E-Schwalbe im Test Sympathischer Vogel
Schwachpunkte der E-Schwalbe: die hübsche, aber klappernde Verkleidung, das schmale Trittbrett und die für 135 Kilo Gewicht unterdimensionierte Vorderradfederung.
Die Verkleidung der neuen E-Schwalbe wird komplett aus Kunststoff hergestellt. Das hohe Gewicht von 135 Kilo (mit zwei Batterien) ist dem komplett versteckten Elektroantrieb geschuldet. Die alte Schwalbe wog 81 Kilogramm.
Unter dem Sitz hat die E-Schwalbe ein kleines Schließfach. Dort befindet sich auch das fünf Meter lange Aufladekabel. Je nach Steckdose und Batteriesatz dauert es zwischen einer und viereinhalb Stunden, die Akkus voll zu laden.
Das LCD-Instrument der E-Schwalbe ist ziemlich simpel gehalten, gibt aber alle wesentlichen Informationen wieder. Bei Sonneneinstrahlung ist es schwer abzulesen.
Nach DDR-Recht durften Kleinkrafträder 60 km/h fahren. Fahrer von alten Modellen genießen deshalb Bestands- bzw. Geschwindigkeitsschutz. Neue Roller der Klasse L1e dagegen sind auf Tempo 45 begrenzt, auch die E-Schwalbe.
Schwalbe-Bauteile wie die Hinterradschwinge, Spanner und Mutter sind funktional, aber grob gearbeitet. Schön geht anders.
Seit Herbst 2017 wird die E-Schwalbe auch mit ABS ausgeliefert.
Das Heck mit klassischem, aber unpraktischem Gepäckträger sowie neu gestalteter LED-Lichtanlage ist der alten DDR-Schwalbe nachempfunden.
Die neue Schwalbe - und vor allem der Elektroantrieb - wird in einschlägigen Expertenkreisen meist positiv aufgenommen und gern diskutiert.
Von der alten Simson-Schwalbe aus dem Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk Ernst Thälmann wurden zwischen 1964 und 1986 mehr als eine Million Exemplare gebaut. Die neue E-Schwalbe von Govecs ist seit 2017 auf dem Markt.
Die E-Schwalbe wird in Cremeweiß und Tiefschwarz ohne Aufpreis angeboten. Rapsgelb, Opalgrün und Lichtblau kosten jeweils 150 Euro mehr. Auch Sitzfarbe, Hauptständer, zweite Batterie und ABS sind gegen Aufpreis im Online-Konfigurator wählbar.