Erdrutsch in Nepal Aufgestaute Wassermassen bedrohen Dörfer
Der durch einen gigantischen Erdrutsch entstandene Stausee in Nepal bedroht weiterhin die talabwärts gelegenen Ortschaften.
Bei dem Erdrutsch etwa 90 Kilometer östlich der nepalesischen Hauptstadt Katmandu waren am Samstag mindestens acht Menschen ums Leben gekommen und 40 weitere verletzt worden.
Das durch starken Monsunregen verursachte Unglück ereignete sich am Samstag.
Dutzende Häuser wurden unter Schlamm und Steinen begraben. Noch immer werden Menschen vermisst.
Die Erdmassen, die sich von dem Hang im Himalaja gelöst hatten, blockieren den Sunkoshi-Fluss nordöstlich der Hauptstadt Katmandu.
Im Fluss bildete sich ein gefährlicher Rückstau. Mittlerweile ist ein kilometerlanger See entstanden, der auch den Araniko Highway versperrt, die einzige Straße zwischen Nepal und China.
Man befürchtet, dass der Wall unkontrolliert brechen könnte und dann Ortschaften flussabwärts überflutet werden.
Die nepalesische Armee untersuchte von Helikoptern aus, ob der natürliche Damm gesprengt werden kann, um das Wasser abzulassen und weitere Schäden zu verhindern. Der Pegel sinkt jedoch nicht.
Mittlerweile ist der Notstand ausgerufen worden. 700 Sicherheitskräfte sind im Einsatz.
Tausende Menschen oberhalb und unterhalb des Sees wurden laut lokalen Medien in Sicherheit gebracht, darunter die Bewohner der Handelsstadt Barahbise. Auch in Indien sind Zehntausende Menschen auf der Flucht.