Einzelkritik Borussia Dortmund - DER SPIEGEL
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Dortmund in der Einzelkritik Druckvoller Maskenmann, fehlerfreies Chamäleon

Borussia Dortmund scheiterte in Malaga am Toreschießen: Vor allem Mario Götze erwischte einen gebrauchten Tag. Marcel Schmelzer beeindruckte nicht nur durch seinen Kopfschmuck, Kevin Großkreutz durch seine Flexibilität.
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Roman Weidenfeller, Tor: War häufig gefordert, zeigte dabei einmal mehr, dass er mittlerweile ein herausragender Torwart ist. Seine Rettungstat gegen Saviola war stark, seine Parade beim Kopfball von Baptista und beim Schuss von Isco überragend. Hatte allerdings auch sehr viel Glück als er einen Flankenball völlig unnötig fallen ließ und Marcel Schmelzer in höchster Not klären musste.

Foto: AP/dpa
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Lukas Piszczek (Archivbild), Abwehr: Kämpft seit Wochen mit Hüftproblemen, was sich insbesondere bei seinen Seitwärtsbewegungen bemerkbar macht. Wirkt derzeit dadurch nicht so spritzig, was ihn allerdings nicht daran hindert, Kilometer um Kilometer abzureißen. Kämpferisch ein absolutes Vorbild.

Foto: dapd
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Neven Subotiv, Abwehr: Wird in Abwesenheit des verletzten Mats Hummels zunehmend zum Abwehrchef. Klärt dabei selbst ziemlich freie Bälle extrem rustikal, haut sich schonungslos in jeden Zweikampf. Im Spielaufbau allerdings mit großen Defiziten und Unsicherheiten.

Foto: Marius Becker/ dpa
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Felipe Santana, Abwehr: Wirkt noch deutlich grobschlächtiger als Subotic. Allerdings kaschiert der Brasilianer seine technischen und motorischen Schwächen zumeist durch sein sehr intelligentes Stellungsspiel. Bei schnellen Pässen in die Schnittstellen der Abwehr, wie von Malaga teilweise in Perfektion gezeigt, fehlten Santana häufig die Lösungsansätze.

Foto: AP/dpa
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Marcel Schmelzer, Abwehr: Der Maskenmann, der nach einem Nasenbeinbruch den Gesichtsschutz tragen musste, war einer der stärksten Dortmunder. Nahm dem spanischen Wunderspieler Isco und dem ausgebufften Joaquin immer wieder die Lust am Spiel. Schmelzer schaltete sich zudem in beinahe jeden Angriff der Borussia ein und erzeugte so extremen Druck auf die Abwehr Malagas.

Foto: Jorge Guerrero/ AFP
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Ilkay Gündogan, Mittelfeld: Seine Übersicht ist manchmal erschreckend gut. Löst sich immer wieder mit 360-Grad-Drehungen aus Drucksituationen und schafft es dabei trotzdem, gefährliche Pässe über zig Meter zu seinen Mitspielern zu spielen. Zeigte aber gegen Saviola auch, dass er Probleme im Verteidigen von engen Dribblings hat. Konnte sich beim Außennetz bedanken, das Saviola traf, statt die Führung für die Andalusier zu erzielen (7.).

Foto: JOSE JORDAN/ AFP
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Sebastian Kehl, Mittelfeld (bis 80. Minute): Sein erster Einsatz nach vierwöchiger Verletzungspause zeigte gleichzeitig, welch hohe Wertschätzung der BVB-Kapitän bei Trainer Jürgen Klopp genießt. Kehl zahlte das Vertrauen des Coaches mit einer starken Leistung zurück. Wirkte dabei wie das Gas- und Bremspedal des BVB, steuerte dadurch immer wieder die Angriffe der Dortmunder.

Foto: Marcelo del Pozo/ REUTERS
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Sven Bender (Archivbild), Mittelfeld (ab 80. Minute): Wurde in der 80. Minute für Sebastian Kehl eingewechselt und konzentrierte sich wie gewohnt zuverlässig auf seinen Abräumerpart vor der Abwehr.

Foto: Oliver Hardt/ Bongarts/Getty Images
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Kevin Großkreutz, Mittelfeld: Der Ur-Dortmunder erinnert immer mehr an ein Chamäleon. Passt sich dem Raum, der Situation und der zu spielenden Position an, ohne sein Umfeld dabei zu verändern. Man könnte auch sagen: Er macht nichts falsch ist ansonsten aber auch nicht zu sehen. Insgesamt zeigte Großkreutz einen unscheinbaren aber laufintensiven Auftritt.

Foto: David Ramos/ Getty Images
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Mario Götze, Mittelfeld (bis 90. Minute): Vielleicht hätte dieses Spiel auch noch drei weitere Tage andauern können, Götze hätte wohl kein Tor mehr erzielt. Hatte drei glasklare Chancen, um den BVB in Führung zu bringen. Scheiterte allerdings beim Abschluss mehr an sich als am Torwart der Spanier. Ein rabenschwarzer Tag für den jungen Dortmunder.

Foto: Daniel Perez/ dpa
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Oliver Kirch (Archivbild), Mittelfeld (ab 90. Minute): Kam in der 90. Minute für Mario Götze und schnupperte so noch etwas Champions-League-Luft.

Foto: PATRIK STOLLARZ/ AFP
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Marco Reus, Mittelfeld (bis 69. Minute): Hatte immer mal wieder starke Szenen wie etwa den Freistoß, den er in der 32. Minute aus 17 Metern knapp neben den Pfosten setzte. Auch sein Schuss aus der 25. Minute war gefährlich. Dazwischen tauchte Reus aber auch sehr viel ab, ließ sich extrem weit in die eigene Hälfte zurückfallen. Wirkt derzeit überspielt, müde, zeigt seine frechen Dribblings und Abschlüsse zu selten.

Foto: JOSE JORDAN/ AFP
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Julian Schieber (Archivbild), Mittelfeld (ab 69. Minute): Kam in der 69. Minuten für Marco Reus und hatte keinen nennenswerte Szene mehr.

Foto: INA FASSBENDER/ REUTERS
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Robert Lewandowski, Angriff: Malagas Abwehrspieler Martin Demichelis wird heute Abend wohl einige Kühlpakete benötigen, um die vielen Prellungen, die ihm Lewandowski zugefügt hat, zu behandeln. Der Noch-Dortmunder schmiss sich insbesondere in der ersten Halbzeit in jeden Zweikampf, erkämpft dadurch sehr gute Tormöglichkeiten für seine Mitspieler. In der 47. Minute hätte Lewandowski allerdings auch selbst treffen müssen, stattdessen verstolperte er völlig unbedrängt den freien Ball.

Foto: David Ramos/ Getty Images
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