Ende einer Rocklegende R.E.M. machen Feierabend
Trennung in Freundschaft: Mike Mills, Michael Stipe und Peter Buck, gemeinsam besser bekannt unter ihrem Bandnamen R.E.M., trennen sich. "Es gibt keine Missklänge, kein Zerwürfnis, keine Anwälte, die sich streiten. Wir haben diese Entscheidung zusammen getroffen, freundschaftlich und im besten Interesse für jeden von uns. Es ist einfach der richtige Zeitpunkt", schreibt Buck auf der Band-Homepage.
Jahrzehntelang im Rock-Pop-Adel: Schon kurz nach ihrer Gründung als College-Band im Jahr 1980 hatten R.E.M. eine treue Fangemeinde um sich geschart.
Ursprünglich ein Quartett: 1997 verließ Drummer Bill Berry (2.v.r., hier ein Foto aus dem Jahr 1994) die Band - er hatte in den zwei Jahren zuvor enorme gesundheitliche Probleme. R.E.M. standen vor dem Aus, entschieden sich dann aber, als Trio weiterzumachen.
Politische Köpfe: R.E.M. galten als Inbegriff der Politcal Correctness - Gleichberechtigung, Frieden, Umweltschutz waren die Themen, für die sie eintraten. Am vierten Jahrestag des Beginns des Irak-Kriegs am 20. März 2006 traten sie auf dem "Bring 'Em Home Now!"-Konzert in New York auf (Foto) - und bezogen damit klar Stellung für einen schnellen Abzug der US-Truppen.
Frontmann: Viele, die "R.E.M." sagten, meinten eigentlich Michael Stipe. Der Sänger war das bekannteste Gesicht der Gruppe, seine intelligenten und rätselhaften Songtexte trugen zum Kultstatus der Band bei.
Multitalent: Michael Stipe versuchte sich auch immer wieder in anderen Bereichen aus - so als Fotograf und Filmemacher. Hier besucht er im September 2011 mit Courtney Love eine Modenschau in New York.
Letzter Longplayer: Erst im März dieses Jahres erschien das 15. Studioalbum der Band, "Collapse Into Now".
Die Kunst des Abgangs: "Ein weiser Mann sagte einmal: 'Die Kunst auf einer Party ist, zu wissen, wann es Zeit ist zu gehen'", schreibt Michael Stipe zum Abschied auf der Web-Seite der Band.