E-Books Neue Lesegeräte von Amazon, Libri und Weltbild
Kindle: Im April 2011 startete Amazon das deusche Kindle-Angebot. Der Digitalbuchlanden bietet knapp 25.000 deutschsprachige E-Books, dazu mehr als 625.000 Titel in anderen Sprachen, darunter viele aktuelle Bestseller aus den Vereinigten Staaten und gratis einige Klassikerausgaben.
Kindle 3: Das Kindle können deutsche Kunden nun auch direkt bei der deutschen Amazon-Tochter bestellen, die Geräte sind exakt dieselben wie die, die man bisher als deutscher Kunde direkt bei Amazon.com kaufen konnte. Das ist einerseits großartig - beim Vergleich mit anderen Lesegeräten schnitt das Amazon-Angebot bisher sehr gut ab.
Teuer: 189 Euro kostet ein Kindle mit Mobilfunk-Flatrate bei Amazon.de. Vor dem Deutschlandstart konnten deutsche Kunden dasselbe Kindle-Modell direkt bei der US-Mutter bestellen. Dort kostet die die Mobilfunk-Version inklusive einer Pauschale für Versand- und Einfuhrgebühren 178,72 Euro.
Lesegeräte im Überblick: Libris Acer Lumiread (oben links), rechts daneben Amazons Kindle 2, darunter der kleinere Kindle 3 und links daneben der von Weltbild vertriebene Aluratek Libre
Sony PRS-650: 229 Euro kostet das Lesegerät - ein W-Lan-Modul fehlt ebenso wie eine Mobilfunkanbindung. Dafür kann das Display die Darstellung recht schnell aktualisieren - die Verzögerung ist gering genug, um zum Beispiel in PDF-Dokumenten wie dem gezeigten Ausschnitte heranzoomen zu können. Die Darstellung ....
... leidet beim PRS-650 nicht unter dem Touchscreen, der sich per Finger ebenso gut wie per Stift bedienen lässt. Beim Vorgängermodell PRS-600 nutzte Sony eine andere Technik, da ...
... spiegelte die Oberfläche des Touchscreen störend und das Kontrastverhältnis war mau.
Acer Lumiread: Die Tasten zum Umblättern der Seiten liegen an dem recht hohen Gerät zu weit unten - will man weiterblättern, muss man immer wieder das Gerät abstützen oder mit den Zeigefingern festhalten, damit es nicht aus den Daumen kippt.
Acer Lumiread: Auf dem Display kann man dank der E-Ink-Technik gut lesen, auch im Sonnenlicht. Allerdings wirkt das Display so wie das des alten Kindle 2 - der neue Kindle 3 zeigt...
...erheblich stärkere Kontraste, baut Seiten schneller auf als das 50 Euro teurere Acer Lumiread. Hier das E-Ink-Display des Kindle 3 im Vergleich zum...
...Display des Vorgängermodells Kindle 2.
Aluratek Libre: Der 99-Euro-Reader aus dem Weltbild-Angebot arbeitet nicht mit der E-Ink-Technik, sondern nutzt ein billigeres LCD-Display.
Einkaufen: Ist das Lesegerät einmal mit dem Libri-Shop verbunden, kann man per Mobilfunk oder W-Lan recht mühelos einkaufen. Das Herunterladen ist wenig elegant gelöst - der Käufer sieht kryptische Dateinamen und muss nach dem Ladevorgang noch...
...mit ein paar Tastenklicks zum Leseumfeld zurückkehren, um die E-Books (die dann auch einen Titel haben) im Ordner "Meine eBooks" zu öffnen - direkt funktioniert das nicht.
Zwangspause: Aktiviert man das W-Lan- oder Mobilfunk-Modul im Lumiread, dauert es einige Augenblicke, bis das Gerät die Verbindung aufgebaut hat. In dieser Zeit kann man nicht weiterlesen.
Weltbild Aluratek Libre: Der E-Reader kämpft mit schlecht formatierten Vorlagen - einige Verlage entwerfen die E-Book-Vorlage für größere Displays (was zum Glück nur beim Cover ein Problem darstellt).
LCD-Display: Die günstigere Technik liefert bei weitem kein so kontrastreiches Bild wie die E-Ink-Displays von Kindle und Lumiread, aber man kann Text ganz gut lesen. Allerdings schmälert die Display-Technik auch die Akku-Laufzeit - höchstens 24 Stunden soll der Akku durchhalten.
Thalia-Lesegerät: Der Oyo hat kaum Tasten, bedient wird das Gerät per Touchscreen. Zum Eintippen von Buchtiteln eignet sich die Bildschirmtastatur, der Bildaufbau ist gerade noch schnell genug dafür. Der Nachteil des Touchscreens ist...
...die nicht ganz so kontrastreiche Darstellung von Texten. Amazons Kindle ist dem Oyo da klar überlegen, weil keine zusätzliche Folie für die Touchscreen-Funktion auf das Display aufgebracht werden muss. Zum Lesen reicht die Darstellung so gerade aus, dass...
...man nicht unangenehm überrascht ist, aber das Oyo-Schwarz ist eben nur ein dunkles Grau auf hellerem Beige.