Entwicklungshilfe: Wildwest in Kenia - DER SPIEGEL
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Entwicklungshilfe Wildwest in Kenia

Deutsche Spender stiften viel Geld für eine Schule in Nairobi. Doch die wird ohne erkennbaren Grund bei Nacht und Nebel zerstört. Polizei und Justiz sind an der Sache nicht interessiert, die Nachforschungen verlaufen im Sande. Der Fall zeigt: Hilfe ist eine hochkomplexe Sache und gut gemeint ist in armen Ländern noch längst nicht gut gemacht.
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Das Ende einer Idylle: Mit deutschen Spenden wurde dieses Gymnasium 2009 in Donholm im Osten Nairobis gebaut. Ein Jahr später liegt die Schule in Trümmern - nachts zerstört von Unbekannten, die auch gleich einen Bulldozer mitbrachten.

Foto: Eckart Enkemann
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Im Februar 2009 war die Welt in Donholm noch in Ordnung: Schülerinnen bei der feierlichen Einweihung ihres Gymnasiums.

Foto: Eckart Enkemann
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Die "Mother of Mercy"-Schule nach ihrer Fertigstellung. 260 Schüler und Schülerinnen sollen hier etwas bekommen, das rar ist in ihrem Land - Bildung.

Foto: Eckart Enkemann
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Selbst ein Chemielabor gehörte zur Ausstattung der "Mothers of Mercy"-Schule.

Foto: Eckart Enkemann
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Doch dann kam die erste Welle der Zerstörung. Der Unterricht ging im Frühjahr 2010 auch in den Trümmern weiter. Die Mädchen wollten sich ihren Traum von Bildung nicht nehmen lassen.

Foto: Eckart Enkemann
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Ein Trümmerfeld: die zerstörte "Mother of Mercy"-Schule

Foto: Eckart Enkemann
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Unterricht unter freiem Himmel: Schülerinnen und Schüler der "Mother of Mercy"-Schule lernen auch ohne Klassenzimmer.

Foto: Eckart Enkemann
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Nach der ersten Attacke auf das Schulhaus im März 2010 lächeln sie noch tapfer für die Kamera: Lehrer und Schulleitung wollen weiter machen - trotz der Zerstörung. Doch ein Jahr später kamen erneut Unbekannte mit schwerem Gerät. Wer steckt dahinter? Möglicherweise ein Mann, der sich das Grundstück gewaltsam aneigenen will. Die Ermittlungen verlaufen im Sande.

Foto: Eckart Enkemann
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Er steckt Zeit und Energie in das Projekt, er wirbt für Spenden, er hilft vor Ort: Der Deutsche Eckart Enkemann, 78, treibt insgesamt 80.000 Euro für den Bau der Schule auf. Seine Hilfe ist gut gemeint - doch er stößt in Donholm auf Machtstrukturen und eine Korruption, die er vorher nicht einschätzen konnte.

Foto: Eckart Enkemann
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Eckart Enkemann und Schulleiter Charles Nyakundi vor dem Gericht in Nairobi: Der Prozess kommt nicht voran, denn irgendwie sind alle vor Ort verstrickt - die Polizei stand Schmiere, Bulldozer der Stadtverwaltung erledigten den Job. Enkemann schwört, dass er nicht aufgeben will.

Foto: Laura Koch
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?