aus, durften die Marlins noch einmal schlagen und drehten das scheinbar verloren Spiel um. Mit 8:3 gewannen die Marlins die Partie und zogen einen Tag später nach einem weiteren Sieg (9:6) in die World Series ein.

Foto: AP
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Wie eine seltene Pflanze wirkte die Weißrussin Inna Zhukova während ihrer Vorstellung mit dem Reifen beim Weltcup der Rhythmischen Sportgymnastik in ihrer Heimatstadt Minsk. Wo war der Kopf bei ihrer Übung? Flog er mit dem Reifen Richtung Hallendecke? Die Wertungsrichter waren jedenfalls angetan von der Vorstellung Zhukovas und gaben ihr Noten, die für Platz drei in der Reifenübung langten. Den Mehrkampf und die Keulen-Disziplin gewann sie ebenfalls. Manchmal muss man einfach den Kopf ausschalten und den Körper machen lassen.

Foto: REUTERS
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Wenn man gegen eines der besten Teams der Welt antreten muss und die eigene Mannschaft eher zu den Außenseiter zählt, kann es schon einmal vorkommen, dass man vom Feld geräumt, als sei man nicht mehr als eine Pappkulisse. So müssen sich jedenfalls die kanadischen Rugbyspieler vorgekommen sein, als sie bei der WM in Australien gegen die übermächtigen All Blacks aus Neuseeland antreten mussten. Mit 68:6 unterlag Kanada dem WM-Favoriten trotz aller Gegenwehr klar und deutlich. Neuseelands Kees Meeuws entsorgt hier seinen Gegenspieler, den bedauernswerten Jamie Cudmore, als sei er nicht mehr als etwas Sperrmüll auf der Straße. "Wir haben uns die Seele aus dem Leib getackelt, aber irgendwann sind wir müde geworden", musste auch Kanadas Kapitän Ryan Banks anschließend zerknirscht eingestehen.

Foto: AP
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Der schwedische Profigolfer Freddie Jacobson ist einer der Aufsteiger des Jahres. Der 29-Jährige aus Kungsbacka, der neben seinem aggressiven Spiel auch mit schicken Klamotten auch etwas Pfiff in die trübe Golfszene bringt, konnte sich dank seiner beherzten Auftritte bei der US Open (5. Platz) und der British Open (6. Rang) in der Weltrangliste unter die ersten 40 schieben. Als Belohnung für diesen Aufstieg erhielt Jacobson eine Einladung für die Lochwettspiel-WM im englischen Wentworth. Leider war Jacobson in seiner Auseinandersetzung mit dem Amerikaner Chad Campbell mehr im Gehölz, als auf den Spielbahnen unterwegs. Zwar konnte sich der Schwede wie in dieser Szene dank spektakulärer Schlagkünste immer wieder aus Notsituationen befreien, doch die 6-und-5-Niederlage gegen Campbell konnte er nicht verhindern.

Foto: AP
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Man könnte meinen, Juan Carlos Ferrero hätte in diesem Bild so großen Hunger, dass er während seiner Partie gegen seinen Landsmann Felix Mantilla beim Turnier in Madrid in den Tennisball beißt wie in einen sauren Apfel. Die gute Laune verging Ferrero offensichtlich in diesem Spiel, denn mit 7:6 und 7:6 siegte er denkbar knapp. Nach dieser schweren Hürde war jedoch der Weg frei für den Spanier und er gewann das Turnier in Madrid souverän. Im Endspiel besiegte Ferrero den Chilenen Nicolas Massu mit 6:3, 6:4, 6:3 in drei Sätzen und sicherte sich dadurch auch die Spitzenposition im Champions Race. Manchmal schmecken auch saure Äpfel richtig gut.

Foto: AP
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Mit einem blauen Auge davon gekommen sind in der vergangenen Woche die Fußballer des FC Basel. Im Uefa-Cup-Rückspiel empfingen die Schweizer die türkischen Kicker von Malatyaspor, die sie im Hinspiel auf fremden Platz klar mit 2:0 besiegen konnten. Da dachten sich viele der 26.000 Zuschauer im Basler Jakobspark, das Rückspiel sei nicht mehr als eine Formsache. Eine gefährliche Fehleinschätzung, denn als Malatyaspors Celalettin Kocak in der 85. Minute auf 2:0 für die Gäste erhöhte und die Verlängerung erzwang, hatten nicht die FCB-Spieler auf dem Feld richtig Schiss in der Bux. Zugegeben, die Spieler von Malatyaspor verschafften sich mit hartem Spiel (hier segelt Basels Chipperfield nach einer Begegnung mit Tolga Seyhan durch die Abendluft) Respekt auf dem Platz, aber das ist im Europapokal ein mehr als legitimes Verhalten. Erst als Basels Sturmtank Marco Streller in der 95. Minute zum 1:2-Endstand traf, konnte die FCB-Gemeinde erleichtert aufatmen.

Foto: AP
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