IW-Studie Berlin zieht Wirtschaftskraft pro Kopf nach unten
Berlin zieht das Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner nach unten. Würde man die Bundeshauptstadt und ihre Bewohner herausrechnen, wäre es um 0,2 Prozent höher, heißt es in einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).
Ähnliche Probleme wie Berlin hat Rom. Die italienische Hauptstadt hebt das BIP pro Einwohner nur ganz leicht an, um 1,6 Prozent. Das liege wohl vor allem an der Stärke der anderen Wirtschaftszentren Mailand und Turin, schreiben die IW-Experten.
Andere europäische Hauptstädte spielen dagegen für die Wirtschaftsleistung pro Kopf eine große Rolle. So würde das BIP Griechenlands ohne Athen 19,8 Prozent geringer ausfallen.
Auch Bratislava ist ein Wachstumstreiber für die Slowakei. Dort wäre das BIP pro Einwohner um 18,9 Prozent niedriger ohne die Hauptstadt. In Bratislava wohnen etwa 420.000 Personen.
In Frankreich spielt Paris ebenfalls eine herausragende Rolle für die Wirtschaft. Ohne die Stadt würde die Wirtschaftsleistung um 14,8 Prozent schrumpfen.
Das BIP pro Kopf in Tschechien würde ohne Prag um 14,2 Prozent niedriger ausfallen. In der tschechischen Hauptstadt leben etwa 1,26 Millionen Menschen.
Ähnlich ist es in Dänemark. Hier sorgt die Hauptstadt dafür, dass die Wirtschaftskraft des Landes um 14,2 Prozent höher ausfällt. In Kopenhagen wohnen etwa 585.000 Personen.