Bergsteiger-Drama "Everest" Chaos auf dem Achttausender
Qualen für den Traum vom Gipfel: Der Film "Everest" zeichnet in Starbesetzung das Bergdrama aus dem Frühjahr 1996 nach.
Regisseur Baltasar Kormakur am Set: Die meisten Bergszenen wurden in den Alpen gedreht - mithilfe aufwendiger Nachbearbeitungstechnik wurden dazu Bewegtbilder aus dem Himalaya montiert.
Rivalen am Berg: Die Bergführer Scott Fischer (links, gespielt von Jake Gyllenhaal) und Rob Hall (Jason Clarke) waren auf ihre eigene Art Everest-Pioniere - nicht, weil sie dort neue Rekorde aufstellten, sondern weil sie zu den ersten gehörten, die Achttausender-Expeditionen quasi für jedermann anboten.
Schwankende Gestalten beim Kampf mit den Elementen: Der Film zeigt ein ziemlich realistisches Bild des Höhenbergsteigens.
Lebemann Scott Fischer: Der Vorwurf, er habe Halls Idee geklaut, steht jedes Mal in der Luft, wenn die beiden sich im Basislager über den Weg laufen.
Co-Produzent David Breashears bei der Filmpremiere in Berlin: "Der Everest wird immer eine große Anziehungskraft haben", sagt er.
Einer der Expeditionsteilnehmer war der Buchautor Jon Krakauer, den im Film Michael Kelly (Mitte) spielt. Krakauer überlebte und verarbeitete seine Erfahrungen später in dem Bestseller "In eisige Höhen", der sich millionenfach verkaufte und nun als Vorlage für den Film diente.
Postbote Doug Hansen (John Hawkes): 1996 wagte er seinen zweiten Gipfelversuch. Völlig entkräftet gelangte er zum höchsten Punkt - und kam auf dem Rückweg ums Leben.
Filmszene: Autor Krakauer und seine Mitstreiter geraten auch deshalb in Lebensgefahr, weil Ersatz-Sauerstoff nicht dort ist, wo er hingehört.
Starbesetzung: Keira Knightley tritt in dem Abenteuerfilm als Jan Arnold auf.
Das Drama, an dem Frauen wie Robin Wright in der Rolle der Peach Weathers nur am Rande beteiligt sind, nimmt seinen Lauf - auch wegen des Wetters: Eine schwarze Sturmwand bewegt sich auf den Everest zu und schließt die Verstreuten ein.
"Everest" ist ein Film über Männer, die ihr Leben für ihren Lebenstraum riskieren.
Erst gegen Ende des Films, als sich das Wetter wieder bessert, schlittert die Erzählung doch noch ein wenig ins Sentimentale.