Erster Jauch-Millionär - DER SPIEGEL
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Erster Jauch-Millionär "So viel Geld für so wenig Arbeit!"

Nach 15 Fragen war er reich - und peinlich berührt: "So viel Geld für so wenig Arbeit" fand Eckhard Freise, als er vor zehn Jahren bei "Wer wird Millionär" als erster Kandidat ganz groß abräumte. Im einestages-Interview spricht der Professor über das Geheimnis der Million, sechs Nullen auf dem Kontoauszug - und warum das Geld im Handumdrehen weg war.
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Der verschmitzte Prüfling: Eine Wette mit seinem Sohn bugsierte Eckhard Freise am 28. November 2000 auf den Stuhl gegenüber von Günther Jauch. Nach 15 Fragen, deren letzte als Cliffhanger erst eine Sendung später ausgestrahlt wurde, ging der Professor für mittelalterliche Geschichte als Millionär schlafen.

Foto: Anonymous/ AP
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Freise auf dem Gipfel: Inzwischen dürften viele die Antwort auf die Millionenfrage kennen - es waren Edmund Hillary und Tenzing Norgay, denen 1953 die Erstbesteigung des Mount Everest gelang. Zum 50-jährigen Jubiläum der alpinen Rekordleistung im Jahr 2003 interessierte man sich wieder für deren Geschichte, 2000 jedoch war die Frage nach Hillarys Begleiter RTL noch eine Million Mark wert.

Foto: AP
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Ein neuer Titel für den Professor: Schon während der Sendung kündigte Freise an, einen Teil des Gewinns spenden zu wollen - was er dann auch tat. Außerdem kaufte er seinem Sohn einen Computer und baute eine Doppelhaushälfte. "Dann war das Geld weg", sagte Freise. Und genau so hat er sich das vorgestellt.

Foto: dpa
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Der Knüller: Die "Bild"-Zeitung ließ die Bombe schon in der Samstagsausgabe platzen, bevor am 2. Dezember 2000 abends die Sendung ausgestrahlt wurde. Immerhin das Foto ist korrekt - eine Kölner Zeitung hatte danebengegriffen und das Foto eines "rüstigen Rentners" abgedruckt, der nach Freise auf dem Studiostuhl Platz genommen hatte.

Foto: dpa
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"Herr Freise, Sie sind jetzt ein Popstar": Nach der Kür zum ersten Millionär der Sendung sollte Freise noch eine lange Nacht bevorstehen. Noch um Mitternacht unterschrieb er einen Vertrag für einen weiteren Fernsehauftritt, danach setzte er sich mit seinem Sohn ins Auto und kehrte um halb vier Uhr nachts als Millionär nach Hause zurück.

Foto: RTL
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So schlau ist Deutschland: Freise bleibt ein gern gesehener Gast bei Günther Jauch. Als am 8. September 2001 RTL den IQ des Volks testet, erreicht Eckhard Freise ebenso wie Moderatorin Sonja Zietlow einen Wert von 132. Damit sind sie nur ein bisschen "dümmer" als Kriminalhauptkommissar Lothar Hausberg und Schlosser Horst Eickmeier, die beide einen IQ von 139 bestätigt bekommen. Von links Eckhard Freise, Lothar Hausberg, Horst Eickmeier, Sonja Zietlow, Günther Jauch.

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Nicht nur Professoren können das: Am 20. Mai 2001 wird Marlene Grabherr, Hausfrau und Bürokauffrau, zur zweiten Millionärin im RTL-Quotenquiz. Sie wusste, welche der Bee Gees Zwillingsbrüder sind: Maurice und Robin.

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Glückwunsch zum Flügel: Gerhard Krammer, damals 24 Jahre alt und Student der Musik und Philosophie, profitiert vom Währungswechsel: Er nimmt am 18. Oktober 2002 als Erster eine Million Euro mit nach Hause. Eigentlich ging es ihm nach eigenen Angaben nur um eine kleine Finanzierungshilfe für ein neues Klavier.

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So spielt das Leben: Am 29. März 2004 vollendet Maria Wienströer eine ungewöhnliche Karriere. Die begann mit dem Hauptschulabschluss, danach holte Wienströer die mittlere Reife nach und ließ sich zur Krankenschwester ausbilden. Das Abitur machte sie in der Abendschule und schloss dann ein Medizinstudium ab. Als Krönung wurde sie zur Millionärin. Einen Teil des Geldes wollte sie spenden, mit dem Rest sich den Traum von der eigenen Praxis verwirklichen.

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Zum fünften Mal der Silberregen: In der Sendung vom 9. Oktober 2006 nimmt er den Hauptpreis entgegen - Aufzugmonteur Stefan Lang. Damit ist abermals bewiesen, dass man für den Höchstgewinn keinen Hochschulabschluss braucht. Sein Lehramtsstudium hatte Lang vor seiner Ausbildung abgebrochen.

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Geballtes Wissen: Die vier Millionen-Gewinner bis dato waren allesamt eingeladen zur 500. Folge von "Wer wird Millionär", die am 10. September 2005 ausgestrahlt wurde. Von links Gerhard Krammer, Günther Jauch, Marlene Grabherr, Eckhard Friese und Maria Wienströer.

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Student im 17. Semester: Mit der Million, die er am 8. Januar 2007 gewinnt, kann der Anglistikstudent Timur Hahn gemütlich zuendestudieren. Die Millionenfrage beantwortet ihm sein Bruder am Telefon.

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Pocher räumt ab: Comedian Oliver Pocher wird am 30. Mai 2008 der erste Millionengewinner in der Reihe der Prominenten-Specials.

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Zwei Medien-Giganten: Und ein dritter gleich dazu - als Telefonjoker, den Thomas Gottschalk zur Hilfe bei der Millionenfrage anruft, hebt ausgerechnet Marcel Reich-Ranicki ab - nur wenige Wochen nach dem Eklat beim Deutschen Fernsehpreis. Und er kann helfen. Somit heimst Gottschalk als zweiter Promi am 20. November 2008 eine Million Euro für den guten Zweck ein.

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Dürfte es etwas mehr sein? Die Antwort von Ralf Schnoor war ja. Nachdem der Café-Chef aus Hannover am 26. November 2010 die Million mit nach Hause genommen hatte, gab es für die Angestellten eine Gehaltserhöhung.

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