ESP-Pflicht: Schleuderschutz rettet Leben - DER SPIEGEL
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ESP-Pflicht Schleuderschutz rettet Leben

Vor 15 Jahren wurde erstmals ein Auto mit Elektronischem Stabilitätsprogramm (ESP) verkauft. Das System gilt als wichtigste Unfallverhütungstechnik im Pkw, seit November 2011 ist es daher verbindlich für alle neuen Automodelle. Und künftig wird ESP noch mehr können.
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ESP-Entwicklung: 1987 wurde ein erster sogenannter Versuchsträger gebaut. Die Technik - die zu diesem Zeitpunkt noch gar keinen Namen hatte - wurde samt imposanter Messcomputer in ein Mercedes T-Modell gepackt. Und dann ging es ab auf die Versuchsstrecke in Malmsheim bei Stuttgart.

Foto: van Zanten
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Anton van Zanten: 1977 begann der heute 75-jährige Anton van Zanten bei der Firma Bosch. Schon bald beschäftigte er sich mit der Verbesserung des ABS-Systems - und erfand das ESP. Er erhielt dafür etliche Preise, unter anderem den Porsche-Preis der TU Wien, eine Art Oscar für Ingenieure.

Foto: van Zanten
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Rollendes Rechenzentrum: In diesem Mercedes T-Modell steckte damals, in den späten Achtzigerjahren, enorme Computertechnik. Der Rechner allein wog 15 Kilogramm, die Datenplatte weitere 35 Kilogramm. Gefahren wurde unter anderem auch auf rutschigem Untergrund in Schweden.

Foto: van Zanten
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Schleudern eliminiert: Was als Weiterentwicklung des ABS begann, mündete in die Erfindung des ESP. Das elektronische Programm verhindert mittels gezielten Bremseingriffs das Schleudern eines Autos - zum Beispiel, wenn der Wagen zu schnell in eine Kurve gelenkt wurde.

Foto: van Zanten
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Serienstart: 1995 kam das erste Serienauto mit ESP auf den Markt, das Sicherheitssystem war für die Mercedes S-Klasse erhältlich. Demonstrationsfahrten zeigten, wie sicher und spurtreu der Wagen auch in sehr schnell gefahrenen Kurven blieb.

Foto: Bosch
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Fliegende Hüte: Gleiches Auto, gleiche Strecke, gleiche Geschwindigkeit - aber der Wagen links fährt ohne ESP, der Wagen rechts mit aktiviertem Schleuderschutzprogramm.

Foto: van Zanten
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Blick ins Labor: So sah es aus im Mercedes T-Modell, das als erster Versuchsträger diente und mit dem van Zanten und sein Team in der Praxis ausprobierten, was ihre Computersimulationen ergeben hatten.

Foto: van Zanten
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Lebensrettende Konstruktion: Die technischen Zutaten des ersten ESP aus dem Jahr 1995. Ein wichtiger Schritt in der Entwicklung war es, das Hightech-System so weit zu kommerzialisieren, dass eine massenhafte und möglichst günstige Herstellung möglich wurde.

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Woher die Informationen kommen: Das Bild zeigt den Aufbau eines ESP in einem modernen Auto und die Position der einzelnen Komponenten. Derzeit arbeitet ESP-Erfinder Bosch an der nächsten Ausbaustufe des Systems, die das unkontrollierte Schleudern nach einer Kollision vermindern oder ganz verhindern soll.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?