Erfurt Fünf Jahre nach dem Amoklauf
Fünf Jahre nach dem Amoklauf von Erfurt: Das 1908 erbaute Gutenberg-Gymnasium auf dem Gutenbergplatz in Erfurt wurde nach der Bluttat renoviert. Der Bund gewährte Zuschüsse in Höhe von zehn Millionen Euro für aufwendige Umbaumaßnahmen. Das Eingangsportal wurde um ein Stockwerk erhöht, eine riesige Treppe führt nun zum Haupteingang. Nichts soll mehr an das Schulmassaker von 2002 erinnern
Rückansichten: Der früher ebenerdige Schulhof wurde um eine Etage erhöht, neue Bäume wurden gepflanzt und Sitzecken aufgestellt
Seit 15 Jahren ist Hausmeister Uwe Pfotenhauer die gute Seele des Gutenberg-Gymnasiums. Er identifizierte die Todesopfer nach dem Amoklauf. Heute ist der zweifache Familienvater Zeuge und Opfer zugleich
Zum Gedenken an den 26. April 2002: Auf der rechten Seite, unterhalb der Treppe, hat die Schulleitung diese Gedenktafel anbringen lassen. Sie zählt alle 16 Opfer, die Robert Steinhäuser ermordete
Schuldirektorin Christiane Alt am Fenster eines der Erkers des Schulgebäudes: "Der 26. wird immer ein Gedenktag bleiben, das ist die Geschichte dieser Schule."
Neue Innenausstattung nach der dreijährigen Umbauphase: Die Klassenzimmer wurden mit neuen Tischen und Stühlen ausgestattet
Treppenhaus im Gutenberg-Gymnasium (2005): Die Schule wirkt durch den Umbau jetzt heller
Die Schule war drei Jahre lang eine Großbaustelle: Schüler und Lehrer wurden in die Umgestaltung einbezogen - und vorübergehend ausgelagert
Blumenmeer am Tag nach dem Amoklauf (27. April 2002): "Der Schmerz sitzt noch immer sehr tief", sagt Innenminister Karl Heinz Gasser
Er verübte das schwerste Attentat der deutschen Nachkriegsgeschichte: Robert Steinhäuser tötete 16 Menschen an seiner ehemaligen Schule, dem Gutenberg-Gymnasium, und richtete sich danach selbst
Robert Steinhäusers Elternhaus: Im dritten Stock plante der 19-Jährige die Bluttat