E-Reader Amazon Kindle vs. Hanvon N518
Amazon Kindle: Auflösung und Kontrast des Displays sind...
...erstaunlich gut, die Schrft wirkt fast wie gedruckt.
Bedienung: Mit diesem komischen Joystick hangelt man sich beim Kinde nur durch die eigene Bibiliothek und den Digitalbuchladen. In den Digitalbüchern blättert man mit...
...diesen angenehm großen Tasten an der linken und rechten Seite des Displays. Die Ränder sind...
...breit genug, um das dünne und recht leichte Lesegerät lange Zeit bequem mit einer Hand zu halten.
Bibliothek: Die zuletzt gelesenen Titel zeigt das Gerät ganz oben an, mit einem Druck auf den merkwürdigen Mini-Joystick landet man dann an der...
...zuletzt gelesenen Stelle im Buch.
Zeitungsausgabe: Es ist mühsam, sich mit einem Gerät, das fürs Geradeauslesen gebaut wurde, durch einen Wust kleiner und größerer Texte zu hangeln. Die Ressortübersicht hilft da ein wenig, allerdings ist die Aufbereitung der Papierausgabe wenig durchdacht. Wer will schon...
...derart kurze Nachrichten vom Vortag auf einem E-Reader lesen?
Zusatzfunktionen: Mit dem Kindle kann man Artikel aus den Digitalausgaben in einer eigenen Sammlung speichern - eine digitalisierte Ausschnittsmappe. Diese Verlegenheitslösung nutzt die Vorteile des digitalen Trägermediums kaum. Verglichen mit Notizwerkzeugen wie Evernote oder auch nur Readitlater ist die Brauchbarkeit des Kindles als Arbeitswerkzeug gering. Das trifft auch...
...auf den Online-Zugang zur englischsprachigen Wikipedia zu. Die Navigation innerhalb der Artikel zu einzelnen Links ist so mühsam, dass man es aber nach einem Versuch ("ah, nette Idee") nie wieder nutzt.
Kindle-Anwendung fürs iPhone: Alle bei Amazon fürs Kindle gekauften Bücher kann man auf dem iPhone auch lesen, ruft man eins der Bücher auf, landet man an der Stelle, die man auf dem Kindle zuletzt gelesen hat. Leider gibt es diese Anwendung derzeit nur im US-iTunes-Angebot.
Hanvon N518: Das Lesegerät ist kleiner und dicker als der Kindle. In dem Reader stecken viel mehr Funktionen als im Kindle. Die Software...
...zeigt weit mehr Formate an, darunter auch den weit verbreiteten Epub-Standard. Auch mit Kopierschutz versehene Epub-Titel aus dem deuschen Libreka-Kaufportal kann der Hanvon N518 anzeigen, etwas Frickelei mit dem Adobe-Kopierschutzsystem vorausgesetzt.
Kleiner Bildschirm: Ärgerlich ist beim Hanvon-Lesegerät, dass vom ohnehin kleinen Display dank sehr großzügiger Ränder wenig genutzt wird. Der Gehäuserand ist dafür recht schmal ausgefallen - ein Daumen passt da nicht ohne weiteres drauf, was beim Lesen stört. Die Tasten zum Weiterblättern sind recht klein unten links am Gehäuserand angebracht - man kann also nur mit dem linken Daumen weiter blättern und muss dafür wegen der merkwürdigen Position des Schalters jedes Mal die Haltung ändern.
PDF-Darstellung: Anders als der Kindle kann der Hanvon-Reader PDF-Dokumente ohne Konvertierung anzeigen, allerdings muss man sich auf den für andere Formate gestalteten Seiten den Text erst auf die richtige Größe hochzoomen.
Tablet-Allüren: Eine gute Idee der Hanvon-Ingenieure ist es, dass man im Text mit dem Stift Passagen unterstreichen kann. Allerdings ist auch diese Funktion nicht sauber genug ausgearbeitet - das Ganze funktioniert nicht bei Dokumenten, die im PDF- oder Epub-Format (die gängigsten E-Book-Formate) gespeichert sind. Nur bei Textdokumenten kann man...
...mit einem Spezialstift Notizen eintragen. Es gibt auch ein Schrifterkennungsprogramm für Notizen, die sehr langsam, aber einigermaßen treffsicher in Text umwandelt werden.