EM-Trainerwechsel Endstation Portugal
Auf Wiedersehen, Rudi: Sein größter Erfolg war das Erreichen des WM-Finales 2002. Doch auch der 44-Jährige, der trotz spielerisch schwacher Leistungen des DFB-Teams auch unter seiner Regie nie selbst in der Kritik stand, konnte das frühe Aus der deutschen Mannschaft bei dieser EM nicht verhindern - und trat ab. Wer die deutsche Elf zur WM 2006 im eigenen Land führen wird, ist noch unklar. Fest steht: An die Sympathiewerte von "Ruudi" wird der Neue schwer herankommen.
Ciao, Giovanni: Trapattoni übernahm die Squadra Azzurra vor vier Jahren. Schon das Ausscheiden im Achtelfinale bei der WM 2002 nahm man dem ehemaligen Bayern-Coach übel, der Vorrunden-K.o. in Portugal wurde dem 65-jährigen "Trap" endgültig zum Verhängnis und sein Vertrag nicht verlängert. Der erfolgreichste Vereinstrainer der Welt, der bei der "Nazionale" nie überzeugen konnte, wird durch Marcello Lippi ersetzt.
Adjö, Tommy: "Lars-Tommy" werden sie liebevoll in Schweden genannt - Tommy Söderberg und sein gleichberechtigter Nationaltrainer-Kollege Lars Lagerbäck bildeten seit Jahren ein erfolgreiches Duo. Jetzt hört Söderberg, der Lagerbäck 1999 ursprünglich als Assistenten an seine Seite geholt hatte, auf. Der 55-Jährige hat genug vom ganz großen Fußball und wird künftig das schwedische U21-Team coachen.
Au revoir, Jacques: Er blieb mit Frankreich in der EM-Qualifikation ungeschlagen und verlor in zwei Jahren nur zweimal. Die letzte Niederlage war jedoch die bitterste für Santini. Mit dem 0:1 gegen Griechenland im Viertelfinale verabschiedete sich die Equipe Tricolore aus dem Turnier. Der 52-Jährige selbst geht - wie er bereits vor der EM angekündigt hatte - in die englische Premier League zu Tottenham Hotspur.
Hasta luego, Inaki: Saez hatte bis zu seinem Amtsantritt 2002 lediglich die spanischen Junioren-Nationalteams betreut. Das aber mit überragendem Erfolg: Als U21-Coach gewann der Baske die EM und WM. Mit dem Nationalteam hatte der 61-Jährige weniger Glück. Nach dem Vorrunden-Aus des Geheimfavoriten wurde der öffentliche Druck zu groß - Saez, der eigentlich weitermachen wollte, trat zurück.
Do videnja, Otto: Seit Baric 2002 kroatischer Nationaltrainer wurde, musste er mit Kritik leben. "Baric ist ein Blinder", hämte der ehemalige Auswahlcoach Miroslav Blazevic bis zuletzt. Der so Geschmähte wollte sich das "nicht mehr bieten" lassen - und trat zurück. Baric, 72 und einst beim VfB Stuttgart am Ruder, will trotzdem weiter als Trainer arbeiten, "am liebsten in Österreich oder Deutschland".