Elbrus im Kaukasus Der eisige Riese
Bergsteiger am Elbrus: Wie viele jährlich versuchen, den Gipfel zu erklimmen, ist unklar. Die Kletterer werden nicht registriert. Schätzungen zufolge sind es Tausende.
Der 5642 Meter hohe Elbrus im Kaukasus ist der höchste Berg Europas - ein Brocken aus Eis mit 22 Gletschern und entsprechend vielen Spalten.
Die zwei Gipfel des Vulkans stechen ebenförmig, fast gleichgroß und strahlend weiß aus der Landschaft der abgelegenen Region Kabardino-Balkarien heraus.
Am Elbrus-Südhang gibt es auch ein Skigebiet. Bis auf 3800 Meter Seehöhe kann daher jedermann mit der Seilbahn nach oben fahren, ganz bequem in der Umlaufgondel.
Von da hat dann jeder die Wahl: Weitergehen oder die Pistenraupe nehmen, die einen auf bis zu 5100 Meter fährt.
Doch auch für diejenigen, die sich fahren lassen, ist eine vorherige Akklimatisierung unumgänglich - sonst kann die Unternehmung schnell lebensgefährlich werden.
Die Infrastruktur am Elbrus ist in den vergangenen Jahren immer besser geworden. Es gibt inzwischen sogar beheizte Hütten mit Wlan.
Im Hintergrund sind die gewaltigen Gipfel des Kaukasus zu sehen während die Bergsteiger auf einer Akklimatisierungstour unterwegs sind.
Die Bergführerin Liza Pahl führt bereits seit 23 Jahren Touristen auf den Elbrus. Sicherheit geht ihr über alles, ihr Erfolgsrezept: Langsamkeit.
Nahe der Endstation der Seilbahn auf 3700 Metern stehen riesige runde Fässer, die so genannten "Botschki", in denen Wanderer nächtigen sollen.
Autor Claus Hecking auf dem Gipfel des Elbrus: Er hat sich gegen die Pistenraupe entschieden und hat den höchsten Punkt Europas aus eigener Kraft erreicht.
Einige Bergsteiger sind so überwältigt, dass sie auf die Knie fallen, wenn sie den Gipfel erreichen.