Erstes Rundfunkkonzert - DER SPIEGEL
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Erstes Rundfunkkonzert Deutschland entdeckt den Dudelfunk

Musikbeschallung rund um die Uhr, Konzertübertragungen in sauberster Qualität - was heute fest zum Alltag gehört, war 1920 für die meisten Deutschen noch unvorstellbar. Doch ein paar Rundfunk-Frickler aus Brandenburg sorgten mit einem Weihnachtskonzert dafür, dass der Hörfunk in allen Haushalten populär wurde.
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Immer wieder sonntags: Angestellte der staatlichen Reichspost versammeln sich in Königs Wusterhausen und übertragen ein Rundfunkkonzert. Das erste Weihnachtskonzert am 22. Dezember 1920 ist der Auftakt für eine neue Sendereihe: Sonntagskonzerte aus Brandenburg werden in den Folgejahren zu einer festen Institution für die Hörerschaft aus ganz Europa.

Foto: Förderverein Sender Königs Wusterhausen
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Kabelmasten in Königs Wusterhausen: Was wie ein Spinnennetz aussieht, nutzte das Militär ab 1911 als Funkanlage. Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm die staatliche Deutsche Reichspost die Anlage auf dem Brandenburger Funkerberg. Unter Hans Bredow fanden hier die ersten Versuche statt, Stimmen und Musik über Funk zu übertragen.

Foto: Förderverein Sender Königs Wusterhausen
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Riesige Rundfunkanlage: Aus diesem Sendesaal in Königs Wusterhausen nahe Berlin sandte die staatliche Reichspost nach dem Ersten Weltkrieg Wirtschaftsnachrichten an 76 Empfangsstationen in ganz Deutschland. Die Informationen verkaufte das Unternehmen an die Presse.

Foto: Förderverein Sender Königs Wusterhausen
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Lichtbogensender: Mitarbeiter der Funkstelle in Königs Wusterhausen stehen an einem Lichtbogensender. Mit dieser großen Anlage wurde das erste deutsche Radiokonzert am 22. Dezember 1920 ausgestrahlt.

Foto: Förderverein Sender Königs Wusterhausen
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Voxhaus, Potsdamer Straße: Hochspannungsraum im ersten Berliner Rundfunksender im Voxhaus an der Potsdamer Straße. Von dort aus wurde 1923 die erste offizielle Hörfunksendung ausgestrahlt.

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Radioanlage im Eigenbau: Montage einer Radioantenne für den Detektorapparat im Berlin der dreißiger Jahre.

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"Rundfunk - überall!": Ein Plakat aus dem Jahre 1935 von René Ahrlé (1893-1976) illustriert den Siegeszug des neuen Mediums Radio.

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"Die neuen Telefunken-Musikgeräte": Plakat nach einem Entwurf von N. Reimer, um 1935.

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Radioempfang auf dem Campingplatz: Ein Detektorapparat mit Anode und Kopfhörer ermöglicht schon in den Pionierzeiten des Rundfunks auch beim Campingausflug ein gemeinsames Hörerlebnis. Aufnahme von 1926/27.

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Rundfunksprecher Hellmis vor dem Flaschenmikrofon: Er kommentierte für die Reichsrundfunkgesellschaft den legendären Boxkampf zwischen Joe Louis und Max Schmeling 1936 in New York: Arno Hellmis fieberte mit seinem "Max", Millionen Deutsche lauschten am Radio - die Rundfunkübertragung war längst zu einer Massenkultur geworden.

Foto: Ralf Klee
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Rundfunkfieber: Im Jahr 1925 lieferte der Detektorapparat zum Kaffee im Grünen per Kopfhörer die Unterhaltung. Privatpersonen durften offiziell erst ab 1923 Rundfunkempfänger besitzen.

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Kind und Puppe: Zwei begeisterte kleine Rundfunkhörer in Stuttgart 1928.

Foto: Matthias Seitz
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?