Eugene Terre Blanche Karriere eines Extremisten
Der Rechtsextremist Eugene Terre Blanche war der Anführer der rechtsextremen Afrikaner Weerstandsbewegung (AWB), die in den neunziger Jahren gewaltsam versuchte, das Ende der Apartheid in Südafrika zu verhindern. Er wurde im Schlaf überrascht und vermutlich von zwei Angestellten erschlagen.
Der Tod des landesweit bekannten Rassisten schürt Ängste, die Polizei könne die Sicherheit während der Fußball-Weltmeisterschaft im Juni und Juli nicht gewährleisten. Schon vor dem Mord an Terre Blanche war es immer wieder zu Ausschreitungen zwischen Schwarzen und Weißen gekommen. Die Regierung fürchtet nun eine neue Eskalation der Gewalt.
Die AWB bedient sich gern einer Ästhetik, die an NS-Symbolik erinnert.
Terre Blanche, der einst Polizist war, geriet mehrmals mit dem Gesetz in Konflikt und saß von 2001 bis 2004 im Gefängnis, weil er versucht hatte, einen schwarzen Wachmann zu Tode zu prügeln. Hier protestieren seine Anhänger, ausstaffiert mit Fahnen, gegen eine weitere Gefängnisstrafe Terre Blanches. Er hatte 1996 einen dunkelhäutigen Tankwart angegriffen.
Stets umgeben von seinen Getreuen in Schwarz - Eugene Terre Blanche
Schon kleine Kinder bekommen die an die NS-Hakenkreuze erinnernden Aufnäher auf die Strickjacke geheftet. Dieser Junge hält, im Arm seiner Großmutter, eine Spielzeugpistole in der Hand. Beide sind den Angaben des Reuters-Fotografen zufolge Mitglieder der rassistischen AWB.
Ein Rassist zu Pferde - er kommt gerade aus dem Gefängnis (2004). Dort hatte er eine mehrjährige Haftstrafe abgesessen, weil er versucht hatte, einen schwarzen Wachmann zu Tode zu prügeln.
Terre Blanche hat mehrfach angekündigt, für die Schaffung eines den weißen Südafrikanern vorbehaltenen Staates vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zu ziehen. Schwarze sollten nach seinen Vorstellungen in den Wohngebieten der Weißen nur noch als Gastarbeiter zugelassen werden. Zuletzt hatte Terre Blanche allerdings kaum noch gesellschaftlichen oder politischen Einfluss.
"Vorsicht, nehmen Sie sich vor den Eingeborenen in Acht": Dieses Schild (etwa 1956) wies in Johannesburg sichtbar auf die Apartheid-Politik hin, der systematischen Rassentrennung in Südafrika.
Gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der AWB und dunkelhäutigen Südafrikanern gibt es immer wieder, so auch bei einer Demonstration 1989, wo die Rassisten auf Passanten losgingen.