Ex-Bundespräsident: Wulffs Aufstieg und Fall - DER SPIEGEL
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Ex-Bundespräsident Wulffs Aufstieg und Fall

Am Ende ging er doch: Christian Wulff klammerte sich zuvor wochenlang ans Amt. In seiner politischen Karriere musste er immer wieder kämpfen. Ein Rückblick auf den Politiker Wulff.
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Früher Nachmittag, 17. Februar 2012, in Berlin: Der frühere Bundespräsident verlässt in einer schwarzen Limousine seine Dienstvilla. Am Vormittag hatte Christian Wulff im Schloss Bellevue seinen Rücktritt bekanntgegeben.

Foto: Robert Schlesinger/ dpa
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Freitag, 17. Februar, 11.02 Uhr: Wulff gibt seinen Rücktritt bekannt, begleitet wird er bei diesem Schritt von seiner Frau Bettina.

Foto: FABRIZIO BENSCH/ REUTERS
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Freitag, 17. Februar, 11.07 Uhr: Wulff und seine Frau verlassen den Saal im Schloss Bellevue.

Foto: Michael Kappeler/ dpa
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Sein Aufstieg begann in Niedersachsen: Wulff während des Landtagwahlkampfs 1998 in Hannover mit dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl. Zweimal forderte Wulff als CDU-Spitzenkandidat SPD-Ministerpräsident Gerhard Schröder heraus...

Foto: FABIAN BIMMER/ ASSOCIATED PRESS
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...und verlor stets gegen den Sozialdemokraten. Erst nachdem Schröder zum Bundeskanzler gewählt worden war und Niedersachsen verlassen hatte, gewann Wulff 2003 mit der CDU die Landtagswahl und wurde Ministerpräsident.

Foto: © Peter Mueller / Reuters
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Am 4. März 2003 wurde Christian Wulff im Landtag von Hannover als niedersächsischer Ministerpräsident vereidigt.

Foto: ? Reuters Photographer / Reuters/ REUTERS
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CDU-Kronprinzen: Wulff gewann stetig an Macht und Einfluss in der Bundespolitik. Er gehörte schließlich selbst zum Kreis derer, die als Zugpferd für die Wahlkämpfe anderer gebucht wurden. An der Seite der damaligen Amtskollegen Peter Müller (Saarland) und Roland Koch (Hessen) trommelte er für Jürgen Rüttgers, der 2005 in Nordrhein-Westfalen schließlich die Wahl gewann.

Foto: MARCO-URBAN.DE
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Höhepunkt seiner politischen Karriere: Am 30. Juni 2010 gratuliert Bundeskanzlerin Angela Merkel Wulff zur Wahl als Bundespräsident. Wulff benötigte drei Wahlgänge in der Bundesversammlung.

Foto: Wolfgang Kumm/ dpa
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Wulff mit Ehefrau Bettina im Garten des Schlosses Bellevue in Berlin auf dem Sommerfest des Bundespräsidenten im Juli 2010. Drei Tage zuvor war Wulff zum Staatsoberhaupt gewählt worden.

Foto: Wolfgang Kumm/ dpa
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Das verliebte Paar aus Schloss Bellevue: Wulff gibt seiner Frau Bettina im November 2011 beim Bundespresseball in Berlin einen Kuss.

Foto: Wolfgang Kumm/ dpa
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Bundespräsident mit Splitterweste in Kabul: Christian Wulff besucht im Oktober 2011 Bundeswehrsoldaten und deutsche Polizei-Ausbilder in Afghanistan.

Foto: Wolfgang Kumm/ dpa
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April 2011: Bundespräsident Christian Wulff wird vor dem Hessischen Landtag in Wiesbaden mit einem Ei beworfen. Neben ihm geht sein Personenschützer, es folgen Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier und der hessische Landtagspräsident Norbert Kartmann.

Foto: dapd
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Es war einer der wichtigsten dienstlichen Auslandsreisen des Bundespräsidenten: Im Oktober 2010 fuhr Christian Wulff in die Türkei und appellierte dort gemeinsam mit Staatspräsident Abdullah Gül an die in Deutschland lebenden Türken, sich zu integrieren: "Wer in Deutschland leben will, muss sich an diese geltenden Regeln halten und unsere Art zu leben akzeptieren."

Foto: Rainer Jensen/ dpa
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Wulff in Abu Dhabi: Auf der Reise im Dezember 2011 begann die Affäre um den Bundespräsidenten. Die "Bild"-Zeitung berichtete über den Privatkredit Wulffs beim Ehepaar Geerkens.

Foto: dapd
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Umstrittene Freunde: Wulff mit dem Unternehmer Carsten Maschmeyer auf dem "Nord Süd Dialog" im Dezember 2007.

Foto: Jochen Lübke/ dpa
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Sein wichtigster Mann: Olaf Glaeseker war Wulffs engster Mitarbeiter, zuletzt als Sprecher des Bundespräsidenten. Im Dezember 2011 wurde Glaeseker von seinen Aufgaben entbunden, die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen Bestechlichkeit.

Foto: dapd
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Indianer in Hannover: Winnetou-Schauspieler Erol Sander ernannte Wulff 2009 zum Ehrenhäuptling "Offenes Wort", weil er die Werte Offenheit, Vertrauenswürdigkeit und Ehrlichkeit verkörpere. Daran zweifelten in den letzten Wochen allerdings immer mehr Bürger.

Foto: A2882 Holger Hollemann/ dpa
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"Gegen kein Gesetz verstoßen": Im Januar 2012 stellte sich Wulff den Fragen von ARD und ZDF. Für den Anruf beim "Bild"-Chefredakteur entschuldigte sich Wulff, er gelobte Transparenz und sagte, er habe nichts Illegales getan.

Foto: Jesco Denzel/ AFP
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Zuletzt wurde es einsam um Wulff. Die Opposition forderte seit Wochen seinen Rücktritt. Nachdem die Staatsanwaltschaft am Donnerstagabend bekanntgegeben hatte, gegen Wulff ermitteln zu wollen, bröckelte der Rückhalt auch in der Koalition.

Foto: Wolfgang Kumm/ dpa
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