Erfindung des Riesenrads - DER SPIEGEL
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Riesenräder weltweit Hoch hinaus

Der Eiffelturm? Die Weltwunder? Lächerlich! Als ein US-Brückenbauer 1893 das Riesenrad erfand, wurde er als Genie gefeiert. Seine Idee stürzte ihn in den Ruin, begeistert aber seither die Massen als großer Jahrmarktspaß. Eine Fotoreise zu den spektakulärsten Gondel-Giganten der Welt.
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Es werde Licht: Direkt im Stadtzentrum von Lille, Nord-Frankreich, war 2011 dieses Riesenrad aufgebaut - eine der Attraktionen des Weihnachtsmarkts.

Eingereicht von einestages-Leser Reinhold Behringer.

Foto: Reinhold Behringer
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Herbstlich: Ein Riesenrad steht alljährlich während der Lichtwochen in der Essener Innenstadt. 2011 war es das 45 Meter hohe Rad der Schaustellerbetriebe "Wilhelm+Söhne".

Eingereicht von einestages-Leserin Lisa Kautz.

Foto: Lisa Kautz
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Hoch zu Rad: Die verglasten, vollklimatisierten Kabinen des "Singapore Flyer" bieten Weitsicht und viel Freiraum.

Eingereicht von einestages-Leser Christian Fuchs.

Foto: Christian Fuchs
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Imposant: Aus der Froschperspektive bei Nacht fotografiert wirkt das Steiger-Riesenrad auf dem Stuttgarter Volksfest noch mächtiger.

Eingereicht von einestages-Leser Sven Scholz.

Foto: Sven Scholz
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Blaue Stunde auf dem Send: Das beleuchtete Riesenrad auf dem Münsteraner Volksfest zeichnet Lichtmuster in den Himmel.

Eingereicht von einestages-Leser Andreas Kohl.

Foto: Andreas Kohl
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"Wheel of Brisbane": Das 60 Meter hohe Riesenrad von der Weltausstellung 1988 steht heute am südlichen Ufer des Brisbane Rivers und bietet den Fahrgästen einen Panoramablick über die australische Metropole.

Eingereicht von einestages-Leser Stefan Salich.

Foto: Stefan Salich
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Aufs Dach gestiegen: Die rund 30 Meter hohe Shopping Mall "Miramar Entertainment Park" in Taipeh, Taiwan, wird von einem 70 Meter hohen Riesenrad gekrönt.

Eingereicht von einestages-Leser Martin Simpson.

Foto: Martin Simpson
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Highlight in Osaka: Das 112,5 Meter hohe "Tempozan Ferris Wheel" im japanischen Osaka war ab seiner Einweihung am 12. Dezember 1997 bis zur Einweihung des "London Eye" das größte Riesenrad der Welt.

Eingereicht von einestages-Leser Marcel Grether.

Foto: Marcel Grether
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La Grande Roue: Das Riesenrad auf der Place Bellecour im Zentrum Lyons während des Lichterfestes 2009.

Eingereicht von einestages-Leser Matthias Betzer.

Foto: Matthias Betzer
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Stillgestanden: Die Gondeln des Riesenrads im verlassenen Berliner Spreepark haben vor Jahren ihre letzte Fahrt gemacht.

Eingereicht von einestages-Leserin Tanja Dovens.

Foto: Tanja Dovens
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In der Provinz: Das Riesenrad auf dem Sommerfest 2010 in dem mecklenburg-vorpommerschen Städtchen Röbel an der Müritz heißt...

Foto: Andreas Böhm
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...mondän wie die Hauptstadt - Berlin.

Eingereicht von einestages-Leser Andreas Böhm.

Foto: Andreas Böhm
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Rad in der Provence: Das Riesenrad stand zur Zeit des Theaterfestivals von Juni bis August 2009 vor den Stadttoren Avignons und bot mit seinen 50 Metern Höhe eine phantastische Aussicht über die Altstadt mit dem dominierenden Papstpalast, der Stadtmauer, der berühmten "Pont d'Avignon" der Rhône-Insel und der Uferpromenade.

Eingereicht von einestages-Leser Hans Nitsch.

Foto: Hans Nitsch
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Aufbau auf dem Cannstatter Wasen: Das 60 Meter hohe Steiger-Modell ist das größte unter den mobilen Riesenrädern - diesen Rekord hält es seit seiner ersten Präsentation auf dem Schützenfest in Hannover 1980.

Eingereicht von einestages-Leser Sven Scholz.

Foto: Sven Scholz
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Russlands Riesenrad: Mit einer Höhe von rund 70 Metern war das Moskauer lange Zeit das größte Riesenrad Europas - bis das "London Eye" ihm diesen Titel abnahm. Derzeit plant Russland in seiner Hauptstadt den Bau eines mehr als 200 Meter hohen Aussichtsrades.

Eingereicht von einestages-Leser Markus Kuhn.

Foto: Markus Kuhn
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Es geht rund: Das Riesenrad der Schaustellerfamilie Willenborg ist mit seiner Höhe von 55 Metern das Wahrzeichen des Hamburger Doms auf dem Heiligengeistfeld.

Eingereicht von einestages-Leserin Dörte Röcker.

Foto: Dörte Röcker
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Güldene Scheibe: Das "Jupiter"-Riesenrad auf dem Oktoberfest in Merzig im Saarland.

Eingereicht von einestages-Leser Ralf Balle.

Foto: Ralf Balle
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Spitzenplatz: Mit 165 Metern ist der "Singapore Flyer" das derzeit höchste Riesenrad der Welt. Doch als eine der größten Touristenattraktionen, wie es sich der Stadtstaat Singapur bei der Eröffnung im Februar 2008 erhofft hatte, konnte es sich nicht etablieren - zu häufig bleiben die insgesamt 28 Passagierkabinen leer.

Foto: dpa
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Hoch-Zeit: Die Betreiber des "Singapore Flyer" versuchen mit besonderen Veranstaltungen wie Dinner-Partys oder Yoga-Kursen, das Riesenradgeschäft anzukurbeln. Besonders angepriesen: Heiraten über den Wolken für rund 2300 Dollar - der reguläre Fahrpreis für 15 Euro pro Person ist darin schon enthalten. Damit das Brautpaar beim Jasagen nicht ins Schwitzen kommt, sind die gläsernen Kabinen vollklimatisiert.

Foto: dpa
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Höchste Zeit: Auf der Liste der 19 weltgrößten Riesenräder der Welt ist Japan insgesamt achtmal vertreten. Die 1989 erbaute "Cosmo Clock 21" in der Hafenstadt Yokohama ist mit ihren 112 Metern darunter und hält den Rekord in einer anderen Kategorie - als größte Uhr der Welt.

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Hohes Gebot erbeten: Das erste solarbetriebene Riesenrad, das Pacific Wheel im Vergnügungspark am Pier von Santa Monica, wurde 2008 über das Internet-Auktionshaus ebay versteigert. Für 133.000 Dollar ging die kalifornische Touristenattraktion weg, ihr neuer Besitzer wollte sie nach Oklahoma City verfrachten. Ursprünglich hatte die Riesenradikone, die in Aberdutzenden Werbespots, TV-Serien und Videoclips zu sehen war, 800.000 Dollar gekostet.

Foto: Getty Images
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Auferstanden: Vor mehr als 120 Jahren hatte der Brücken- und Eisenbahnbauer George Washington Gale Ferris Jr. den Zuschlag erhalten, für die Weltausstellung in Chicago 1893 (Illustration) die amerikanische Antwort auf den Eiffelturm zu liefern. Er ersann ein riesiges Rad, das vertikal aufgestellt und von einer 1000-PS-Dampfmaschine in Bewegung gesetzt wurde.

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Hoch gefeiert: An das Ende der rund 76 Meter langen Speichen hängte Erfinder Ferris 36 straßenbahngroße Gondeln. An Komfort und Sicherheit hatte er auch gedacht: Ein Schaffner sorgte dafür, dass "hysterische Frauen oder Verrückte" nicht während der Fahrt ausstiegen. Die Besucher der Chicagoer Weltausstellung fürchteten sich indes nicht vor einer Tour in dem neuartigen Gefährt. In Scharen standen sie an der Kasse an, um für 50 Cent eine Runde mit dem "Ferris Wheel" drehen zu können.

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Letzter Dreh: Im Winter 1903/04 zog das "Ferris Wheel" von Chicago zur Weltausstellung nach St. Louis. Doch die Begeisterung für das einst als "Wunderwerk der Technik" gefeierte Riesenrad war längst abgeebbt. Der Betrieb des Rades kostete mehr, als er einbrachte. Am 11. Mai 1906 wurde es deswegen mit 200 Pfund Dynamit in die Luft gesprengt.

Foto: Getty Images
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Alle Hände voll zu tun: Das Wiener Riesenrad im Prater gehört zu den Ur-Ikonen der Schausteller-Fahrindustrie. 1897 drehte es bei den Feierlichkeiten zum 50. Thronjubiläum von Kaiser Franz Josef I. seine erste Runde - und bot seitdem Abermillionen Passagieren eine Stadtrundfahrt der besonderen Art.

Dieses Foto entstand knapp 110 Jahre nach der ersten Fahrt: Für die Fußball-Europameisterschaft 2008 war der rund 430-Tonnen-Stahlkoloss mit einem überdimensionalen Poster des tschechischen Torhüters Petr Cech geschmückt.

Foto: dapd
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Morgenröte: einestages-Leser Hans Körner gelang am 13. Februar 2011 aus dem Fenster seiner Wiener Wohnung in der Praterstraße 8 dieser schöne Schnappschuss.

Foto: Hans Koerner
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Ausgebrannt: Das Wiener Riesenrad überstand sogar den Zweiten Weltkrieg, allerdings nicht ganz unversehrt. Bei einem Brand 1944 büßte es viele seiner Gondeln ein. Seitdem stehen den Fahrgästen nur noch 15 statt der ursprünglich 30 Kabinen zur Verfügung.

Foto: AP
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Bei Dreharbeiten: Internationale Bekanntheit erreichte die Wiener Jahrmarktschönheit, als sie von Hollywood-Produzenten entdeckt wurde. Ihre bekanntesten Auftritte: 1949 in "Der dritte Mann" und 1987 im James Bond-Film "Der Hauch des Todes" (Foto).

Foto: ddp images
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Kletterjob: Allein mit seiner Muskelkraft bringt dieser Schausteller das Riesenrad auf einem Jahrmarkt im Neu-Delhi in Bewegung, indem er sich von Speiche zu Speiche hangelt. Weil in Indien die Stromversorgung häufig zusammenbricht, werden die Stahlkolosse dort aus Sicherheitsgründen nicht mit Elektromotoren betrieben.

Foto: AP
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Kampf der Giganten: Auch wenn es auf diesem Foto so aussieht - bisher konnte kein Riesenrad der Welt dem Berliner Fernsehturm das Wasser reichen. Mit 368 Metern ist der Fernsehturm in der Hauptstadt das höchste Bauwerk Deutschlands - und mehr als doppelt so hoch wie der "Singapore Flyer".

Foto: dapd
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Augenoperation: Am 10. September 1999 wurde damit begonnen, das "London Eye" von seiner flachen Position über der Themse in die Vertikale zu bringen. Mehrere Tage brauchten die zwei Kräne, um diesen Hebeakt zu vollführen. Allein 16 Stunden dauerte es, um das Riesenrad in einen Winkel von 65 Grad zu ziehen.

Foto: AP
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Vis-à-vis Big Ben: Eigentlich sollte das "London Eye", aufgestellt für die Millenniumsfeier, nur fünf Jahre stehen bleiben. Doch nach wie vor lädt das Riesenrad jährlich rund 3,5 Millionen Touristen in seine gläsernen, klimatisierten Gondeln und zeigt ihnen in 135 Meter luftiger Höhe die Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Foto: dpa
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Ausgewandert: Wie die Engländer stellten auch die Franzosen zum Jahrtausendwechsel in ihrer Hauptstadt ein Riesenrad auf. Drei Jahre stand es auf der Place de la Concorde. Dann musste das "Roue de Paris" den Platz räumen und zog zunächst nach Birmingham um. 38 Lastwagen wurden damals für den Abtransport des Fahrgeschäfts benötigt. Heute steht es in Bangkok.

Foto: dpa
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Trübe Aussichten: Vom "London Eye", heute das größte Riesenrad Europas, können die Passagiere bis zu 40 Kilometer weit schauen - sofern das Wetter mitspielt. An diesem nebligen Novembertag 2011 dürfte der Blick gerade mal ein paar Meter weit gereicht haben.

Foto: REUTERS
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Das ist doch die Höhe! Der "Stern von Nanchang" stahl am 4. Januar 2006 dem "London Eye" den Titel des weltgrößten Riesenrads. Nur zwei Jahre konnte das 160 Meter hohe Gefährt in China den Rekord halten - 2008 wurde es um fünf Meter vom "Singapore Flyer" überboten.

Foto: AP
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Londons erstes Auge: Das 94 Meter hohe "Great Wheel" bauten die Engländer für die Ausstellung "Empire of India Exhibition" auf dem Messegelände Earls Court in West-Kensington. Am 17. Juli 1895 drehte das Große Rad seine ersten Runden, bis es 1906 in den Ruhestand ging. Rund 2,5 Millionen Passagiere hatte der Stahlkoloss durch die Luft kutschiert - nicht ohne Zwischenfälle: Eines Abends im Mai, gerade mal ein Jahr im Dienst, fiel der Antriebsmotor des Gefährts aus. Etliche der Fahrgäste mussten die Nacht in den Waggons verbringen.

Foto: Getty Images
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Großes Vergnügen: Während unten das wilde Treiben des Münchner Oktoberfests herrscht, kommen die Besucher bei einer Riesenradfahrt im gemächlichen Schritttempo zur Ruhe (Foto von 2009).

Foto: REUTERS
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Was für Nullen! Für die Millenniumsfeierlichkeiten hatte sich die Stadt Frankfurt am Main ein 700.000 Mark teures Lichtspektakel gegönnt: Drei Riesenräder mit 60.000 Glühlampen ausgestattet erleuchteten in der Silvesternacht das Mainufer. Zusammen mit einer Zwei aus Stahl bildeten sie die Jahreszahl 2000. Bei dem Nuller-Trio handelte es sich namentlich um das Europa-Rad, das Jubilee-Rad und das Wiener Riesenrad der Familie Kalbfleisch aus Butzbach. Die drei kamen trotz ihrer geringen Höhe von jeweils nur rund 40 Metern zu Ruhm: Sie waren die ersten Riesenräder, die nebeneinander aufgestellt gleichzeitig liefen. Das Foto entstand bei einem Testlauf am 30. Dezember 1999.

Foto: AP
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Über den Dächern von Paris: Der englische Marineleutnant und Ingenieur Walter B. Basset konstruierte um die Jahrhundertwende in Europa gleich vier berühmte Riesenräder - eines in London, Wien, Blackpool und dieses in Paris an der Avenue de Suffren. Das Foto wurde etwa 1900 aufgenommen, als das filigrane Bauwerk gerade für die Weltausstellung aufgestellt worden war. Mit einem Durchmesser von hundert Metern war das Rad der Franzosen bis zu seiner Demontage im Jahr 1937 das größte der Welt.

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Im Ruhestand: Nach der Wende wurde der ehemalige VEB (Volkseigener Betrieb) Kulturpark Berlin an die Spreepark Berlin GmbH verkauft und sollte in einen Freizeitpark nach westdeutschem Vorbild umgebaut werden. Doch wegen der hohen Eintrittspreise blieben die erhofften Besucher aus, der wichtigste Vergnügungspark der DDR musste 2001 schließen. Seitdem verwaist das Areal im Plänterwald - und das Riesenrad, einst die größte Attraktion des Parks, rostet vor sich hin.

Foto: dapd
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...verwaist das Areal im Plänterwald - und das Riesenrad, einst die größte Attraktion des Parks, rostet vor sich hin.

Eingereicht von einestages-Leser Georg Seebode.

Foto: georg seebode
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"Königin der Nächte": Das Riesenrad strahlt auf dem Frühlingsfest 2008 am Cannstatter Wasen in Stuttgart während der Blauen Stunde in bunten Lichtern.

Foto: Marc Müller/ dpa
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Zweitplaziert: Der Düsseldorfer Schausteller Oscar Bruch hatte seinen "Expo Star" - zu Unrecht - als das höchste transportable Riesenrad bezeichnet und erhielt deswegen bei der 165. Auflage des Volksfestes Cannstatter Wasen 2010 in Stuttgart den Stellplatz für seinen "Stern" aus Stahl.

Eingereicht von einestages-Leser Ulrich Graf.

Foto: Ulrich Graf
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Auf dem Holzrad: Irakische Kinder fahren in einer aus Ästen und Brettern selbstgezimmerten Mini-Version eines Riesenrads, das im Mai 1921 während eines Stadtfestes in Bagdad aufgestellt war. Das wackelige, handbetriebene Gefährt bot vier Passagieren Platz.

Tatsächlich soll so ein ähnliches Riesenrad bereits im 17. Jahrhundert in der bulgarischen Stadt Plovdiv gestanden haben. Der Engländer Peter Mundy hatte 1620 über ein hölzernes, vertikal aufgestelltes Radkarussell berichtet.

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Ein Rad zum Blättern: Peter Okroy produzierte ein Daumenkino vom Riesenrad in Wien.

Foto: Peter Okroy
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Rüstiges Gerüst: Das 55 Meter hohe, 1994 erbaute Riesenrad "Bellevue" im Isländischen Themenbereich des Europa-Parks in Rust (Baden).

Eingereicht von einestages-Leser Martin Bildstein.

Foto: Martin Bildstein
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Mini-Riesenrad: Das Bild nahm Thomas Scheiderbauer Campagna während eines Sommerfestes 1999 im norwestspanischen Städtchen Navia auf. Das Riesenrad, nur circa neun Meter hoch, war eine aus Schrott gebaute, mit einem Dieselgenerator betriebene "Rüttelskulptur" einer Schaustellerfamilie aus Südspanien.

Foto: Omi Otu
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?