Ehec-Bakterien: Mediziner testen experimentelle Therapie - DER SPIEGEL
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Ehec-Bakterien Mediziner testen experimentelle Therapie

Ärzte bekämpfen die schwersten Fälle von Ehec-Infektionen mit einer experimentellen Behandlung. Das Medikament ist schon seit 2007 auf dem Markt. Nach ersten Versuchen zeigen sich die Ärzte optimistisch, dass es auch gegen den gefährlichen Darmkeim hilft.
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Plasmaaustausch in der Klinik: Bei einigen sehr schweren Ehec-Fällen testen Mediziner jetzt eine experimentelle Therapie. Sie geben ein Medikament, das eigentlich für die Behandlung einer seltenen Blutkrankheit zugelassen ist. Es soll der Zerstörung von Blutzellen entgegenwirken. Beim hämolytisch-urämischen Syndrom (Hus), der schlimmsten Ehec-Komplikation, werden Blutkörperchen zersetzt, nachdem von den Ehec-Bakterien produzierte Giftstoffe ins Blut gelangt sind. Dieser Prozess kann Gehirn und Nieren dauerhaft schädigen.

Foto: Marcus Brandt/ dpa
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Pressekonferenz in Hannover: Hermann Haller von der Medizinischen Hochschule in Hannover äußerte sich optimistisch zu dem Wirkstoff Eculizumab, der gerade getestet wird. "Es nützt etwas, aber es ist kein Wundermittel." Für eine eindeutige Stellungnahme sei es noch zu früh.

Foto: Jochen Lübke/ dpa
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Ehec-Untersuchung in der Außenstelle Wernigerode des Robert-Koch-Instituts: Die Quelle des gefährlichen Darmkeims ist bisher nicht bekannt.

Foto: Matthias Bein/ dpa
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Beutel mit Blutplasma hängen an einem Plasmapherese-Gerät: Ärzte filtern das Blut von Hus-Patienten. Plasmaaustausch oder Plasmapherese wird das Verfahren genannt, bei dem das Blut in Zellen und Flüssigkeit, das sogenannte Plasma, aufgetrennt wird. Dabei wird die mit Giftstoffen belastete Flüssigkeit durch Spenderplasma oder Plasmaersatzmittel ersetzt.

Foto: Kay Nietfeld/ picture-alliance/ dpa
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Warnschild am Institut für Hygiene an der Uni Münster: Das Robert-Koch-Institut geht inzwischen von mehr 300 Fällen des hämolytisch-urämischeb Syndroms (Hus) aus. Es ist die schwerste Komplikation, die bei einer Ehec-Infektion auftreten kann.

Foto: Marius Becker/ dpa
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Salatgurken an einem Gemüsestand: Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) bekräftigte die Warnung vor rohen Gurken, Tomaten und Salat.

Foto: MORRIS MAC MATZEN/ REUTERS
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Flaute auf dem Wochenmarkt: Der Gemüsehandel verzeichnet deutliche Einbrüche, seitdem das Grünzeug als Infektionsquelle ins Visier gerückt ist. Bauernvertreter sprechen inzwischen von existenzbedrohenden Einnahmeausfällen.

Foto: SPIEGEL ONLINE
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Pfleger im Hamburger Marienkrankenhaus: Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hat wegen der Ehec-Welle bereits zu Blutspenden aufgerufen. Rund zwei Drittel der Hus-Patienten bräuchten eine Plasmapherese, sagte eine Sprecherin.

Foto: Angelika Warmuth/ dpa
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Toxin-Suche: Labore können Ehec-Erreger anhand der von ihnen produzierten Gifte nachweisen.

Foto: Julian Stratenschulte/ dpa
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Erreger unterm Mikroskop: Forscher der Uni Münster haben den Ehec-Typ identifiziert, der für den Ausbruch verantwortlich ist. Er zählt zu den 42 bekannten Ehec-Typen, die seit 1996 in Deutschland bei Patienten aufgetreten sind - seit 2007 waren keine neuen dazugekommen.

Foto: REUTERS/ HZI
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Bakterienkultur im Labor: Die Forscher in Münster entwickeln ein Testverfahren, mit dem Patienten mit Verdacht auf Ehec schnell auf die Erregervariante untersucht werden können.

Foto: Christian Charisius/ dpa
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Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme von Ehec-Bakterien: Enterohaemorrhagische Escherichia coli heißt der Erreger in voller Länge. Normalerweise sind E.-coli-Bakterien für den Menschen harmlos. Sie besiedeln millionenfach die Gedärme von Mensch und Tier und helfen bei der Verdauung mit. Ehec-Bakterien haben Gene von anderen Bakterien aufgenommen, so dass sie Gifte produzieren.

Foto: dapd / Robert Koch Institut
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?