Fotostrecke Der Glanz vergangener Tage
Hätten Sie den jungen Kerl im dunklen Trikot erkannt? Der Ajax-Schlacks Johan Cruyff (r.) misst sich hier im Spiel gegen DWS Amsterdam mit einem Gegenspieler. Auch der wurde später berühmt: Rinus Israel. Der Verein DWS dagegen ist nach Meisterjubel 1964 mittlerweile in der Versenkung verschwunden.
In den Sechzigern dagegen war DWS ein Topverein: Hier müht sich Feyenoord-Ikone Wim van Hanegem im Duell mit DWS.
1964 und 1965 waren die großen Jahre von DWS Amsterdam - da fiel es den Spielern nicht schwer, gute Laune im Training zu zeigen.
Jan Jongbloed war einer ihrer Stars: Der Torwart hielt DWS über die Jahre die Treue und sorgte auch für internationalen Glanz.
Sein größter und zugleich sein bitterster Tag: Jongbloed im WM-Finale 1974 - zweimal hat er das Nachsehen, hier gegen Paul Breitners Elfmeter -, und die hochgelobte Oranje-Elf unterliegt als Favorit Deutschland 1:2.
Jongbloed blieb wenig, als den Ball zweimal aus dem Netz zu holen. Der Ruhm an diesem Tag gebührte seinem Gegenüber Sepp Maier.
Und noch einer, der bei DWS spielte und später berühmt wurde: Rob Rensenbrink (r.) wurde Teil der berühmten Oranje-Elf, die zweimal im WM- Finale stand und zweimal verlor. Rensenbrink hätte das WM-Endspiel 1978 gegen Argentinien entscheiden können, aber sein Schuss landete nur am Pfosten. Der Ausruf des TV-Reporters "Rensenbirnk op de Paal" wurde in den Niederlanden zum geflügelten Wort.
Rinus Israel gehörte zum Meisterteam 1964 bei DWS, dann ging er zu Feyenoord und wurde dort zum Helden des Publikums.
DWS gegen Ajax 1966: Johan Cruyff, Jan Jongbloed und Ajax-Stürmer Klaas Nunninga (v. l.) in Aktion. Selige Zeiten für DWS. Nach Abstieg und Bankrott versank der Klub in der Amateurliga.
Der Klub hat sich nach dem finanziellen Kollaps auf niedriger Ebene berappelt. DWS heißt heute FC Amsterdam - und ist vor allem stolz auf seine Jugendarbeit.