Evolution Alles aus einer Hand
Die Gliedmaßen vieler Wirbeltiere - von Walen über Elefanten bis zu Fledermäusen und Menschen - haben den gleichen Bauplan: Fünf Finger sind mit einer Ansammlung von Knochen im Handgelenk verbunden; der Unterarm besteht aus zwei, der Oberarm aus einem Knochen.
Großer Tümmler: Delfine haben sich aus landlebenden Huftieren entwickelt, die vor 50 Millionen Jahren zum Leben im Meer übergingen. Die Vorderbeine haben sich zu Flossen verwandelt, die je nach Art an die Bewegungsweise angepasst sind: Lange, schmale Flossen eignen sich gut für schnelle Schwimmer; breite, kurze Flossen haben sich bei den Spezies herausgebildet, die auf engem Raum wendig manövrieren müssen.
Hauskatze: Katzenpfoten haben gebogene Krallen. Ruht die Katze, sorgen Bänder an der Oberseite der Pfote dafür, dass die Krallen eingezogen sind. Zum Beutefangen stößt sie sich mit den Hinterpfoten ab und streckt die Vorderpfoten aus. Dann ziehen sich darin Muskeln zusammen, die Krallen schnellen heraus und packen das Opfer. Nun verlagert die Katze ihr Gewicht auf die Hinterbeine und führt die Beute mit den Vorderpfoten zum Maul.
Frosch: Es gibt Tausende von Froscharten, deren Vorderbeine an unterschiedlichste Aktivitäten angepasst sind. Einige, die im Wasser leben, haben Schwimmhäute zwischen den Fingern. Für Baumfrösche typisch sind lange Finger und Zehen, die sich zum Klettern eignen. Sie enden in winzigen Haftscheiben, die helfen, auch auf glatten Oberflächen wie Blättern sicheren Halt zu finden.
Fledermaus: Die fünf Fingerknochen fungieren wie Zeltstangen, die das feine Gewebe des Flügels aufspannen. Das erzeugt ausreichend Widerstand, um den Körper in der Luft zu halten. Durch die Bewegung einzelner Finger kann eine Fledermaus hakenschlagend durch den Wald sausen oder wie ein Kolibri vor einer Blüte schweben.