Erfindung des Luftkissenbootes Nach unten ist immer Luft
Flug auf Luftkissen: Ein gelbes Luftkissenboot fegt vor der Küste Floridas übers Wasser.
Rimpac-Hovercraft: Ein US-Soldat dirigiert während einer Rimpac-Übung im Juli 1998 in den Gewässern vor Hawaii ein riesiges Luftkissenboot. Das Hovercraft war Teil des zweijährlich abgehalteten multinationalen Militärmanövers unter Leitung der US Navy und hatte Essen und Medikamente an Bord.
US-Marine im Einsatz: Das Foto von 2006 zeigt ein "Landing Craft Air Cushioned" (LCAC) der US-Armee im vollen Einsatz. Schon im Vietnam-Krieg setzte die US-Armee auf die Technik der Luftkissenboote.
Militärübung: Ein südkoreanisches Navy-Luftkissenboot bei militärischen Exerzierübungen an einem Strand von Yeonpyeong Island. Undatierte Aufnahme.
Armer Erfinder: Das erste Modell "SR.N1" im vollen Einsatz. Jahrelang hielt die britische Regierung die Pläne des Erfinders Christopher Cockerell geheim. Und richtig reich ist der Brite mit seiner Erfindung nicht geworden. Gerne kokettierte er damit: "Ich habe das Leben genossen. Aber es wäre schön gewesen, hätte ich meine Frau ab und an zum Essen ausführen können", sagte er einmal sarkastisch. 1969 nahm ihn Großbritannien in den Adelsstand auf.
Revolutionsgarde: Zwei Luftkissenboote der iranischen Elite-Revolutionsgarde kommen während eines Manövers im Golf von Oman am 5. April 2006 an Land.
Hoverhawk HA5: Der "Hoverhawk HA5" verlässt 1969 den britischen Hafen Peterborough im Januar 1969. Das Modell kostete damals 1595 Pfund.
Vergangener Glanz: Ein Luftkissenboot vom Typ Hovercraft in voller Fahrt. Die britische Reederei Hoverspeed nahm im Oktober 2000 nach mehr als 30 Jahren die legendären Luftkissenboote aus dem Linienverkehr auf dem Ärmelkanal zwischen Dover und Calais. Die Boote wurden durch moderne Katamaran-Fähren des Typs "SeaCat" ersetzt.
Rys-Hovercraft: Ein neues russisches Hovercraft am 26. Januar 1999 auf dem Neva River. Das Rys-Hovercraft kann in jedem Klima genutzt werden, bis zu 16 Personen transportieren und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 60 km/h.
Berühmtes Modell: Das "Saunders Roe Nautical One" (SR.N1) wird 1959 präsentiert. Am 25. Juli überquerte es den Ärmelkanal - und machte damit "Hovercraft"-Erfinder Christopher Cockerell berühmt. Im Deutschen wird das Hovercraft mit Luftkissenfahrzeug übersetzt - abgeleitet von dem englischen Verb "hover" - schweben.
Colani-Hovercraft: Zwei junge Frauen posieren am 26. November 1998 neben einem Colani-Hovercraft auf der Motor Show in Essen. Der deutsche Designer Luigi Colani entwickelte das 240 PS starke Luftkissenboot speziell für die Inseln und Sumpfgebiete in Florida.
Militärische Nutzen: Luftkissenboote finden auch heute noch häufig beim Militär Einsatz - das Foto zeigt eine britische Patrouille im April 2003 im Irak.
Neue Linie: Der Hovercraft-Erfinder Christopher Cockerell trifft 1965 den britischen Earl Mountbatten von Burma anlässlich einer neu eröffneten Fährverbindung.
Hovercraft-Meisterschaften: Schnell faszinierte die Hovercraft-Technik auch Ingenieure, Techniker und Sportler. Verbände gründeten sich und Meisterschaften wurden ausgetragen. Das Bild zeigt Klaus Bönighausen, Dritter der Hovercraft-EM 2003, im März 2004 in Berlin mit seinem Luftkissenfahrzeug. Die Rennstrecke auf dem Gelände der Galopprennbahn Dahlwitz-Hoppegarten war weltweit die erste permanente Rennstrecke für Hovercrafts. Dort fanden 2004 auch die Europameisterschaften und die Weltmeisterschaften statt.
Flinke Retter: Neben dem Militär eröffnete die neue Technik auch Rettungsdiensten und Küstenwachen ganz neue Möglichkeiten - hier ein Modell der kanadischen Küstenwache.
Kontrolle des Seeverkehrs: Die indische Küstenwache macht sich an Bord ihres Hovercrafts bereit, um ein Fischerboot vor der Insel Sagar abzufangen.
Der Erfinder: Christopher Cockerell (l.) diskutiert mit dem Techniker Alan Penningtom sein neuestes Projekt - einen Hovertrain. 1959 hatte der britische Ingenieur den Hovercraft erfunden, das Luftkissenboot. Das Modell "SR.N1", benannt nach der englischen Firma Saunders-Roe, überquerte am 25. Juli 1959 in zwei Stunden und drei Minuten den Ärmelkanal.
Auf Patrouille: Ein Hovercraft der US-Marine patroulliert am 29. November 2007 in der Nähe der Küste von Bangladesh.
Königliches Hovercraft: Das Archivfoto von 1968 zeigt die britische Prinzessin Margaret (1930 - 2002) mit ihrem Ehemann Lord Snowdon an Bord eines ganz besonderen Luftkissenfahrzeuges. Denn dieses Hovercraft wurde extra nach der Prinzessin benannt und verkehrte Jahrzehnte zwischen Calais und Dover - die Fahrzeit betrug nur 35 Minuten.
Nach der Katastrophe: In der von einem Tsunami verwüsteten indonesischen Stadt Banda Aceh legt im Januar 2005 ein riesiges Luftkissenboot mit japanischen Truppen an. Sie sollen die Bevölkerung versorgen.
Erstes DLRG- Rettungsfahrzeug: Das erste Luftkissenrettungsfahrzeug der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) wird im Januar 2004 bei Rostrup vorgeführt. Das Hovercraft wurde von privaten Spenden finanziert und soll vorwiegend zur Eisrettung eingesetzt werden. Weil es auf einem Luftkissen schwebt, kann das Fahrzeug auf Eis, Wasser und Land eingesetzt werden.
Hover-Scooter: Lord Brabazon, britischer Flugpionier, präsentierte 1960 einen Hover-Scooter. Die Maschine war von dem US-amerikanischen Ingenieur Charles Rhoades entwickelt worden. Nach Christopher Cockerells Erfindung befand sich die Welt im Hovercraft-Fieber - überall schraubten findige Entwickler an neuen Modellen. Hunderte Millionen Menschen wurden bis heute mit der Technik transportiert, die Cockerell 1959 der erstaunten Weltöffentlichkeit präsentierte.
Werbung für die Niederlande: Eine traditionell holländisch gekleidete Frau flitzt mit einem Hovercraft-Scooter im Januar 2004 vor dem Brandenburger Tor her. Die ungewöhnliche Fahrt war Teil einer Werbeaktion für holländischen Käse.
Im Land des Erfinders: Das Hovercraft "Princess Margaret" passiert 1979 die Londoner Tower Bridge.
Übung für den Krieg: Zwei US-Luftkissenboote 1968 bei einer Militärübung in Maryland. Solche Boote kamen im Vietnam-Krieg zum Einsatz - mit bis zu 70 Meilen pro Stunde konnten sie über Land, Wasser oder Morast gleiten.
Hover-Scooter im vollen Einsatz: Der Chefingenieur des Hover-Scooters, Carl Mikan, am Steuer seiner Konstruktion. Der Hover-Scooter funktionierte nach demselben Prinzip wie Cockerells Luftkissenboot: Turbinen saugen Luft an, blasen es unter das Fahrzeug und erzeugen damit Luftkissen. Damit die Luft nicht seitlich entweicht, werden dicke Plastikschürzen um die jeweiligen Fahrzeuge gelegt.
Milch mit dem Luftkissenfahrzeug: Ein Londoner Milchmann liefert auf diesem Foto von 1973 Milch von Bord eines Hovercrafts.
Jet Foil: Die "Princesa Guacimara", ein Jet Foil - eine Art Luftkissenboot - befuhr die Strecke von Santa Cruz de Tenerife nach Las Palmas de Gran Canaria. Diese Art von Schiffstyp wurde von Boeing in Seattle gebaut.