Eurovision Song Contest - DER SPIEGEL
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Eurovision Song Contest Siegel, Sieger, Supersternchen

Germany: Nur Mittelmaß. Seit sich Nicole 1982 zum Erfolg trällerte, hat kein deutscher Sänger mehr den Schlager-Grand-Prix gewonnen. Und wer die Geschichte des Wettbewerbs nach dem Sieger-Rezept durchforstet, wusste schon vorher, warum die "No Angels" in Belgrad keine Chance hatten.
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Katja Ebstein: "Wunder gibt es immer wieder"

Nach 14 Jahren voller Grand-Prix-Pleiten schaffte es 1970 in Amsterdam endlich eine Deutsche aufs Siegertreppchen. Der dritte Platz war die bis dahin beste Platzierung.

Darum geht's: Ein jeder ist seines Glückes Schmied und alles wird gut.

Diese Zeile bleibt unvergessen: "Wunder gibt es immer wieder, heute oder morgen können sie geschehn".

Auch das noch: Ende 1997 wurde eine Coverversion des Ebstein-Songs zu einem der größten Erfolge von Guildo Horn.

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Katja Ebstein : "Diese Welt"

Beim Eurovision-Contest in Dublin wiederholte Ebstein 1971 ihren Vorjahreserfolg und wurde mit dem melancholischen Öko-Song erneut Dritte.

Darum geht's: Wenn das so weiter geht mit der ganzen Umweltverschmutzung ist das nicht so gut.

Diese Zeile bleibt unvergessen: "Wo noch gestern Kinder war'n bedeckt heut' Öl den Strand".

Auch das noch: Katja Ebstein saß im März und April 2008 in der Jury der ZDF-Castingshow "Musical Showstars 2008".

Die Aufnahme zeigt Katja Ebstein am 20. März 2004 in Leipzig bei der Generalprobe der ARD-Sendung "Deutschland singt".

Foto: ddp
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Mary Roos: "Nur die Liebe lässt uns leben"

Und noch mal Dritter: Mary Roos setzte 1972 die deutsche Serie fort, am Ende hieß es in Edinburgh "Germany: 107 Points". Gewinnerin wurde Vicky Leandros, die für Luxemburg antrat.

Darum geht's: Liebe, Sonnenschein, Straßen der Sehnsucht.

Diese Zeile bleibt unvergessen: "Nur wer liebt, wird niemals einsam sein"

Auch das noch: Ihren ersten Song nahm die damals neunjährige Mary Roos (bürgerlicher Name: Rosemarie Schwab) im Jahr 1958 auf. Titel: "Ja die Dicken sind ja so gemütlich". Hier zu sehen ist das Cover ihres 2006 erschienenen Albums "Meine größten Hits".

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Katja Ebstein: "Theater"

Bei ihrer dritten und letzten Teilnahme am Eurovision-Wettbewerb landete die Sängerin auf Platz zwei. Damit nahm nur die Band "Wind" genauso oft für Deutschland teil.

Darum geht's: Nach außen hin wirkt diese Bühnen-Welt ja immer so lustig und glamourös, aber innen drin, also im Künstler, da sieht's manchmal duster aus.

Diese Zeile bleibt unvergessen: "Alles ist nur Theater und ist doch auch Wirklichkeit"

Auch das noch: Seit Anfang der Achtziger ist Ebstein vorbestraft, weil sie an einer Blockade gegen Pershing-Raketen teilnahm.

Die Aufnamen zeigt Katja Ebstein am 20. Oktober 2005 in Offenburg als Gast der ZDF-Sendung "Stargala zugunsten der Deutschen Welthungerhilfe".

Foto: dpa
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Lena Valaitis : "Johnny Blue"

Nur eine britische Gruppe namens "Bucks Fizz" schnitt 1981 in Dublin besser ab - zweiter Platz für Valaitis beim Eurovision-Wettbewerb.

Darum geht's: Die alte Gitarre ist der einzige Freund des blinden Jungen, der von allen gehänselt wird, aber weil er mangels Soziallebens so viel Zeit zum üben hat, wird er später richtig gut und zeigt's allen.

Diese Zeile bleibt unvergessen: "Blue, blue, blue Johnny Blue, Kinder können grausam sein".

Auch das noch: Fast so erfolgreich wie "Johnny Blue" (Platz 9 der deutschen Single-Charts) war Valaitis 1976 mit einer deutschen Version des Traditionals "Amazing Grace": Unter dem Titel "Ein schöner Tag" landete es auf Platz 11 der Charts.

Die Aufnahme zeigt Lena Valaitis am 14. Dezember 2001 in der siebten José Carreras-Gala in Leipzig.

Foto: dpa
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Wind: "Für alle"

Die Achtziger waren bislang die erfolgreichste Zeit für Deutschland beim Eurovision-Wettbewerb. Einmal Erster und viermal Zweiter - eine der Silbermedaillen ging 1985 in Göteborg an die Gruppe Wind.

Darum geht's: Hast du etwas Zeit für mich, dann singe ich ein Lied für dich.

Diese Zeile bleibt unvergessen: "Für alles hier, für die Sehnsucht, die in Kinderaugen steht, für die Träume und für die Fantasie".

Auch das noch: Nach dem Sieg in Göteborg war der Song für zwei Wochen in den schwedischen Charts vertreten.

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Wind: "Lass' die Sonne in dein Herz"

Und noch einmal Wind. Auch bei ihrer zweiten Teilnahme 1987 verfehlte die süddeutsche Band nur knapp den Gesamtsieg. Doch der Ire Johnny Logan, der als einziger Künstler drei Mal den Wettbewerb gewann, war auch für sie nicht zu schlagen.

Darum geht's: Nicht traurig sein, die Sonne scheint.

Diese Zeile bleibt unvergessen: "Lass die Sonne in dein Herz, schick die Sehnsucht himmelwärts, gib dem Traum ein bisschen Freiheit, lass die Sonne in dein Herz".

Auch das noch: Zur großen Enttäuschung wurde für Wind die dritte Teilnahme am Eurovision Song Contest - "Träume sind für alle da" kam 1992 nur auf Platz 16.

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Mekado : "Wir geben 'ne Party"

Das von Ralph Siegel zusammengecastete Mädchen-Trio erreichte 1994 in Dublin hinter Irland und Polen Platz Drei.

Darum geht's: Party machen.

Diese Zeile bleibt unvergessen: "Ich hab' genau so'n HipHop-Feeling wie du".

Auch das noch: Trotz guter Platzierung beim Wettbewerb in Dublin hielt sich der Song nur eine Woche lang auf Rang 100 der deutschen Charts, die Gruppe löste sich kurz darauf auf. Mehr Aufsehen erregte Bandmitglied Dorkas Kiefer später ohne Musik - sie zog sich 1996 für den Playboy aus.

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Sürpriz : "Reise nach Jerusalem"

1999 wurde die Regel abgeschafft, dass die Künstler beim Eurovision-Wettbewerb nur in ihrer Landessprache singen durften und prompt landete der mehrsprachig vorgetragene Mulikulti-Beitrag von Sürpriz auf Platz drei.

Darum geht's: Irgendwas mit Frieden und einen Traum haben und Mensch sein.

Diese Zeile bleibt unvergessen: Keine.

Auch das noch: Eigentlich waren Sürpriz schon in der nationalen Vorrunde ausgeschieden. Doch weil Corinna May disqualifiziert wurde - ihr Song war schon vorher auf CD veröffentlicht worden, was gegen die Wettbewerbsregeln verstieß -, durfte die türkisch-deutsche Band doch noch nach Jerusalem. Ironie des Schicksals: Zwei Jahre später durfte May doch noch einmal Deutschland vertreten - und landete auf Platz 21.

Die Aufnahme zeigt Sürpriz mit den Musikerinnen (oben) Zeyno Zeynep, Yasemin Akkar, Deniz Filizmen und ihren Kollegen (unten) Cihan "Chicco" Özden, Savas Ucar und Bülent Ural.

Foto: dpa
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Erfolg in Gold: Guildo Horn und seine "Orthopädischen Strümpfe" am 4. August 1998 in Köln. Obwohl es beim Grand Prix Eurovision de la Chanson im Mai desselben Jahres "nur" zu einem siebten Platz gereicht hatte - immerhin die beste Platzierung seit 1994 - erhielt Guildo Horn für das Album "Danke" eine Goldene Schallplatte. Aus gegebenen Anlass präsentieren sich hier auch der Künstler und seine "Strümpfe" in Gold.

Foto: dpa
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"Can't Wait Until Tonight": Der von Stefan Raab gecastete Soulmusiker Max Mutzke am 14. Mai 2005 bei einem Konzert in Rottweil. Ein Jahr zuvor hatte er Deutschland mit dem englischen Titel "Can't Wait Until Tonight" beim Eurovision Song Contest in Istanbul vertreten und Platz acht erreicht.

Foto: dpa
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Stone and Stone: 1995 schickte Deutschland Stone and Stone, bestehend aus Tatjana Cheyenne und Glen J. Penniston, zum Grand Prix Eurovision de la Chanson in Dublin. Das niederländisch-iranische Ehepaar erhielt für den Song "Verliebt in dich" lediglich einen einzigen Ehrenpunkt aus Malta.

Foto: dpa
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"Im Wartesaal zum großen Glück": Das Lied von Walter Andreas Schwarz war einer der deutschen Beiträge beim ersten Grand Prix 1956. Der Titel wurde zum Omen für die folgenden Jahre. Denn obwohl sich große Stars der nationalen Szene wie Wencke Myhre oder Lale Andersen redlich bemühten, landeten ihre Beiträge bestenfalls im Mittelfeld.

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Erster Platz für Deutschland: Die deutsche Schlagersängerin Nicole erreichte am 25. April 1982 in Harrogate mit ihrem Lied "Ein bisschen Frieden" den ersten Platz beim Eurovision Song Contest.

Foto: AP
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Mary Roos: Die Schlagersängerin Mary Roos am 24. Juni 1999 während der Aufzeichnung des Festivals des deutschen Schlagers im Bremer Live-Club Aladin. 1972 erreichte Roos mit "Nur die Liebe lässt uns leben" den dritten Platz beim Eurovision Song Contest in Edinburgh.

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Abba beim Grand Prix: Die Mitglieder der schwedischen Popgruppe "Abba" (v.l.) Benny Andersson, Annafrid Lyngstad, Agnetha Fältskog und Björn Ulvaeus am 6. April 1974 beim Grand Prix Eurovision de la Chanson in Brighton. Die vier Schweden belegten bei dem Schlagerwettbewerb mit ihrem Lied "Waterloo" den ersten Platz - der Song verhalf ihnen zum internationalen Durchbruch und stellte alle anderen Eurovisions-Teilnehmer in den Schatten.

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Dschingis Khan: 1979 schickte Deutschland die von Songschreiber und Produzent Ralph Siegel zusammengestellte Band Dschingis Khan mit dem gleichnamigen Titel zum Grand Prix in Jerusalem. Die Gruppe erhielt durch einen handfesten Skandal zusätzliche Aufmerksamkeit - hielten viele Kritiker es doch für geschmacklos, ausgerechnet in Jerusalem mit einem Song über den antisemitischen Mongolen aufzuwarten. Die israelischen Gastgeber sahen jedoch vielmehr die spektakulären Show-Effekte und Dschingis Khan erreichte den vierten Platz. Hier zu sehen ist das Cover des 1998 erschienen Albums "Dschingis Khan - Die großen Erfolge".

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Goldene Schallplatte für Freddy: Freddy Quinn erhielt am 28. April 1960 in Essen seine fünfte Goldene Schallplatte. Quinn trat beim ersten Grand Prix Eurovision de la Chanson 1956 mit dem Lied "So geht das jede Nacht" für Deutschland an. Neben ihm ging außerdem Walter Andreas Schwarz ("Im Wartesaal zum großen Glück") ins Rennen - 1956 durfte jedes Land noch zwei Beiträge liefern.

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Dana International: Die israelische transsexuelle Sängerin Dana International gewann am 9. Mai 1998 mit dem Song "Diva" den Grand Prix in Birmingham.

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Gracia Baur: Die Sängerin vertrat Deutschland 2005 beim Grand Prix in Kiew. Ihr Rocksong "Run & Hide" erhielt nur vier Punkte und landete auf dem letzten Platz.

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"So geht das jede Nacht": Freddy Quinn, hier zu sehen in einer Aufnahme von 1982, vertrat Deutschland beim ersten Grand Prix Eurovision de la Chanson in Lugano mit "So geht das jede Nacht". Den ersten Platz erreichte 1956 die Schweizerin Lys Assia mit ihrem Lied "Refrain" - über das Abschneiden Quinns wie auch den Endstand aller anderen Teilnehmer ist allerdings nichts bekannt, da die Stimmzettel sofort nach der Auszählung vernichtet wurden.

Foto: AP
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