Ecuador Kampf ums Naturparadies
Ein Angestellter einer Ölgesellschaft bei der Arbeit im Yasuni-Nationalpark in Ecuador. Die Ausbeutung der Ölreserven hat Böden und Gewässer verschmutzt.
Der Yasuní-Nationalpark: Ein Paradies für Tiere - aber darunter lagern mindestens 850 Millionen Barrel Rohöl.
Eine Huaroani-Frau badet mit ihrem Kind.
Manuel Inua: Der 17-Jährige Huaorani weiß, wie man blitzschnell einen 30 Meter hohen Baum emporklettert, er kann Pfeilgift für die Jagd anrühren, mit einem Blasrohr holt er jeden Affen vom Baum. Doch diese Fertigkeiten bringen kein Geld.
Huaorani Manuel: Viele hoffen, von den Ölgesellschaften ein paar Dollar für Handlangerdienste zu bekommen.
Mit Pfeilgiften gehen die Huaorani auf die Jagd. Doch genug Geld zum Leben verdienen sie damit nicht.
Aus den einst stolzen Urwaldkriegern der Huaorani sind Bittsteller und Tagelöhner geworden, die in Zementbauten der Ölgesellschaft hausen.
Eine kranke Frau vom Stamm der Huaroani macht sich auf den Weg, um medizinisch betreut zu werden: Die Ölgesellschaften betreiben die einzige Krankenstation.
Die Ölgesellschaften, die seit den siebziger Jahren in mehreren Teilen des Nationalparks bohren, sind deshalb die wahren Herren von Yasuní.
Auf seiner Südamerika-Reise besuchte Niebel nicht Ecuador, stattdessen zog es ihn unter anderem in den Las-Yungas-Nationalpark in Bolivien.
Ecuadors Staatschef Correa hat sich auf ein weltweit einmaliges Projekt eingelassen: Die Staatengemeinschaft soll einen Ausgleich dafür zahlen, dass im Nationalpark nicht mehr Öl gefördert wird.
Bundesentwicklungsminister Niebel: Der FDP-Politiker fordert "Garantien für einen dauerhaften Verzicht auf die Ölförderung".