Energie So wird der Strom erzeugt
Knapp die Hälfte des Stroms in Deutschland stammt aus Kohlekraftwerken, gut ein Viertel wird in Kernkraftwerken produziert. Mit zwölf Prozent liegen die erneuerbaren Energien noch weit dahinter - sie haben aber die höchsten Zuwachsraten.
Früher stammte der meiste Ökostrom noch aus Wasserkraftwerken, seit Kurzem jedoch liegt die Windkraft vorn. Stark im Kommen ist zudem die Stromgewinnung aus Biomasse. Kaum eine Rolle spielt in Deutschland dagegen die Solarenergie mit einem Anteil von gerade einmal zwei Prozent.
In Relation zur produzierten Menge ist Solarstrom die teuerste erneuerbare Energie. Biomasse und Wind sind vergleichsweise günstig.
Das Umweltministerium sieht bei Offshore-Windrädern die größten Wachstumschancen. In der Branche selbst ist das allerdings umstritten: Sie setzt vor allem auf Windräder an Land. Das Potential für die Wasserkraft wiederum ist weitgehend ausgeschöpft. Auch die Sonnenenergie kann vorerst keinen nennenswerten Beitrag zur Stromerzeugung leisten.
Pro Jahr werden in Deutschland neue Windräder mit einer Leistung von insgesamt rund 2000 Megawatt installiert. Das entspricht der Kapazität von zwei Kernkraftwerken.
Der Export wird für die deutschen Windkrafthersteller immer wichtiger. Solange das Offshore-Geschäft nicht in Gang kommt, sind die Ausfuhren die wichtigste Stütze des Wachstums.
In Deutschland wird von Jahr zu Jahr mehr Ökostrom produziert. Der Großteil davon entfällt auf die Windenergie.
Mit der Menge steigen die Kosten: Der Aufwand für Ökostrom dürfte in den kommenden Jahren zunehmen. Allerdings fallen die Mehrkosten nicht so sehr ins Gewicht, wenn sich konventioneller Strom weiter stark verteuert.