Bilanz der EM-Gruppenphase Die Highlights der Vorrunde in Bildern
Nass oder stumpf: Bundestrainer Joachim Löw checkte den Rasen im Stadion von Lemberg, damit seine Spieler auch ja nicht aufgrund der Unterlage benachteiligt würden. Viel wurde geschimpft über das Grün in den EM-Stadien - doch ob die Geschwindigkeitsarmut tatsächlich daran lag?
Duell auf Augenhöhe: Für einen Höhepunkt sorgte die Partie zwischen Italien und Spanien (1:1). Die Azzurri, vor dem Turnierstart von heftigen Problemen gebeutelt, hielten den Weltmeister ordentlich auf Trab.
Torjubel der besonderen Art: Mario Gomez strafte seine Kritiker mit drei Toren Lügen - und die Treffer konnten sich wirklich sehen lassen. Das konnte auch...
...Gomez' Teamkollege Sami Khedira. Der Mittelfeldspieler von Real Madrid agierte und dirigierte fehlerfrei. Er ersetzte das, was Bastian Schweinsteiger vermissen ließ. Aus der DFB-Elf nicht mehr wegzudenken.
Superstar mit zwei Gesichtern: Bei der EM zeigte sich Cristiano Ronaldo von sehr unterschiedlichen Seiten. Während er in den ersten beiden Spielen seines portugiesischen Teams enttäuschte,...
...schoss er die Portugiesen mit zwei Toren beim Sieg über die Niederlande beinahe im Alleingang ins Viertelfinale.
Nicht die feine Art: Bei auffällig vielen Kopfballduellen wurden die Ellenbogen ausgefahren - doch nur in den seltensten Fällen wurden diese Fouls von den Schiedsrichtern geahndet. Ähnlich überflüssig...
...wie der "Nichtangriffspakt" in der zweiten Halbzeit zwischen England und Frankreich (1:1). Das Spiel kam über weite Strecken einer Arbeitsverweigerung der Teams gleich.
Als erstes ausgeschieden: Die irische Mannschaft konnte in keinem der drei Gruppenspiele beweisen, dass es sich verdient für die EM qualifiziert hatte. Das versuchten die emsig feiernden irischen Fans wieder wettzumachen - vergebliche Mühe.
Vergeblich auch die Trauerarbeit Arjen Robbens mit seinem Mitspieler Wesley Sneijder: Der Vize-Weltmeister enttäuschte auf ganzer Linie. Sportlich brillant...
...war hingegen das Hackentor des Engländers Danny Welbeck gegen Schweden. Der bislang schönste Treffer der EM.
Wetterkapriolen: Mal war es zu heiß, dann zu nass - die klimatischen Bedingungen machten es Spielern und Organisatoren nicht leicht. Besonders heftig traf es das Spiel zwischen Frankreich und der Ukraine. Wegen Starkregens musste die Partie kurz nach dem Anpfiff für 40 Minuten unterbrochen werden.
Über die Rote Karte gegen den polnischen Wojciech Szczesny lässt sich streiten. Unfreiwilliger Profiteur war Polens Ersatztorwart Przemyslaw Tyton, der den anschließenden Elfmeter - den bislang einzigen des Turniers - von Giorgos Karagounis parierte.
Wielkie rozczarowanie - große Enttäuschung: Die polnische Mannschaft konnte nicht überzeugen, verdient schied die Mannschaft nach der Gruppenphase aus.