Vergessene Kinder Von Spanien nach Russland
Hinter den Barrikaden: Regierungsanhänger verschanzen sich im September 1936 vor den faschistischen Rebellen in Toledo.
Im Schützengraben: Republikanische Milizionäre eröffnen bei der Verteidigung Madrids das Feuer auf angreifende Falangisten.
Ernest Hemingway: Der amerikanische Autor war einer von vielen Intellektuellen, Schriftstellern, Künstlern oder Dichtern, die der Bürgerkrieg faszinierte und nach Spanien lockte. Die meisten sympathisierten mit den Republikanern. Hemingway kam als Reporter, andere kämpften sogar an der Front. Nicht immer war der Einsatz ungefährlich - George Orwell zum Beispiel wurde im Kampf verletzt.
Schutzraum: Kinder haben in einer U-Bahn-Haltestelle Unterschlupf gefunden. Während der Luftangriffe gab es nur wenige sichere Orte in Madrid.
Verletzt: Eine Mutter pflegt ihr Kind in einem Madrider Krankenhaus, das bei einem Bombenangriff schwer verletzt wurde. Viele Eltern brachten ihre Kinder ins Ausland in Sicherheit.
Jubel in der Hautpstadt: Ein Militärwagen mit General Francos Truppen fährt am 29. März 1939 triumphierend in Madrid ein - nachdem die Hauptstadt am Tag zuvor fast kampflos an den General gefallen war.
Flüchtlinge: Als im Frühjahr 1939 der Sieg Francos immer deutlicher wurde, flüchteten Hunderttausende Menschen ins Ausland.
Elena und Conchita: Das Foto der Schwestern wurde vermutlich in Tetuán aufgenommen, wo die Familie vor dem Bürgerkrieg lebte. Nach ihrer Flucht wurden die beiden Mädchen voneinander...
...getrennt. Elena wurde in Leningrad, das heutige Sankt Petersburg, in einen Kindergarten geschickt und lernte schnell Russisch. Die knapp Fünfjährige vergaß alsbald ihre alte Heimat.
Mutterglück: Später studierte Elena in Moskau Elektrotechnik und heiratete einen Russen, mit dem sie drei Kinder bekam.
Suche nach der Enkelin: Elenas Großmutter war Hofdame bei Victoria gewesen, der letzten Königin von Spanien vor Franco. Diese Beziehungen nutzte die alte Dame, um ihre Enkelin in der UdSSR ausfindig zu machen.
Weihnachtsfeier im "Club": 2010 nahm Autor Detlev Crusius an der Weihnachtsfeier der "Asociación Volga" in Valencia teil. "Der Club", wie ihn die Mitglieder nennen, pflegt dort russische Brauchtum, besonders an orthodoxen Feiertagen.