Rock am Ring So lief das Festival
Es ist voll geworden: Knapp 90.000 Rockfans pilgerten am Wochenende zum Traditionsfestival "Rock am Ring" in die Eifel.
Auch beim Zwillingsfestival "Rock im Park", das zeitgleich in Nürnberg stattfand, war der Andrang groß. Dorthin sollen 80.000 Musikfans gekommen sein. Bei beiden Events traten Musik-Größen wie die Toten Hosen, die Foo Fighters, Motörhead, Slipknot und The Prodigy auf.
"Rock am Ring" fand diesmal übrigens nicht mehr am Ring statt: In den vergangenen Jahren strömten die Rockfans allsommerlich zum Nürburgring.
In diesem Jahr wichen die Veranstalter auf das Gelände eines ehemaligen Militärflugplatzes in Mendig in Rheinland-Pfalz aus, 30 Kilometer vom alten Veranstaltungsort entfernt. Rund um die alte Flugbahn schlugen Zehntausende Rockfans ihre Zelte auf, wie diese Luftaufnahme zeigt.
Beste Stimmung: Am Freitag genossen die Rockfans das Festivalprogramm in vollen Zügen. Von einem Unwetter war da noch nichts zu spüren.
Ein ganz anderes Bild am nächsten Morgen. In der Nacht zum Samstag schlugen Blitze ein, das Programm musste abgebrochen werden, 33 Menschen wurden leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. Ihnen geht es laut Veranstalter aber wieder gut.
Und das bisschen Wind kann vielleicht ein Zelt erschüttern, nicht aber den hartgesottenen Festivalbesucher. Am Samstagnachmittag feierten die knapp 90.000 Rockfans dann wieder wie geplant. "Die Stimmung ist gut", sagte ein Polizeisprecher.
Das Unwetter war schnell vergessen. Dafür sorgte auch die Hip-Hop-Formation Deichkind, die am Samstag auf der Bühne stand. Mit riesigem Hirn,...
... eckigen Köpfen und sehr unorthodoxen Instrumenten.
Das inspirierte einige Fans, die sich ebenfalls leuchtende streng geometrische Kopfbedeckungen aufsetzen.
Bevor das Festival zu Ende ging, kam er auf die Bühne: Der deutsche Rapper Marsimoto ist hier bei seinem Auftritt am Sonntag zu sehen
Zahllose Fans verfolgen dicht gedrängt das Konzert.
So ein straffes Festival-Programm kann ganz schön anstrengend sein. Diese "Rock am Ring"-Besucherin macht es richtig und schützt ihren Kopf vor der Sonne. Sowohl in der Eifel als auch in Nürnberg mussten viele Rockfans über das ganze Wochenende hinweg wegen Sonnenbränden oder Sonnenstichen behandelt werden.