Tattoo-Gate bei den Oscars "Korrekturleser gesucht"
Bei den Oscars hatte Emma Watson einen Auftritt, der für Diskussionen sorgte. Die Schauspielerin zeigte sich erstmals mit einem neuen Tattoo.
"Times Up" stand auf ihrem rechten Arm. Was Beobachter bemängelten: Dem Schriftzug fehlte ein Apostroph. "Time's Up" heißt eine Initiative von Hollywoodstars, mit der sie gegen Sexismus kämpfen. Ihren Fehler kommentierte Watson bei Twitter ironisch: "Fake-Tattoo-Korrekturleser gesucht. Erfahrung mit Apostrophen zwingend erforderlich."
Es ist nicht das erste Mal, dass Watson ihre Unterstützung für die Aktion öffentlich zeigt. Bei den Golden Globes im Januar trug sie wie viele andere Stars Schwarz, um ein Zeichen für "Time's Up" zu setzen. Sie kam in Begleitung von Marai Larasi. Die Aktivistin setzt sich für die Rechte afroamerikanischer Frauen ein.
Für eine ähnliche Initiative wie "Time's Up" in Großbritannien spendete die 27-Jährige über eine Million Euro.
Zur Begründung sagte sie: "Es ist einfach, Belästigung und Missbrauch auf ein oder zwei sehr böse Männer abzuschieben. Aber die britischen Statistiken weisen auf ein viel größeres, strukturelles Problem hin. Es geht um das System - im Gegensatz zu individuellen einzelnen Vorfällen."
Watson engagiert sich auch als Uno-Botschafterin für Frauenrechte.
Berühmt wurde Watson als Hermine Granger in den "Harry Potter"-Filmen. Die Reihe verhalf auch Daniel Radcliffe (Mitte) zu einer großen Karriere. Das Bild zeigt die Schauspieler im Jahr 2004.
Bald 20 Jahre sind seit dem ersten Harry Potter Film von 2001 vergangen. Und beinahe ebenso lange sahen viele in Emma Watson einen Kinderstar. Dieses Image legte sie erst mit dem Film "Die Schöne und das Biest" von 2017 ab.
Das glaubte zumindest die 27-Jährige: "Als ich den Film abgedreht hatte, habe ich mich so gefühlt, als ob ich auf der Leinwand den Wechsel zur Frau hinbekommen habe", sagte Watson der "Vanity Fair".
Die Rolle der Belle sei "ganz und gar eine Disney-Prinzessin", so Watson, "aber kein passiver Charakter - sie hat ihr eigenes Schicksal in der Hand".