Max von Oppenheim Undercover gegen die Briten
Volksstamm der Berber: Das Farbbild, entstanden um 1890, zeigt Beduinen, die mit ihren Kamelen in der Wüste rasten. Max von Oppenheim hielt engen Kontakt zu den Berbern - und war so auf das Konzept des Heiligen Krieges aufmerksam geworden.
Max Freiherr von Oppenheim: Im Auftrag des Kaisers Wilhelm II. sollte der Orient-Experte Max Freiherr von Oppenheim (Foto von 1930) im Nahen Osten einen Heiligen Krieg gegen die britischen Kolonialherren entfachen.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-2009-0113-500
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Bibliothek der Azhar-Moschee: Statt sich in Kairos Diplomatendistrikt aufzuhalten, ließ sich Max von Oppenheim im altarabischen Viertel nieder. Viel Zeit verbrachte er in der Azhar-Moschee, das Foto etwa von 1950 zeigt deren Bibliothek.
Archälogisches Fundstück: 1911 grub Max von Oppenheim im Siedlungshügel Tell Halaf im Nordosten Syriens die Darstellung eines Wettergottes (Foto), ein Doppelsitzbildnis, eine Lehmziegelbank und einen quadratischen Altar aus. Von Oppenheim gilt als Entdecker der prähistorischen Siedlung.
Tempelanlage Baalbeck: Während der Orient-Reise von Kaiser Wilhelm II. im Jahr 1898, auf der er unter anderem in Malta, Konstantinopel, Tanger und Damaskus haltmachte, wird eine Erinnerungstafel in der römischen Tempelanlage Baalbeck im Libanon feierlich enthüllt.
Hotel du Nil: Gartenanlage des Hotels du Nil in Kairo, aufgenommen um 1900. Statt in einer der Luxushotels der Stadt zu residieren, wohnte Oppenheim lieber in den Nomadenzelten der Berber.
Oppenheims Gegenspieler: Der britische Ärchaologe Thomas Edward Lawrence in arabischer Tracht (um 1920). "Lawrence von Arabien", wie er später genannt wurde, arbeitete seit Dezember 1914 beim britischen Geheimdienst in Kairo daran, die Pläne Oppenheims zu durchkreuzen.
Nomadenleben: Bei einer Oase hat eine Nomaden-Familie ihr Zelt aufgestellt (undatierte Aufnahme). Statt in Kairos Diplomatendistrikt ließ sich Bankierssohn Oppenheim im altarabischen Viertel nieder, lernte Arabisch, unterhielt einen Harem und freundete sich mit vielen lokalen Stammesfürsten und Gelehrten an.
Der Heilige Krieg als Titelthema: Titelblatt der "Illustrierten Zeitung", herausgegeben vom Leipziger Verlag J. J. Weber in Gemeinschaft mit der Deutsch-Türkischen Vereinigung. Die Ausgabe vom 8. Mai 1916 hatte das Titelthema "Die Türkei und Deutschland - Aufbruch zum Heiligen Krieg in Damaskus".
Prinz Faisal: Max von Oppenheim trat 1915 an den Sohn des Scharifen Hussein, Prinz Faisal I., heran, um ihm zum Dschihad gegen die Briten anzustiften. Am Ende geschah genau das Gegenteil: Der britische Geheimdienst zog unter der Führung von Lawrence von Arabien Faisal auf seine Seite. 1916 einte Faisal I. die Beduinenstämme gegen die osmanische Vorherrschaft und beteiligte sich maßgeblich an den Guerrillaaktionen gegen die Deutschen während des Ersten Weltkriegs.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 102-14113
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