Dungeons: Immer an der Wand entlang - DER SPIEGEL
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Dungeons Immer an der Wand entlang

Während sich die meisten Menschen nach Luft und Sonne sehnen, schwärmen Rollenspieler für die modrige Unterwelt. Sie durchstreifen Verliese, um dort Monster zu verhauen. Der Dungeon gehört zum Fantasy-Genre wie Schwerter und Drachen - warum eigentlich? Eine Spurensuche.
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Karte aus dem Dungeons & Dragons-Abenteuer "Expedition to Undermountain": Unterirdische Labyrinthe haben im Fantasy-Genre eine lange Tradition.

Foto: Hasbro
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Cover der Erstaugabe des "Hobbit" von John Ronald Reuel Tolkien: Protagonist Bilbo Baggins tappt ständig durch dunkle Gänge und findet dort allerlei Schätze - zum Beispiel einen Drachenhort und den einen Ring.

Foto: BONHAMS/ AFP
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Elijah Wood als Frodo Baggins in "Die Rückkehr des Königs": In Tolkiens dreiteiligem Fantasy-Epos "Der Herr der Ringe" muss der Held unter anderem die Zwergenfestung Moria durchqueren - und sich den Weg durch die Höhle der Monsterspinne Shelob bahnen.

Foto: HO/ REUTERS
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Arnold Schwarzenegger als "Conan der Barbar": Auch der in den dreißiger Jahren vom US-Autor Robert E. Howard ersonnene Glücksritter streift immer wieder durch Festungen und Höhlen.

Foto: B2432 Eve Goldschmidt/ dpa
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Abenteuermodul "Moria": Für das Mittelerde-Rollenspiel MERP erschien 1984 ein umfangreiches Booklet, in dem alle Details zur Zwergenbinge aus Tolkiens Roman aufgelistet wurden - damit Pen & Paper-Spieler selber auf Schatzsuche gehen konnten.

Foto: SPIEGEL ONLINE
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D&D-Hardcover "Dungeoneers Survival Guide": Für den wichtigsten Abenteuerschauplatz des Fantasy-Rollenspiels gab es einen eigenen Folianten, der sich Themen wie Dungeon-Ökologie widmete.

Foto: Acaeum
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Verschlungene Wege: Anfangs waren die Dungeons recht schlicht gestrickt, später wurden sie zunehmends komplexer, wie hier im D&D-Modul "Pharao".

Foto: SPIEGEL ONLINE
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Und ewig lockt der Dungeon: Die deutsche Ausgabe von "Tunnels & Trolls" war 1983 das erste aus dem Englischen übersetzte Rollenspiel.

Foto: SPIEGEL ONLINE
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D&D-Modul "The Ghost Tower of Inverness": Dieses 1978 erschienene Dungeon-Abenteuer war eins der ersten, in dem nicht das Abschlachten von Monstern im Vordergrund stand - stattdessen mussten die Spieler knifflige Rätsel lösen, um ans Ziel zu gelangen.

Foto: Acaeum
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Böse Falle: Weil sich die Idee der ausgedehnten Labyrinth-Begehung mit der Zeit abnutzte, sollten ausgefeilte Fallen die Spieler bei Laune halten (Detail aus dem D&D-Abenteuer "Pharao").

Foto: SPIEGEL ONLINE
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Cover des Moduls "Katakomben des Bärenkults": Im Regelbuch von "Schwerter & Dämonen" hieß es unter "Spielverlauf": "Zunächst ... muss jemand ein Höhlensystem gestalten und es mit Ungeheuern, Zaubersprüchen und Schätzen ausstatten."

Foto: SPIEGEL ONLINE
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Französischer Comic "Donjon": Die Zeichner Lewis Trondheim und Joann Sfar knöpfen sich in ihrer humoristischen Serie Stereotypen aus drei Jahrzehnten dungeon crawl vor.

Foto: Joann Sfar
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Szene aus "Donjon": Bei Sfar und Trondheim ist der Dungeon ein professionell geführtes Wirtschaftsunternehmen mit festangestellten Monstern.

Foto: Joann Sfar
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Szene aus "Donjon": Abenteurer, die in das Verlies eindringen, werden routiniert massakriert und ausgeraubt, um den Reichtum des Dungeonmasters zu mehren.

Foto: Joann Sfar
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Werbung für das Spiel "Dungeonquest": Nachdem D&D das Setting populär gemacht hatte, entstanden zahlreiche Brettspiele, die das Sujet aufgriffen.

Foto: SPIEGEL ONLINE
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Brettspielklassiker "Dungeon!": In den späten siebziger Jahren waren Verliese nicht nur etwas für verschrobene Fantasy-Freaks, ....

Foto: Rob Hewlett
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... sondern ein Spaß für die ganze Familie (Werbefoto zu "Dungeon!")

Foto: Rob Hewlett
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Zurück in den Untergrund: Dass der Dungeon derzeit wieder populär ist, beweist "Dungeon Twister", einer der großen Brettspielerfolge der vergangenen Jahre. Eine Computerversion ist derzeit in Planung.

Foto: Asmodee
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Der größte Dungeon der Welt: Das Online-Rollenspiel "World of Warcraft" begeistert über zehn Millionen Gamer - die meisten von ihnen haben vermutlich noch nie die Pen & Paper-Urversion gespielt, bei der die Teilnehmer ihre Verlieskarten einstmals händisch auf Karopapier zeichneten.

Foto: HO/ AFP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?