Einzelkritik BVB: Sokratis, der Dirigent - DER SPIEGEL
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Einzelkritik BVB Sokratis, der Dirigent

Borussia Dortmund enttäuschte beim torlosen Remis gegen Schalke vor allem in der Offensive. Mario Götze fand lange nicht statt. Immerhin Sokratis konnte im Abwehrzentrum überzeugen.
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Roman Bürki, Tor: Nach einer ruhigen ersten Halbzeit, in der Bürki nur einmal eingreifen musste, hatte der Schweizer in der 49. Minute seinen großen Auftritt. Beim Schuss des aufgerückten Kolasinac reagierte der Torwart stark und bewahrte den BVB vor einem Rückstand. Danach nur noch als Anspielstation für die Innenverteidiger gefragt.

Foto: Stuart Franklin/ Bongarts/Getty Images
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Felix Passlack, Abwehr (bis zur 72. Minute): Der 18-Jährige ist wohl am ehesten gemeint, wenn Trainer Thomas Tuchel davon spricht, seinen Youngstern eigentlich mal eine Pause gönnen zu wollen. Aber ohne Schmelzer und dem auf der Bank sitzenden Raphaël Guerreiro musste Passlack erneut ran und hatte auf der linken Seite defensiv viele Probleme. Wurde verständlicherweise als erster BVB-Spieler gegen Guerreiro ausgewechselt.

Foto: PATRIK STOLLARZ/ AFP
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Raphael Guerreiro, Abwehr (ab der 72. Minute, Archivbild): Der Portugiese führte sich nach seiner Einwechslung für Passlack gut ein und zeigte mit seiner offensiveren Ausrichtung sofort, warum ihn Tuchel vor seiner Verletzung überwiegend im Mittelfeld eingesetzt hatte. Spielte einige kluge Pässe und rückte in den Schlussminuten für Dembélé ins zentrale Mittelfeld.

Foto: Lars Baron/ Bongarts/Getty Images
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Sokratis, Abwehr: In Vertretung von Marcel Schmelzer trug der Grieche wieder die Kapitänsbinde - und war ein würdiger Anführer. Sokratis schaute schon bei der Seitenwahl genervt, dirigierte seine Nebenleute gestenreich, legte sich schon mal mit Schiedsrichter Felix Brych an und war auch in seinem eigentlichen Betätigungsfeld sehr gut. Der Innenverteidiger klärte aufmerksam gegen Schöpf (21.) und bereitete mit seiner Balleroberung in der 29. Minute eine der wenigen guten Dortmunder Angriffe im ersten Durchgang vor. Einer der besten BVB-Profis.

Foto: THILO SCHMUELGEN/ REUTERS
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Matthias Ginter, Abwehr: Spielt sich mehr und mehr als zweiter Innenverteidiger neben Sokratis fest – Zugang Marc Bartra dürfte es in den kommenden Wochen schwer haben. Ginter überzeugte mit seiner unaufgeregten Art, eroberte wichtige Bälle und leistete sich keine Fehler.

Foto: PATRIK STOLLARZ/ AFP
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Lukasz Piszczek, Abwehr: Das Dortmunder Zentrum war dicht, deshalb wäre eine Verlagerung auf die Außen sinnvoll gewesen. Piszczek war dabei in der Offensive jedoch keine große Hilfe, der Pole kam im ersten Durchgang nie bis zur Grundlinie, seine einzige Flanke brachte nichts ein. Defensiv immerhin aufmerksam. Im zweiten Durchgang auch im Spiel nach vorne verbessert, so bereitete Piszczek mit einer Flanke den Lattenschuss von Dembélé vor.

Foto: THILO SCHMUELGEN/ REUTERS
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Julian Weigl, Mittelfeld: Es war nicht das Spiel des Dortmunder Taktgebers. Das lag zum einen an der frühen Gelben Karte (12.) und einem weiteren Foul in der 20. Minute - Weigl wirkte in den Zweikämpfen gehemmt. Noch viel mehr nahm den Jungstar aber die Schalker Sonderbewachung aus dem Spiel. Vor allem Di Santo, aber auch Meyer ließen Weigl überhaupt keinen Platz, so konnte er fast keine Vertikalpässe spielen. Hatte wieder die meisten Ballkontakte und wurde nach der Pause im Passspiel effektiver.

Foto: THILO SCHMUELGEN/ REUTERS
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Shinji Kagawa, Mittelfeld (bis zur 79. Minute): Der Japaner ist einer der Derby-Spezialisten im BVB-Kader, nicht erst seit seinen beiden Toren in der vergangenen Saison. Die Rückkehr in die Startelf war daher nachvollziehbar, Routine konnte Tuchel gut gebrauchen. Doch Kagawa sah früh Gelb und brachte keinerlei Struktur ins Spiel der Dortmunder. Trotz leichter Verbesserung gegen André Schürrle ausgetauscht.

Foto: Dean Mouhtaropoulos/ Bongarts/Getty Images
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André Schürrle, Mittelfeld (ab der 79. Minute, Archivbild): Der Nationalspieler hatte erst zwei Tage mit der Mannschaft trainiert, rückte aber trotzdem sofort in der Kader. Kam für Kagawa, rückte auf die linke Seite, hatte aber keine nennenswerte Szene mehr.

Foto: Alexander Hassenstein/ Bongarts/Getty Images
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Mario Götze, Mittelfeld: Nach dem zumindest teilweise ansprechenden Pokalspiel gegen Union Berlin tauchte Götze im Derby lange völlig ab. In der Anfangsphase leistete sich der Rückkehrer einige unnötige Ballverluste und war dann bis zur Pause kein Faktor mehr in der Dortmunder Offensive. Götze konnte sich in der verbesserten Dortmunder Mannschaft mit seiner Orientierungslosigkeit im zentralen Mittelfeld auch im zweiten Durchgang zunächst nicht steigern. Hatte in der 73. Minute nach dem Doppelpass mit Dembélé seinen großen Auftritt, scheiterte aber aus kurzer Distanz an Fährmann.

Foto: Stuart Franklin/ Bongarts/Getty Images
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Ousmane Dembélé, Mittelfeld (bis zur 87. Minute): Im Pokal unter der Woche wurde Dembélé nach einer Erkältung erst eingewechselt. Gegen Schalke stand er wieder in der Startelf, aber dem Franzosen war am ehesten der Kräfteverschleiß anzumerken. Nach einigen schlechten zweiten Ballkontakten in der Anfangsphase tauchte er bis zur Pause völlig ab. Wie seine Teamkollegen wirkte auch der 19-Jährige nach dem Wechsel aufgerüttelt - Dembélé weckte das gesamte Stadion mit seinem Lattenschuss (53.). Auch im weiteren Spielverlauf deutlich aktiver, wurde dann aber kurz vor Schluss gegen Sebastian Rode ausgewechselt.

Foto: Bernd Thissen/ dpa
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Sebastian Rode, Mittelfeld (ab der 87. Minute, Archivbild): Kam für Dembélé, rückte aber in die Viererkette, damit Guerreiro in der Schlussphase ins Mittelfeld konnte. Das sagt alles über seinen derzeitigen Stellenwert bei Tuchel.

Foto: PATRIK STOLLARZ/ AFP
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Christian Pulisic, Mittelfeld: Wie die gesamte Dortmunder Mannschaft konnte sich auch der junge US-Amerikaner in der ersten Halbzeit offensiv überhaupt nicht in Szene setzen. Immerhin half Pulisic auf der rechten Defensivseite viel aufmerksamer mit als auf der anderen Seite Dembélé - Schalke entwickelte über links kaum Gefahr. Nach der Pause aktiver, wirkte in der Schlussphase aber sehr ausgepumpt.

Foto: Dean Mouhtaropoulos/ Bongarts/Getty Images
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Pierre-Emerick Aubameyang, Angriff: Im gesamten Stadion war vor dem Anpfiff die Erleichterung zu spüren: Topscorer Aubameyang konnte nach seiner Wadenverletzung auflaufen. Doch dann folgte eine völlig enttäuschende erste Halbzeit, wofür der Stürmer nur bedingt etwas konnte. Bei hohen Bällen war der Gabuner gegen Naldo chancenlos, flache Zuspiele bekam der 27-Jährige viel zu selten und so hatte er nur sieben Ballkontakte. Das Resultat war kein einziger Torschuss vor der Pause – nicht von Aubameyang, sondern von der gesamten BVB-Mannschaft. Nach der Pause steigerte sich auch der Angreifer. Aubameyang setzte bei seiner besten Torchance in der 81. Minute eine Volleyabnahme neben das Tor.

Foto: Stuart Franklin/ Bongarts/Getty Images
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