Einzelkritik Bayern München - DER SPIEGEL
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Bayern in der Einzelkritik Scharnier Schweinsteiger, Malocher Mandzukic

Der FC Bayern kann mit breiter Brust ins Viertelfinal-Rückspiel gehen - auch dank David Alaba, der den Traumstart sicherte. Abwehrchef Dante leistete sich eine Kerze, stand dann aber sicher. Wieder einmal bärenstark präsentierte sich Bastian Schweinsteiger.
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Manuel Neuer, Torwart: Hatte ähnlich wenig zu tun wie in der Bundesliga. Stand in der ersten Halbzeit fünf Meter vor seinem Sechzehner, erledigte einen Sprint an die Seitenlinie souverän. Musste in der 69. Minute dann gleich zweimal eingreifen, wehrte die Schüsse Turins aber sicher ab. Wieder einmal ein recht gemütlicher Abend für den Nationaltorwart.

Foto: dapd
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Philipp Lahm, Abwehr: Sein Fehlpass in der 13. Minute führte zu einer guten Chance für Turin, der Schuss von Arturo Vidal ging aber knapp am Bayern-Tor vorbei. Danach gewohnt aufmerksam, drängte auf der rechten Seite immer mehr nach vorne, weil er in der Defensive kaum gefordert war. Souveräne Partie des Kapitäns.

Foto: Dennis Grombkowski/ Bongarts/Getty Images
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Dante, Abwehr: Erstaunte das Publikum mit einer Kerze in der achten Minute, die folgenlos blieb. Danach war der Brasilianer wieder einmal ein souveräner Rückhalt für die Bayern im Abwehrzentrum. Wirkte bei den gefährlichen Eckbällen Turins allerdings wie seine Kollegen nicht ganz sicher.

Foto: Joern Pollex/ Bongarts/Getty Images
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Daniel van Buyten, Abwehr: Löste die Defensivaufgaben mit stoischer Ruhe, strahlte neben Dante selbst auf hohem Champions-League-Niveau eine Sicherheit aus, die er früher oft nicht hatte. Nutzte zur Spieleröffnung manchmal unnötige lange Bälle. Wird aber bei den Bayern nicht daran gemessen. Gutes Spiel des Belgiers bis auf kleine Unsicherheiten bei den Eckbällen Turins.

Foto: Joern Pollex/ Bongarts/Getty Images
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David Alaba, Abwehr: Die Nummer 27 der Bayern traf nach exakt 26 Sekunden aus 30 Metern zum 1:0 für die Bayern. Der traumhafte Start für den jungen Österreicher passte zur bislang so starken Saison des Linksverteidigers. Wurde dann allerdings etwas leichtfertig, fabrizierte mehrere unnötige Fehlpässe in der Defensive. Spielte später wieder besser, war vorne zudem bei einigen Flanken gefährlich.

Foto: dapd
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Luiz Gustavo, Mittelfeld: Zeigte exakte Pässe beim Spielaufbau, eine gute Übersicht und sicheres Stellungsspiel. Versuchte oft aber zunächst glücklos, sich zudem selbst ins Offensivspiel der Bayern einzuklinken. Dann aber schmückte sein Fernschuss in der 63. Minute, den Buffon abprallen ließ, Gustavos starke Leistung. Er ermöglichte erst das 2:0 durch Thomas Müller.

Foto: KAI PFAFFENBACH/ REUTERS
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Bastian Schweinsteiger, Mittelfeld: Überzeugte in der ersten Halbzeit als Scharnierspieler zwischen Offensive und Abwehrreihe, stiebitzte den Juve-Spielern mehrmals die Bälle, als sie gerade am Sechzehner der Bayern angekommen war. Dirigierte, forderte die Bälle, war überall zu finden. In der zweiten Halbzeit wurde er noch stärker. Erneut eine überragende Leistung des Regisseurs.

Foto: GUENTER SCHIFFMANN/ AFP
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Toni Kroos, Mittelfeld (bis 16. Minute): Fasste sich nach einem Laufduell mit Juve-Mittelfeldspieler Stephan Lichtsteiner in der 14. Spielminute an den Oberschenkel, humpelte danach gestützt von zwei Betreuern vom Feld, erste Diagnose: Doppelter Muskelbündelriss im Adduktorenbereich. Der Offensivmann wird den Bayern lange fehlen.

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Arjen Robben, Mittelfeld (ab 16. Minute): Zunächst nur Ersatzspieler. Kam dann unverhofft durch Kroos' Verletzung auf das Feld und hätte zwei Minuten nach seiner Einwechslung fast das 2:0 für die Bayern erzielt. Hätte noch vor der Pause eine weitere Möglichkeit nutzen müssen. Oft am Ball, manchmal zu lange. Dem Holländer fehlte mitunter das richtige Abspieltiming. Half aber in der zweiten Halbzeit vermehrt in der Abwehr mit, was ihm Sympathien zurückbrachte.

Foto: AP/dpa
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Franck Ribéry, Mittelfeld (bis 92. Minute): Der erste gefährliche Schuss des flinken Franzosen ging in der 20. Minute nur Zentimeter am Tor Gianluigi Buffons vorbei. Enorm lauffreudig, stellte die Juve-Abwehr vor kaum lösbare Rätsel. Meist nur durch Fouls zu stoppen. In der zweiten Halbzeit tauchte er etwas ab.

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Xherdan Shaqiri (ab 92. Minute): Konnte sich in seinen 30 Sekunden Einsatzzeit nicht mehr auszeichnen.

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Thomas Müller, Mittelfeld: Rückte nach Kroos' Auswechslung von der rechten Offensivseite ins Zentrum, war dort extrem präsent. Fand oft den freien Mitspieler und belohnte sich später selbst mit seinem Tor zum 2:0. Bekam zudem die Sonderaufgabe, Juve-Regisseur Andrea Pirlo zu bewachen und dessen Kreise einzuzäunen, was ihm hervorragend gelang. Schoss am Ende fast noch das 3:0, doch die Krönung fehlte.

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Mario Mandzukic, Angriff (bis 90. Minute): Emsig, mit gutem Auge für den Mitspieler. Half selbstlos auch in der Abwehr mit, sah dabei aber nach einem rüden Foul an Juve-Offensivspieler Arturo Vidal die gelbe Karte. Traf nicht selbst, zeigte aber seine Qualitäten als Vorbereiter, als er Müller vor dessen Tor den Ball zupasste.

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Mario Gomez, Sturm (ab 90. Minute): Durfte für Mandzukic aufs Feld sprinten und sich drei Minuten lang zeigen. Mehr auch nicht.

Foto: MICHAEL DALDER/ REUTERS
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