Ende eines Kultautos Der letzte Käfer
Blitzlichtgewitter: Die Presse "von Konstanz bis Kiel", so Wischkony, war am 19. Januar 1978 zugegen; zudem waren "Amerikaner, Franzosen und Engländer" anwesend, sagt der Werksleiter.
Globetrotter: Schnell wurde der Käfer, hier beim Verladen im Hafen von Emden, zum Botschafter Deutschlands in aller Welt: 1967 riss VW bereits die Zehn-Millionen-Marke, bis 2003 krabbelten insgesamt 21.529.480 Käfer vom Band.
Werkseinfahrt: Das Foto von 1967 zeigt den Eingang des Betriebsgeländes. Das VW-Werk in Emden war und ist der größte Arbeitgeber der Region. Noch heute arbeiten rund 50 Prozent der versicherungspflichtig Beschäftigten in der Stadt, bei oder unmittelbar für VW.
Auswanderer: Das Foto zeigt den ersten für die USA produzierten Käfer im Werk in Emden.
Gruppenbild mit Käfer: Die Belegschaft posiert mit dem letzten in Emden produzierten Gefährt für die Kameras. Zuletzt wurden nur noch 40 Käfer pro Tag montiert, eine Kernmannschaft von 50 bis 60 Arbeitern wickelte die Produktion ab.
Verladung: Hier, im Hafen von Emden, wurden die Käfer auf Schiffe verladen und in alle Welt exportiert. Die ostfriesische Stadt bot den westlichsten Seehafen Deutschlands - und somit die kürzesten Transportwege nach Übersee, weshalb die Wahl für die Errichtung des VW-Werkes auf Emden fiel.
In Reih' und Glied: Das Besondere an der Käfermontage war die Rahmenfertigung. Zunächst wurde der Rahmen aufgelegt, darauf dann die Chassisteile montiert - und zuletzt schwebte an einer Kette die fertig vormontierte Karosse von oben auf den Rahmen. "Hochzeit" nannte man diese einzigartige Vereinigung zwischen Rahmen und Karosse beim Käfer.
Lachen und Weinen: "Viele haben sich weggedreht, um die Tränen zu verbergen", erinnert sich Montageleiter Johann Kamp, als 1978 der letzte Käfer von Band rollte. Das Foto dokumentiert, wie unterschiedlich die Stimmung innerhalb der Belegschaft war.
Der Werksleiter: Heinz Wischkony leitete das VW-Werk in Emden zwischen 1972 und 1980. Bei VW war der gebürtige Berliner seit 1955 - und "ist mit dem Käfer groß geworden", wie sich der heute 76-Jährige ausdrückt.
Pressekonferenz: Werksleiter Heinz Wischkony (vorne links) hielt an jenem 19. Januar 1978 die Ansprache an die Journalisten, die aus allen Teilen der Welt erschienen waren.
Papa und VW: Im Alter von drei Jahren fotografierte mich Sohn Michael mit seiner Kamera stehend neben unserer Familienkutsche VW.