Escada Bilder eines Niedergangs
Bunt, glitzernd, luxuriös, so sieht Mode von Escada aus - seit der Gründung in den Siebzigern. Dieses Foto entstand 2001 bei einer Fashion Show in New York.
Dieses bei der Berliner Fashion Week 2013.
Die Marke repräsentierte stets den "Residenzstadt-Chic" Münchens und wird in Boutiquen vertrieben, die man in Toplagen findet - wie hier in der Münchener Innenstadt.
Einer der Höhepunkte der Escada-Historie: Kim Basinger mit dem Oscar für ihre Rolle in "L. A. Confidential". Und mit ihrem Escada-Kleid in Pistaziengrün.
Ein paar Jahre lang war Escada die Marke der Supermodels, wie hier mit Nadja Auermann auf der Berliner Fashion Week 2010.
An diese große Zeit hätte Megha Mittal, Milliardärin und mit einem Topmanager des indischen Stahlkonzerns ArcelorMittal verheiratet, gerne angeknüpft, als sie den insolventen Modekonzern 2009 übernahm. Doch im Konzert der ganz großen Modemarken spielt Escada bis heute nicht wieder mit. Nun will Mittal aus dem Konzern aussteigen.
Gegründet wurde Escada von Margaretha und Wolfgang Ley. Sie war der kreative Kopf, er der begnadete Vertriebsfachmann. Doch als Margaretha 1992 starb, begann auch der Abstieg ihrer Firma.
Von 2008 bis 2014 war Bruno Sälzer der Geschäftsführer, immerhin jemand, der zuvor die Marke Boss weltweit erfolgreich entwickelt hatte. Seit seinem Ausscheiden hat Escada bereits zwei Nachfolger verschlissen.
Die Sängerin Rita Ora ist das aktuelle Markengesicht. Nach Meinung von Experten eine schlechte Wahl, denn die vielen jungen Fans der Sängerin können sich Escada-Kleidung kaum leisten.
Als wäre es vorgestern gewesen: Das hier ist keine Kollektion von 1988, wie man vielleicht denken könnte, sondern von 2018.