Erinnerungen an Deutschland - DER SPIEGEL
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Erinnerungen an Deutschland Souvenirs von den Herrenmenschen

Ganze Schiffsladungen deutscher Stahlhelme, Ehrendolche und NS-Parteiabzeichen gelangten nach dem Zweiten Weltkrieg in die USA: Mitbringsel heimkehrender US-Soldaten. Bei den Erben eines Ex-GIs in Louisiana stieß ein deutscher Historiker mehr als 60 Jahre später auf seltsame Erinnerungsstücke aus Germany - und machte sich auf deren Spur.
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Gefeierter Befreier: Ukrainische Mädchen, die als Zwangsarbeiterinnen in einer deutschen Munitionsfabrik arbeiten mussten, tragen unter freudigem Gejubel einen amerikanischen Soldaten, dem seine Rolle offenbar zusagt. Er und seine Kameraden hatten die Mädchen gerade aus ihrem Lager befreit.

Foto: Horace Abrahams/ Getty Images
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Melodien vor Ruinen: Freude über den Sieg, aber auch Erleichterung, das Grauen des Krieges überlebt zu haben mischen sich in den Gesichtern dieser jungen amerikanischen Soldaten, die mit einem spontanen Konzert die Eroberung Saarbrückens feiern.

Foto: Getty Images
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Karussellfahrt mit Fräuleins: Für die amerikanischen Soldaten im besiegten Deutschland gab es ein absolutes Fraternisierungsverbot. In Propagandafilmen wurden alle Deutschen als grundsätzlich verdächtig und nicht vertrauenswürdig dargestellt. Gewirkt hat das aber offensichtlich nicht - die deutschen "Fräuleins" waren doch zu verlockend.

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Den "Führer" im Arm: Viele amerikanische Soldaten packten noch Souvenirs ein, bevor sie sich aus dem besiegten Deutschland auf den Weg nach Hause machten. Dieser junge Mann konnte eine Büste des "Führers" ergattern.

Foto: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz/Herbert Hoffmann
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Deutsche Soldaten mit Gasmaske: Ein ungewöhnliches Mitbringsel brachte ein amerikanischer Soldat nach dem Zweiten Weltkrieg mit diesem Foto nach Hause. Es zeigt deutsche Soldaten mit Gasmasken in einem Schützengraben während des Ersten Weltkriegs.

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Soldaten im Schnee: Deutsche Soldaten posieren während des Ersten Weltkriegs in einem verschneiten Schützengraben. Das Bild nahm ein amerikanischer GI nach dem Zweiten Weltkrieg als Souvenir aus Deutschland mit.

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Trost für die Verlorenen: Ein deutscher Feldgottesdienst während des Ersten Weltkriegs. Wann und wo das Bild aufgenommen wurde, ist unbekannt. Ein amerikanischer GI nahm es bei seiner Rückkehr als Souvenir aus Deutschland mit.

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Makaberes Souvenir: Die Leiche eines feindlichen Soldaten im Ersten Weltkrieg vor den Trümmern seines Flugapparates. Der Fotograf hat den blutverschmierten Kopf auf eine Stütze gebettet. Warum ein amerikanischer Soldat, als er nach dem Zweiten Weltkrieg Deutschland verließ, ausgerechnet dieses Foto mitnahm, ist unbekannt.

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Eid in fremden Händen: Deutsche Soldaten einer Heeresformation leisten einen Fahneneid während des Zweiten Weltkriegs. Auch dieses Foto fand seinen Weg über den Atlantik als Souvenir eines amerikanischen Soldaten.

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Marschkapelle: "Mit klingendem Spiel" in des "Führers" Krieg ziehen diese Soldaten von einer unbekannten Kaserne in Deutschland. Das Bild ließ ein amerikanischer Soldat als Souvenir aus Deutschland mitgehen.

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Tanzende Deutsche: Eine Szene aus dem Film "Your Job in Germany", mit dem amerikanische Soldaten vor den Deutschen gewarnt werden sollten. Die Aussage war, sie mögen zwar auf den ersten Blick harmlos aussehen und tanzen, können aber sehr gefährlich sein.

Foto: Army Pictorial Service
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Verwüstung: Der Propagandafilm "Your Job in Germany" sollte die amerikanischen Soldaten ausdrücklich vor den Deutschen warnen. Szenen wie diese sollten sie daran erinnern, was deutsche Truppen während des Zweiten Weltkriegs in anderen Ländern angerichtet hatten.

Foto: Army Pictorial Service
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Trommler: Ein Hitlerjunge in dem US-Propagandafilm "Your Job in Germany". Die amerikanischen Soldaten sollten sich immer daran erinnern, dass der deutschen Jugend ihr Status in der Welt als "Herrenmenschen" eingetrichtert worden war.

Foto: Army Pictorial Service
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Seid misstrauisch: Dieser Appell wurde den in Deutschland stationierten US-Soldaten in dem Propagandafilm "Your Job in Germany" deutlich gemacht. Die meisten GIs ignorierten das allerdings, weil sie im willfährigen Verhalten der Bevölkerung keinen Grund dafür erkennen konnten.

Foto: Army Pictorial Service
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Besiegt: Der demokratische Senator Edwin Johnson aus Colorado präsentiert eine zerschossene Hitlerbüste. Der in Deutschland stationierte Soldat Nick Canas hatte sie ihm geschickt.

Foto: Getty Images
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Flirt mit der Venus: Amerikanische Soldaten betrachten in einer ehemaligen Baracke der Luftwaffe nahe des Königssees einige dort zusammengetragene Kunstwerke. Darunter eine Venus-Statue aus dem 15. Jahrhundert, drei Cranachs und drei Rembrandts.

Foto: Getty Images
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Ein Hitler für Zuhause: Nicht nur amerikanische Soldaten nahmen sich Souvenirs aus dem besetzten Deutschland mit. Diese Gruppe britischer Soldaten hat ein Hitler-Portrait ergattert. Der Soldat links hinter dem Bild trägt außerdem einen Hakenkreuz-Wimpel auf der Schulter.

Foto: Getty Images
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?