Elektro-Minimobil CarrE Man steht sofort drauf
Mit lockeren Knien und ein bisschen Übung kann man CarrE allein durch Gewichtsverlagerung steuern. Das Prinzip kennt man vom Segway - oder vom Skifahren.
Die erste Hürde hat Kilian Vas genommen, jetzt hofft der Erfinder des CarrE darauf, dass der Prototyp bei Ford durch die Instanzen fährt und irgendwann in den Handel kommt. Dann soll er mehr als ein Hoverboard, aber weniger als ein E-Bike kosten.
CarrE wird zum Lastesel und folgt Vals auf Schritt und Tritt. Mit Sensoren, wie sie auch für die Einparkhilfe genutzt werden, erkennt der Roboter Hindernisse, weicht aus oder bleibt stehen.
Erfinder Kilian Vals demonstriert, dass man den Namen CarrE auch wörtlich nehmen kann: Nur etwa zehn Kilo schwer, lässt sich die Mobilitätshilfe leicht von Ort zu Ort tragen.
Mit der dazugehörigen App wird das Smartphone zum Bordcomputer und zeigt zum Beispiel den Ladezustand der Lithium-Ionen-Akkus, die für etwa eine halbe Stunde an die Steckdose müssen und dann für 20 Kilometer reichen.
Auch den sogenannten Teather-Mode kann man am Handy aktivieren. Dann folgt der Roboter seinem Besitzer wie ein Hund an einer virtuellen Leine.
Als dritten Betriebsmodus hat Vals eine ganz normale Fernsteuerung entwickelt.
Als Hightech-Kofferträger kann das Gerät bis zu 130 Kilo transportieren.
Diese Grafik zeigt den Aufbau des CarrE - mit zwei Elektromotoren und einem Akku für knapp 20 Kilometer.
Mit CarrE könnte Ford die sogenannte letzte Meile überbrücken - vorausgesetzt der knapp 20 km/h schnelle Roboter bekommt grünes Licht aus dem Vorstand.
Zwei Räder werden angetrieben, zwei sind so konzipiert, dass sie in alle Richtungen rollen. Deshalb kann CarrE auch auf der Stelle wenden.
Mit einem Durchmesser von 50 Zentimetern ist CarrE so konzipiert, dass sie problemlos in die Reserverad-Mulde passt und dort mit entsprechender Stromversorgung auch geladen werden könnte.