Ei-Erfindungen - DER SPIEGEL
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Ei-Erfindungen Total oval

Eieiei! Seit Jahrhunderten begeistern sich Designer und Erfinder für die Eiform und entwerfen Eier-Sessel, Eier-Häuser, ja sogar eiernde Räder. einestages hat sich auf österliche Eiersuche durch die Designgeschichte gemacht - und zeigt die schönsten und schrägsten Exponate.
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Eibau zu Bayern: Im September 2009 errichteten Arbeiter des Nationalparks Bayerischer Wald in der Nähe von Neuschönau dieses 44 Meter hohe Holzei - im Auftrag der Umwelt. Denn die um eine Baumgruppe herum gebaute, begehbare Konstruktion ist in Wirklichkeit Teil eines Baumwipfelpfads, auf dem naturschutzinteressierte Wanderer Baumriesen bis in ihre Krone hinein aus nächster Nähe besichtigen können.

Foto: Armin Weigel/ dpa
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Ei-Keller: Ufo-Landung im Weinkeller? Keineswegs: Was hier anmutet wie ein außerirdisches Fluggerät, ist tatsächlich ein hochmoderner, eiförmiger Fermentationstank im Keller des Weinguts Chateau du Terte im französischen Arsac.

Foto: AP
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Ei-Phonie: "Stereo legt ein Ei! Ein perfekter Klang für die perfekte Form!" - so bewarb Stereoanlagenhersteller Panasonic dieses eigenwillig designte "Audio-Egg", bei dem es sich nur auf den ersten Blick um ein schnödes Sitzmöbel handelte. Über eingebaute Lautsprecher wurde der Sitzende angenehm mit seiner Lieblingsmusik berieselt - und der eiförmige Sessel zur halboffenen Schallkabine.

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Das ewige Sitz-Ei: 1958 erfand der dänische Designer Arne Jacobsen mit dem "Egg Chair" einen unsterblichen Designklassiker, der in den Sechzigern unzählige Nachahmer auf den Plan rufen sollte. Das luxuriöse Sitzmöbel, das Jacobsen für die Lobby des SAS Royal Hotels in Kopenhagen entwarf, wurde von seinem Erfinder schlicht "das Ei" genannt.

Hier probieren gerade Schwedens König Carl Gustaf und Königin Silvia in Kopenhagen zwei Egg-Chairs aus.

Foto: REUTERS
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Einparkhilfe: Nicht zu Ostern, sondern im September 2005 stellte Nissan im Vorfeld der Tokyo Motor Show dieses Ei auf Rädern, den Nissan Pivo, vor. Das ulkige Design des Konzeptautos hat einen ganz praktischen Nutzen: Seine eiförmige Fahrerkabine kann um 360 Grad gedreht werden - und so etwa beim Einparken seitwärts gestellt werden, um einen besseren Blick auf die Parklücke zu haben.

Foto: REUTERS
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Ei de luxe: Die New Yorker Luxusboutique Saks Fifth Avenue warb 1958 mit diesem eigentümlichen Osterei "nach Art des Zarenhofes", wie diese Anzeige offeriert. Doch bei dem Schmuckstück aus goldenem Filigran und einer pastellfarbenen Emaillehülle, das auf einem kunstvoll verschnörkelten Sockel thronte, handelte es sich mitnichten um eines der legendären Fabergé-Eier, die Ende des 19. Jahrhunderts im Auftrag des russischen Zaren geschaffen wurden - sondern um ein Tischfeuerzeug.

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Einsiedler: In der Abgeschiedenheit des Oak Creek Canyon in Arizona stehen diese sonderbaren Objekte, die aus der Ferne wie gigantische Dinosauriereier wirken. Tatsächlich handelt es sich dabei jedoch um ein futuristisch designtes Gebäude aus ungebrannten Adobe-Lehmziegeln - einem im Haus-Eigenbau beliebten Material. Aus ähnlichen Bauteilen wie diese Haus-Eier wurde etwa im Jahr 100 bereits die mexikanische Sonnenpyramide von Teotihuacán konstruiert.

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Eigenartig: Eine originelle Erfindung stellte der amerikanische Erfinder John F. Kopzynski 1949 in der Septemberausgabe von "Popular Mechanics" vor. Was aussah wie ein Miniaturtrecker mit verbeulten Rädern, war ein völlig neues Antriebssystem, das den Kettenantrieb von Panzern und Baufahrzeugen überflüssig machen sollte: Statt eines einzelnen Rades hing am Ende der Fahrzeugachse jeweils ein bewegliches Element mit zwei gegeneinander verdrehten, ovalen Rädern. Die ruckelten zwar furchtbar beim Fahren, doch durch die bewegliche Plattform wurden diese Vibrationen ausgeglichen. Vor allem aber war die Bodenhaftung der eierigen Reifen in tiefem Matsch viel besser als die herkömmlicher Räder.

Foto: www.blog.modernmechanix.com
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Eigenbau: Der 24-jährige Chinese Dai Heifei schaut im Dezember 2010 aus der selbstgebauten Behausung, die er zwei Monate zuvor in der Nähe seines Büros in Beijing bezog. Für nur etwa 1000 Dollar Materialkosten konstruierte Dai die ungewöhnliche Unterkunft - aus Bambusstreifen und Matratzen, die er mit einer Wärme- und Wasserdämmschicht überzog. Die kleinen Säcke auf der Oberfläche des Haus-Eis enthalten Holzspäne und Grassamen - so dass sich das graue Ei zu Frühlingsbeginn in einen grasüberwucherten, kleinen Hügel verwandelt.

Foto: Getty Images
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Malerei: Im Jahr 1966 präsentierte der französische Modeschöpfer Hubert de Givenchy in seiner Kosmetikkollektion einen Lippenstift in ungewohntem Gewand - als Osterei. Das mag einem sonderbar vorkommen, ist jedoch laut dieser Anzeige "das eleganteste Geschenk der Welt". Verpackt wurde es - stilecht - in einer Art Eierkarton.

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Wäscherei: Das japanische Fotomodel Haruka Shioji führt im Juli 1999 in einem Salon in Tokio eine Menschen-Waschmaschine vor. Im Inneren des Geräts reinigen Seifendüsen und Wasserstrahlen den Körper des Benutzers - für eine Benutzungsgebühr von etwa 10 Dollar.

Foto: AP
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Ei mit Eigenleben: Eine Mitarbeiterin des japanischen Spielzeugherstellers Bandai präsentiert im Januar 1997 in Tokio verschiedene Modelle des neuen "virtuellen Haustiers", das die Firma auf den Markt bringt - das Tamagotchi.

Das etwa 10 Dollar teure Plastikhaustier, das auf dem winzigen Bildschirm mit dem Benutzer interagiert, wächst in etwa zehn Tagen zum ausgewachsenen Exemplar heran, wenn sein "Halter" es regelmäßig füttert und umsorgt, indem er bestimmte Knöpfe drückt. Binnen kürzester Zeit war das Spielzeug ausverkauft und sorgte für einen weltumspannenden Tamagotchi-Boom.

Foto: REUTERS
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Protzerei: Ein Wachmann des Londoner Auktionshauses Christie's präsentiert am 4. Oktober 2007 ein über und über mit Goldverzierungen und Edelsteinen überzogenes Fabergé-Ei aus der Sammlung der Familie Rothschild. Wenige Wochen später wurde das prunkvolle Schmuckstück versteigert - für rund 18,5 Millionen US-Dollar.

Foto: dpa
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Einzelzelle: Eine Besucherin der "Prague Quadrennial", einer alle vier Jahre stattfindenden Messe für Design, Kostümierung, Bühnenbild und Performancekunst, nimmt im Juni 2011 am Stand Finnlands Platz in einem überdimensionalen Lounge-Ei. Die ovale, sanft beleuchtete und gepolsterte Einzelzelle soll als Rückzugsraum zur Entspannung dienen.

Foto: REUTERS
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Eigenwilliges Denkmal: Das vom brasilianischen Star-Architekten Oscar Niemeyer entworfene Centro Niemeyer in Avilés an der spanischen Atlantikküste dient seit seiner Eröffnung im März 2011 als internationales Kulturzentrum. Niemeyer beschrieb das Bauwerk als sein bedeutendstes Projekt in Europa. Rein zufällig sieht der imposante Bau jedoch aus dieser Perspektive einem riesigen, aufgeschnittenen Ei zum Verwechseln ähnlich.

Foto: REUTERS
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Eigensinn: Was hier aussieht wie ein Osterei mit Motorhaube, ist tatsächlich ein sogenannter "Floating Tank". Diese schall- und lichtisolierten Kapseln wurden 1954 von dem amerikanischen Neurophysiologen John C. Lilly erfunden. Er wollte die Sinne der Versuchspersonen, die in den salzwassergefüllten Tanks wie schwerelos trieben, vollkommen von äußeren Reizen abschirmen - und stellte fest, dass sie einen Entspannungszustand zwischen Wachen und Schlafen erreichten.

Nachdem 1977 der erste kommerzielle Floating-Tank auf den Markt kam, wurde der Plastik-Uterus wegen seiner bewusstseinserweiternden Wirkung zum Lieblingsspielzeug der New-Age-Bewegung. John Lennon war einer der prominentesten Fans des Esoterik-Eis.

Foto: www.jueta.ch
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Fahrerei: Dieser Wohnwagen aus DDR-Produktion des Jahres 1976 ist besser bekannt als das "Dübener Ei". Jeden Abend fährt das bunt bemalte Eigenheim auf Rädern im Campingmuseum von Groß-Leuthen eine Ehrenrunde - und macht regelmäßig Ausflüge zu internationalen Touristikmessen.

Foto: dpa
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Ein Dach überm Kopf: Dieses elegante Ein-Huhn-Häuschen nennt sich "Nogg". Nach Angaben seines britischen Herstellers soll es nicht nur Privatpersonen zur Geflügelzucht ermutigen - sondern auch den Hühnern "mit einem Hauch verspielter Eleganz" das Leben versüßen. Es biete schließlich, so der Hersteller, dem darin lebenden Tier nicht nur "zeitgemäße" Beleuchtung über ein Fenster in der Decke, sondern auch angenehme Raumluft durch das "frisch duftende und auf natürliche Weise antibakterielle" Zedernholz, das zu seinem Bau verwendet wurde.

Foto: www.nogg.co
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Eieruhr: Auch wenn die Idee naheliegend scheint - dieses eiförmige Chronometer aus dem 17. Jahrhundert diente keineswegs dazu, die Kochdauer von Eiern zu messen. Die als "Nürnberger Eier" bekannten Prunktaschenuhren wurden von wohlhabenden Bürgern als Zeitmesser und Statussymbol getragen. Ob jedoch tatsächlich ein Nürnberger, nämlich der Feinmechaniker Peter Henlein, Urheber dieser frühen Taschenuhren ist, ist bis heute nicht zweifelsfrei geklärt.

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Landei: "Das goldene Ei von Columbus" steht auf dem Schild über dieser eigentümlichen Behausung, die im Garten eines Bauernhofs in den Niederlanden steht. Ob sich in dem goldenen Ei - wie der Schornstein andeutet - tatsächlich eine winzige Wohnung oder bloß ein Plumpsklo verbirgt, bleibt offen.

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Eiskalt: Der französische Ski-Champion Léo Lacroix albert im Frühjahr 1970 über der Skipiste von Les Menuires in einem runden Kabinenlift herum - der anlässlich des nahenden Osterfestes als Osterei verkleidet wurde

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Fliegerei: Ein junger Mann nimmt im Februar 1943 Platz im sogenannten "Churchill-Ei". Die medizinischen Berater des britischen Staatsoberhaupts Winston Churchill hatten ihm geraten, während Flügen in dieser Druckkabine Platz zu nehmen. Sie befürchteten, sein Körper würde bei Flügen über 2500 Metern Flughöhe Schaden nehmen und ließen die Kapsel in ein Transportflugzeug einbauen. Churchill benutzte die eigentümliche Konstruktion jedoch nicht ein einziges Mal.

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Spielerei: Im August 1974 fanden die Kinder auf ihrem Spielplatz in Neumünster-Tungendorf ein ganz besonders großes Ei. Die Firma Haase-Tank hatte einen Tankbehälter ihrer Produktion als Spielgerät umfunktioniert und der Stadt überlassen. Das aufgemalte Gesicht sollte dabei einen Biberkopf darstellen.

Foto: Arno Freudenhammer/Hermann Freudenhammer
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