Eiskunstlaufen Wie Bruder und Schwester
Sie sind Deutschlands bestes Eiskunstlaufteam: die aus der Ukraine stammende Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy aus Greifswald.
Beide gewannen auf Anhieb 2004 die Deutsche Meisterschaft - und diesem Titel sollten noch viele folgen.
Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver gewann das Team die Bronzemedaille - doch zufrieden waren die beiden nicht. Sawtschenko hatte den Toeloop nur zweifach gesprungen, Szolkowy den Doppelaxel verpatzt - sonst wäre mehr drin gewesen.
"Das Gold ist weg, alles andere ist egal. Ich bin sauer. Das ist so traurig, dass man das, was auf dem Tablett liegt, nicht genommen hat", sagte der Trainer der beiden, Ingo Steuer, damals.
Sawtschenko begann schon im Alter von drei Jahren mit dem Eislaufen, Szolkowy erst mit vier.
Die Olympischen Winterspiele in Sotschi sind ihr großes Finale, danach werden beide nicht mehr gemeinsam antreten. Noch will sich Szolkowy aber keine Gedanken darüber machen: "Das kommt erst später, nach den Spielen, wenn man dasitzt und sich sagt: Das war's jetzt also?"
In Sotschi laufen beide ihre Kür zur Musik von Tschaikowskis Nussknacker-Suite. Der Ort der Spiele, Russland, hat bei der Auswahl "schon eine gewisse Rolle gespielt", sagt Sawtschenko: "Aber an erster Stelle steht, dass die Musik uns selber überzeugen muss. Nur so merkt das Preisgericht, dass wir mit voller Hingabe laufen. Danach geht es erst darum, ob auch die Zuschauer glücklich sind."
Privat sind die beiden übrigens kein Paar: "Bei mir war es immer so: Meine Partnerin auf dem Eis war nie meine Freundin. Ich könnte es mir nicht vorstellen, mit meiner Freundin beruflich zusammenzuarbeiten", sagt Szolkowy.