Sieg gegen Belgien Typisch Italien
Italien feiert einen Achtungserfolg: Der Europameister von 1968 ist mit einem 2:0-Sieg (1:0) gegen Belgien in die EM gestartet. Gegen den Titel-Mitfavoriten sorgte Torschütze Emanuele Giaccherini (r.) für das 1:0, Verteidiger Leonardo Bonucci (l.) für die Vorarbeit. Der Treffer zum Endstand gelang Graziano Pellè in der Nachspielzeit.
Die Roten Teufel sind da: Zahlreiche mitgereiste Belgier ließen sich auch von Blitz, Donner und Sturzregen nicht stoppen, sie sorgten genauso wie die vielen Italiener bereits Stunden vor dem Anpfiff für gute Stimmung im Stadion.
Links der jüngste Kapitän der EM, rechts ein Abwehr-Routinier: Eden Hazard (25 Jahre) im Zweikampf mit Italiens Andrea Barzagli (35 Jahre). Es war ein umkämpftes Duell.
Mann in schwarz: Für Italiens modischen Trainer Antonio Conte war das Belgien-Spiel der Beginn vom Ende. Nach der EM wird Giampiero Ventura Coach der Squadra Azzurra. Mit der Leistung seiner Elf konnte der Noch-Trainer zufrieden sein: hinten sicher, vorne eiskalt.
Chance genutzt: In der 32. Minute veredelte Emanuele Giaccherini einen genialen Pass von Bonucci zur 1:0-Führung.
Sehenswert angenommen, kaltschnäuzig abgeschlossen - das Tor vom 31 Jahre alten Mittelfeldspieler vom FC Bologna ging in Ordnung.
Wirkte unglücklich: Der ehemalige Bundesliga-Spieler Kevin De Bruyne konnte lange wenig Akzente setzen und hatte es gegen die giftigen Italiener schwer. In der 53. Minute blitzte sein Können aber auf.
Da hatte der Profi von Manchester City eine Großchance für Romelu Lukaku mit einem feinen Pass vorbereitet. Der Schuss des freistehenden Angreifers flog schließlich knapp über das Tor.
Eine weitere gute Chance auf den Ausgleich vergab Divock Origi in der 82. Minute. Der Stürmer vom FC Liverpool setzte den Ball per Kopf knapp vorbei.
Entscheidung in der Nachspielzeit: Pellè vollendet eine Flanke von rechts per Direktabnahme - das 2:0 war der Endstand. Italien hat jetzt richtig gute Chancen den ersten Platz in der Gruppe E zu erreichen.