Winterschwimmer Kein Angst vor Eisschollen
Minus 30 Grad Lufttemperatur: Nur in Badehose springen diese beiden russischen Eisschwimmer in den Jenissei, ein Fluss in Sibirien.
Schwimmer vor dem Perito-Moreno-Gletscher im Süden von Argentinien: Eisschwimmen ist auf der ganzen Welt beliebt.
Auch in China hat das Eisschwimmen Tradition, hier in Changzhi in der Provinz Shanxi.
Für die ersten Winter Swimming Championships in den USA im Bundesstaat Vermont wird das Becken von Eisstücken befreit. Meist wird für die Wettkämpfe eine 25-Meter-Bahn ins Eis gesägt.
Auch in der Antarktis sind Schwimmer schon ins Wasser gesprungen - wie etwa der südafrikanische Freiwasserschwimmer Ram Barkai.
Hier ein Winterschwimmen in Wladiwostok, Russland. Oft sind die Distanzen aber kurz - zwischen 25, 50 oder maximal 450 Metern - viele Veranstaltungen haben eher Volkssportcharakter und sind nicht immer auch leistungsorientiert.
Auch im russischen St. Petersburg ist kaltes Wetter kein Grund für einen Hallenbadbesuch.
Sprung in Eiseskälte: Vor Eisbergen geht ein Schwimmer auf eine 1000-Meter-Strecke. Das Bewältigen von langen Distanzen ist dagegen eine recht junge Disziplin.
Christof Wandratsch, hier beim Durchschwimmen des Ärmelkanals, gehört zu den besten Eisschwimmern. Als erster Deutscher hat er die Eismeile absolviert - knapp über 1600 Meter.
Als erste deutsche Frau hat sich die Läuferin Steffi Praher an die Eismeile gewagt. Für den Notfall stehen Rettungskräfte bereit. Untrainierte Menschen bekommen in dem eiskalten Wasser sofort Atemnot.
Nach den Regeln der International Ice Swimming Association (IISA) muss beim Eisschwimmen normale Badekleidung getragen werden - mit Schwimmbrille und Badekappe. Neopren ist verboten.
Beim Eisschwimmen muss das Wasser kälter als fünf Grad sein, erst dann wird die Leistung von der IISA gewertet. Praher absolvierte die Strecke in knapp 43 Minuten.
Sicherheit ist beim Eisschwimmen wichtig: "Ich bin im Training einmal mit Unterkühlung dritten Grades aus dem Wasser", sagt die 32-Jährige.