Ende der DDR - DER SPIEGEL
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"Operation Sperrfeuer" Mit dem Skalpell gegen den Staat

Und wenn die Volksarmee auf das Volk schießt? Im Revolutionssommer 1989 stand die DDR kurz vor dem Bürgerkrieg - und NVA-Berufssoldat Michael Heide wurde aus Angst vor Blutvergießen zum Saboteur: Mit dem Skalpell in der Tasche startete der Stabsfähnrich die waghalsige "Operation Sperrfeuer".
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Dienststellenausweis: Der Dienststellenausweis des NVA-Stabsfähnrichs Michael Heide für die Militärmedizinische Akademie Bad Saarow, ausgestellt im Dezember 1983. Unter dem Passfoto ist ein Stempel mit Bundesadler aus der Zeit nach der Übernahme in die Bundeswehr 1990 zu erkennen, rechts der alte DDR-Stempel.

Foto: Michael Heide
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Letztes Gruppenfoto: Das Bild entstand unmittelbar vor der Auflösung der NVA vor einer Gedenkstele in der Militärmedizinischen Akademie Bad Saarow. der Aufnahmeort liegt ungefähr 50 Meter entfernt von dem ehemaligen Dienstzimmer des Operativen Diensthabenden, in dem Ende August 1989 die "Operation Sperrfeuer" stattfand. Michael Heide steht in der hinteren Reihe (3.v.l., mit Brille), mit ihm posieren die Unteroffiziere und Fähnriche, die Leiter Nachrichten und Chiffrierstelle, Kraftfahrzeuge, Waffenkammer, Verschlusssachenstelle und Personalabteilung sowie Sekretärinnen der Akademie.

Foto: Michael Heide
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Wiedervereinigungstüte: Ein NVA-Soldat umarmt nach der großen Militärparade in Ost-Berlin zum 40. Geburtstag der DDR am 7. Oktober 1989 seine Freundin. Dass die SED-Führung ihre "bewaffneten Organe" nicht gegen die eigene Bevölkerung einsetzen würde, entschied sich endgültig erst bei der großen Montagsdemonstration zwei Tage später in Leipzig - bis dahin hing die Drohung mit einer "chinesischen Lösung" in der Luft.

Foto: KLOSTERMEIER/ AP
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NVA-Stabsfeldwebel Heide: Der NVA-Berufssoldat heide entschloss sich Ende August 1989, die Alarmierungskette der Nationalen Volksarmee an seiner Dienststelle in der Militärmedizinischen Akademie Bad Saarow zu sabotieren. Mit einem Skalpell öffnete er den Umschlag mit dem Alarmierungsbefehl und entfernte ihn, danach verschloss er das Couvert mit Klebstoff wieder. Die AKtion blieb bis zum Ende der DDR unbemerkt.

Foto: Michael Heide
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