Eingebaute Katastrophe Von der Isolierung zum Inferno
Haus mit Brandschaden im niedersächsischen Garbsen (April 2012): Keine verschärften Brandschutzregeln für Polystyrol.
Verkohltes Styropor an einer Fassade in Frankfurt (Mai 2012): Kritiker halten Polystyrol für zu leicht entflammbar.
Kahle Häuserwände: Die Wärmedämmung an den Fassaden der Häuser in Delmenhorst ist komplett verbrannt, nur noch Klebereste sind zu sehen.
Großbrand in Delmenhorst am 11. Juni 2011: Fünf Mehrfamilienhäuser wurden bei dem Feuer zerstört. Die mit Styropor gedämmten Fassaden hatten Feuer gefangen, der Brand griff rasch auf die hölzernen Dachstühle mehrerer Gebäude über.
Simulierter Zimmerbrand in der Materialprüfanstalt Braunschweig: 20 Minuten hätte die Dämmung den Flammen standhalten müssen. Doch sie fing so schnell Feuer, dass der Versuch bereits nach acht Minuten abgebrochen werden musste. Am Boden unter der Versuchswand hatte sich ein Feuer aus brennend abtropfendem Polystyrol gebildet.
Verbrannte Siedlung: "Dass die Fassade anfängt zu brennen und von sich aus den Brand mit einer ganz starken Intensität weitertreibt und dann von der Fassade aus das Feuer in weitere Wohnungen reinläuft - das ist schon ein Fall, der Gott sei Dank sonst nicht vorkommt".
Feuerwehr im Großeinsatz (Delmenhorst, 11. Juni 2011): "Wenn die Bewohner um das Brandrisiko wüssten, würden sie wohl deswegen auf die Straße gehen."
Ruinen nach dem Brand: Jugendliche hatten in einer Wohnanlage im niedersächsischen Delmenhorst zwei Müllcontainer angesteckt. Zur Katastrophe wurde das Feuer aber vermutlich, weil die Wärmedämmung die Flammen beschleunigte.