"ExoMars" Kamera läuft
Erstes Testbild der Exomars-Sonde: Das Bild der des "Colour and Stereo Surface Imaging Systems" (CaSSIS) zeigt einen Blick auf den Sternenhimmel. Das Bild entstand durch Überlagerung zweier Einzelaufnahmen von CaSSIS, die aus leicht unterschiedlichen Richtungen gemacht wurden.
Kamera läuft: Eines der beiden Bilder wurde vor der Überlagerung noch in ein Negativ umgerechnet. Der Test beweist laut Esa, dass das Gerät funktioniert: Die schwarzen und weißen Punkte sind jeweils Positive und Negative des gleichen Sterns, die wegen der leicht veränderten Perspektive gegeneinander verschoben sind. Die hellen und dunklen Punkte der Sterne liegen alle gleichweit voneinander, was beweist, das die Kamera korrekt eingestellt ist.
Sonde "ExoMars": Das unbemannte Raumschiff ist vollgestopft mit Messgeräten.
"Proton"-Rakete vor dem Start: Bislang ist weder der Europäischen Raumfahrtorganisation (Esa) noch ihrem russischen Pendant Roskosmos eine erfolgreiche Mission auf der Marsoberfläche geglückt.
Start geglückt: Die "Proton"-Rakete bringt einen Satelliten samt Lander am 14. März 2016 ins All.
Kurz nach dem Start: Dieser war mit Spannung erwartet worden. Zwar sind russische Trägerraken bereits Hunderte Male ohne Zwischenfälle gestartet, in der Vergangenheit hat es aber auch immer wieder Zwischenfälle gegeben.
"ExoMars" im Anflug, der Lander "Schiaparelli" ist schon ausgeklinkt (künstlerische Darstellung): Die Sonde ist eine der aktuell spannendsten Forschungsmissionen der europäischen Raumfahrt. Sie soll auf dem Roten Planeten unter anderem nach Methan schnüffeln, das ein Zeichen für Leben sein könnte. Außerdem soll ein kleiner Landeroboter kurz die Oberfläche erkunden - und die Technik für weitere Missionen testen.
Esa-Mitarbeiter Paolo Ferri im Kontrollzentrum Darmstadt (im Januar 2015): Die Mission ist höchst anspruchsvoll, mehr als zehn Jahren haben die Europäer daran gearbeitet. Mal wollten sie allein zum Mars fliegen, mal mit den Amerikanern. Als diese ausstiegen, holte man die Russen ins Boot. "Diese Kooperation ist sehr wichtig", sagt Ferri. "Sie hat die Mission gerettet und ist außerdem eine Brücke in die Zukunft."
"ExoMars" während des Baus bei OHB in Bremen (im Februar 2014): Europäer und Russen hoffen darauf, später auch ein Roboterauto zum Mars zu schicken. Allerdings ist das Geld für so eine Mission gerade extrem knapp. Pascale Ehrenfreund, Chefin des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und als Astrobiologin früher selbst mit "ExoMars" befasst, spricht von einem "Problemkind". Umso wichtiger ist die aktuelle Mission.
Der Mars auf einem Foto des "Hubble"-Teleskops: Der Rote Planet ist - von der Erde einmal abgesehen - der am besten untersuchte Himmelskörper des Sonnensystems. Aktuell laufen die Missionen "2001 Mars Odyssey" (Nasa, Orbiter), "Mars Express" (Esa, Orbiter), "Opportunity" (Nasa, Rover), "Mars Reconaissance Orbiter" (Nasa, Orbiter), "Curiosity" (Nasa, Rover), "Mom" (Indien, Orbiter) und "Maven" (Nasa, Orbiter).
Spuren von Staubstürmen auf dem Mars (auf einem Bilder HiRISE-Kamera auf dem "Mars Reconnaissance Orbiter"): Früher oder später könnte der Rote Planet auch Ziel für menschliche Missionen sein. Die Nasa hat das offizielle Ziel, dass all ihre "Mars"-Sonden bei der Vorbereitung solcher Flüge mithelfen sollen.