Erster DDR-Computer Mit diesem Monstrum konnte man rechnen
Rechenmonster: Die Optik-Rechenmaschine, kurz Oprema, war der erste Computer der DDR. Der Rechner wurde 1955 im VEB Carl Zeiss Jena in Betrieb genommen und war von riesenhaften Ausmaßen. Die Konstruktion nahm zwei Stockwerke ein.
Originalbauteil: Das Relais aus der Oprema verdeutlicht, warum die ersten Computer riesige Maschinen waren und ganze Räume füllten - es entsprach lediglich einem einzigen Bit. Es ist eines von nur wenigen Bauteilen der Optik-Rechenmaschine, die bis heute erhalten sind. In der Oprema waren rund 17.000 Relais verbaut.
VEB Carl Zeiss: Das Werk von Carl Zeiss in Jena wurde 1948 enteignet und als VEB Teil der Staatsindustrie der DDR. Hier schuf ein Team unter dem Ingenieur Wilhelm Kämmerer die Oprema, um die Entwicklung der bei Zeiss gefertigten Objektive zu beschleunigen.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-T0709-429
Frühe Produktion: Die feinmechanische und optische Produktion in den Carl-Zeiss-Werken in Jena, hier um 1925, geht auf eine Werkstatt des Gründers von 1846 zurück. Etwa 40 Jahre später waren bei Zeiss bereits über 320 Mitarbeiter beschäftigt. Carl Zeiss brachte so einen ganzen Industriezweig in die Stadt, expandierte aber auch weit über die Grenzen Jenas hinaus.
Nachfolger: Auf die Oprema folgte der sogenannte ZRA 1, der Zeiss-Rechenautomat 1, hier das Kommandopult am 15. März 1963. Die Maschine war nicht nur leistungsfähiger, sondern auch kleiner als die Oprema. Sie benötigte "nur" noch etwa 48 Quadratmeter.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-B0314-0091-002