Erlebnisse eines Pimpfs - DER SPIEGEL
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Erlebnisse eines Pimpfs Hitlergruß für eine Tanne

Sabotierte Gleise und ein geheimnisvoller Gefangenentransport: Fahrten mit der Eisenbahn faszinierten Ernst Woll als Kind sehr - einige Ereignisse dabei blieben ihm unvergessen. Etwa der Moment, als er einen vorbeifahrenden Weihnachtsbaum grüßen müsste.
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Bahnstrecke Weida-Mehltheuer: Rechts neben dem Gleisstrang sind die Gebäude der "Lochmühle" zu erkennen. Dort war bis 1945 ein Kriegsgefangenenlager eingerichtet. Links oben im Bild ist andeutungsweise der Haltepunkt Hohenleuben zu sehen. Auf der Bahnstrecke fuhr in der Adventszeit 1943 der Güterzug mit dem Weihnachtsbaum für Hitler vorbei, den wir Pimpfe am Bahndamm stehend mit erhobenem rechten Arm grüßen mussten. In den vierziger Jahren war die Strecke zweigleisig ausgebaut worden und wurde oft für Kriegsguttransporte genutzt. 1946 wurde das zweite Gleis wieder abgebaut - die Schienen wurden als Reparationsleistung in die Sowjetunion gebracht.

Foto: Ernst Dr. Woll
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Personenzugwaggons: Während meiner Kindheit in den vierziger Jahren und in der DDR noch bis Mitte der Sechziger fuhren auf den Nebenstrecken meistens Personenzüge mit diesen Waggons und den typischen Türen. Für ältere und behinderte Menschen war er sehr schwierig, die hohen Stufen bis ins Abteil zu erklimmen.

Foto: Ernst Dr. Woll
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Haltepunkt Hohenleuben: In jüngerer Zeit hat die Bahnstrecke Weida-Mehltheuer keine wirtschaftliche Bedeutung mehr; das Haltepunktgebäude, das während meiner Kindheit in den dreißiger Jahren im noch zu erkennenden Baustil errichtet wurde, wird nicht mehr genutzt.

Foto: Ernst Dr. Woll
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?