Dynamit-Erfinder Nobel Knall auf Knall
Noble Marke: Zum hundersten Jahrestag von Alfred Nobels Testament brachten die deutsche und die schwedische Post eine Briefmarke ihm zu Ehren auf den Markt. Der Wissenschaftler hatte am 9. November 1895verfügt, dass die Zinsen seines Vermögens jährlich in fünf Preise für die Gebiete Physik, Chemie, Medizin, Literatur und Friedensbewegung investiert werden sollen.
Der Wasserturm der Dynamitfabrik: Mit 50 Angestellten begann Alfred Nobel am 1. April 1866 in seiner Fabrik "auf dem Krümmel beim Gut Gülzow" in der Nähe von Hamburg die Produktion von Nitroglyzerin. Es ist das Gelände, auf dem heute das Atomkraftwerk steht.
Munitionsherstellung: In der deutschen Zweigstelle von Alfred Nobels Dynamit- und Nitroglyzerinfirma in Krümmel bei Hamburg wurde auch nach Nobels Auszug mit Sprengstoff hantiert. Hier sind Arbeiterinnen der Munitionsfabrik 1940 bei der Herstellung von Wurfgranaten zu sehen.
Sprengstoffherstellung: Während des Zweiten Weltkriegs befand sich auf dem Gelände von Alfred Nobels Nitroglyzerinproduktion in Krümmel die weltgrößte Munitionsfabrik, die jedoch 1945 von den Alliierten zerstört wurde. Hier sind Arbeiterinnen 1940 in einem Produktionsbereich der Explosivstoff-Fertigung zu sehen.
Löschen mit Dynamit: Nitroglyzerin kann nicht nur für kriegerische, sondern auch für friedliche Zwecke verwendet werden - wie Alfred Nobel es bei seiner Erfindung eigentlich auch vorgesehen hatte. Beispielsweise kann durch die Sprengkraft brennendes Öl gelöscht werden, wie hier 1973 auf einem Ölfeld nahe Caspar, Wyoming in den USA.
Alfred Nobel: Der schwedische Chemiker und Industriellen Alfred Nobel erfand im September 1864 das Dynamit. Das Vermögen, das er mit seiner Erfindung machte, hinterließ er einer Stiftung. Diese verleiht von den Zinsen jährlich den Nobelpreis nicht nur an hervorragende Wissenschaftler, sondern auch an einen Preisträger, der sich um den Weltfrieden verdient gemacht hat.
Dynamitstangen: Mit der Erfindung des Dynamits hatte Alfred Nobel es endlich geschafft, das hochexplosive und äußerst empfindliche Nitroglyzerin in eine stabile Form zu bringen. Dieser Vorrat der explosiven Stangen wurde 2005 bei dem Serienbomber Eric Rudolph in den USA gefunden. Dynamit wurde bereits vor Jahrzehnten bei gewerblichen Sprengungen durch Ammoniumnitrat-Sprengstoff ersetzt, das bei einer höheren Sprengkraft deutlich billiger und weniger anfällig ist.
Heißer Sitz: Kein Westernfilm kommt ohne Dynamit aus. So posierte auch Paul Newman als Butch Cassidy 1969 in "Butch Cassidy and the Sundance Kid" lässig auf einer Kiste Sprengstoff.
Das berühmte Testament: Vor seinem Tod am 10. Dezember 1896 vermachte der Industrielle Alfred Nobel sein Vermögen einer Stiftung. Zudem verfügte er, dass diese Stiftung mit seinem Geld jährlich Spitzenforscher, Autoren und Friedensstifter mit einem Preis auszeichnen solle - dem Nobelpreis.
Blindgänger: Im Juni 1926 wurde ein Sprengstoff-Anschlag auf das Brooklyn Theater in Los Angeles verübt, das dabei stark beschädigt wurde. Die Polizei konnte jedoch einige nicht explodierte Dynamitstangen sicherstellen.
Blutige Rache: Am 18. Mai 1927 wurde die Kleinstadt Bath in Michigan, USA von einem schrecklichen Massaker heimgesucht. Der hochverschuldete Farmer Andrew Kehoe tötete erst seine Frau und brannte seine Farm mit allen Tieren nieder. Als die Feuerwehr dort eintraf, explodierten zudem große Mengen Dynamit, die mit einem Zeitzünder versehen waren. Zur selben Zeit gingen auch mehrere Sprengsätze in der örtlichen Schule hoch. Während die Rettungsarbeiten dort bereits begonnen hatten, fuhr Kehoe mit seinem Auto, das auf der Rückbank mit Dynamit und Metallteilen bis zum Dach gefüllt war, vor die Schule und tötete bei der Sprengung sich selbst, den Schuldirektor und weitere Schüler und Helfer, die gerade aus dem Gebäude kamen.
Frühes Kriegsschiff: Der mit Dynamit bewaffnete Kreuzer "Vesuvius" der USA auf einer Zeichnung von 1889. Sowohl am Bug als auch am Heck des Schiffes waren Kanonen stationiert, mit denen Dynamit abgefeuert werden konnte.
Das Streben nach Gold: Eines der wichtigsten Einsatzgebiete für Sprengstoff ist bis heute der Bergbau. Große Mengen Fels können so in sekundenschnelle pulverisiert und aus dem Weg geräumt werden, wie etwa in dieser russischen Goldmine im Juli 2007.
Nobel in seinem Labor: Bei der Entwicklung seines Dynamits lies sich Alfred Nobel durch nichts aufhalten - auch nicht durch einen Unfall, bei dem Teile seines Hauses und seiner Verwandtschaft in die Luft gesprengt wurden.
Verwüstetes San Francisco: Nach der Erdbebenkatastrophe in San Francisco am 18. April 1906 sind im Stadtgebiet überall mit Dynamit gesprengte Ruinen zu sehen.
Das Ende der Eleganz: Am frühen Morgen des 7. November 1995 wurde das berühmte, 1968 von dem Milliardär Howard Hughes gebaute, Landmark Hotel in Las Vegas gesprengt. Der einst so elegante Bau musste fünf Jahre, nachdem das Hotel geschlossen wurde, einem Parkplatz für das Las Vegas Convention Center weichen.
Sprengung des Agfa-Hochhauses: Fachmännisch gesprengt wurde der Abbruch des Agfa-Hochhauses in München.