Elefantenvogel Groß, schwer, ausgestorben
Forscher haben das Skelett eines Elefantenvogels analysiert. Die Tiere lebten auf Madagaskar und gelten als die größten Vögel der Erde, heißt es in der Studie. Sie sind aber ausgestorben.
Elefantenvögel konnten bis zu drei Metern groß und 400 Kilogramm schwer werden. Aber offenbar hat der Mensch schon sehr früh Jagd auf sie gemacht, zeigen Spuren von Steinwerkzeugen an den Knochen.
Die Forscher analysierten den Unterschenkelknochen eines Vogels. Marker an dem Knochen interpretierten sie als typische Spur von Steinklingenwerkzeugen der damaligen Zeit.
Sie entstanden wohl zum Todeszeitpunkt des Tiers, schreiben die Forscher.
Die Studie führten unter anderen Pat Wright und James Hansford durch.
Detailaufnahme einer der Kratzspuren: Die Ergebnisse sind noch aus einem anderen Grund bemerkenswert. Denn sie datieren die Ankunft der frühesten bisher nachgewiesenen Menschen auf Madagaskar 6000 Jahre früher als bisher angenommen.
Die Ergebnisse gelangen den Forschern durch Datierungen des Skeletts und eingehende morphologische Analysen der Knochen.
Elefantenvogel als Zeichnung im Größenvergleich (li.): Die Tiere starben irgendwann zwischen 1000 nach Christus und der europäischen Kolonialisierung aus. Letzte Exemplare sollen angeblich noch im 17. Jahrhundert gesichtet worden sein.
Die Eier der Tiere sind riesig. Einige wenige Exemplare sind erhalten. Sie sind heute unter Fossiliensammlern beliebt. 2013 wurde ein Exemplar für mehr als 100.000 Dollar versteigert.