EM-Finale Neids verspäteter Triumphzug
Deutschland ist Europameister 2013! Im Finale besiegten die deutschen Fußballfrauen Norwegen knapp 1:0 (0:0).
Objekt der Begierde: Der EM-Pokal stand vor und während der Partie am Seitenrand des Spielfeldes in der Friends Arena von Solna.
Vor dem Finale wirkte Silvia Neid noch leicht angespannt. Auch während der Partie musste die Bundestrainerin lange zittern. Am Ende reichte es aber dank einer überragenden Torhüterin Nadine Angerer und einem Treffer von Anja Mittag zum Titel.
Kurz vor dem Anpfiff motivierten sich die DFB-Spielerinnen noch einmal gegenseitig.
Auf dem Platz agierte Deutschland von Beginn an offensiv (hier Stürmerin Celia Okoyino da Mbabi im Zweikampf mit Norwegens Marit Fiane). Bereits nach 58 Sekunden scheiterte Nadine Keßler mit einem Kopfball an der Latte.
In der Folge waren die deutschen Fußballfrauen zwar weiter das aktivere Team, größere Chancen blieben aber aus. Norwegen hatte dann sogar die große Möglichkeit zur Führung, doch DFB-Keeperin Nadine Angerer verhinderte Deutschlands Rückstand mit einem gehaltenen Elfmeter.
Nach dem Seitenwechsel kamen die Norwegerinnen zunächst besser ins Spiel. Deutschland geriet mehr und mehr unter Druck.
In die Drangphase der Norwegerinnen erzielte dann aber Anja Mittag die deutsche Führung.
Celia Okoyino da Mbabi hatte kurz nach der Führung sogar die Chance auf 2:0 zu erhöhen, scheiterte per Kopfball aber knapp.
Fast wäre Deutschlands fahrlässige Chancenauswertung bestraft worden. Wieder bekam Norwegen einen Elfmeter zugesprochen - aber wieder hieß die Siegerin Nadine Angerer.
Die deutsche Final-Heldin war dann Ziel ihrer Mitspielerinnen. Zuerst erreichten sie Annike Krahn und Saskia Bartusiak,...
...doch kurz nach Abpfiff war Torhüterin Angerer in einer Jubeltraube verschwunden. Minutelang feierte die deutsche Mannschaft ihrer Torfrau.
Die Mannschaft erhielt den EM-Pokal - und von Bundespräsident Joachim Gauck den Rat: "Feiern Sie! Und lassen Sie sich feiern!"
Angerer sagte nur: "Das ist phänomenal, einfach geil."
Die Norwegerinnen war naturgemäß sehr enttäuscht. Hier Solveig Gulbrandsen, die nach der Partie von ihrer Mannschaftskollegin Silje Vesterbekkmo getröstet wurde.
Bundestrainerin Silvia Neid zeigte sich erleichtert - und folgte dem Rat Joachim Gaucks. Trainerin und Mannschaft feierten die ganze Nacht, ehe sie am Montag in Frankfurt auf dem Römerberg empfangen werden.